Herbststurm

Herbststurm

Heute tobte ein Sturm durch die Nacht. Irgenwann gegen zwei Uhr bin ich aufgestanden und habe das Glockenspiel, was auf unserer Terrasse hängt, mit einem Gummi zusammengeschnürt, damit es nicht weiter klingeln kann. So nervig war das. Denkt man ja nicht dran, wenn man den Wohlklang im Windhauch hört, dass es bei Sturm ein Schlafstörer werden kann. Entsprechend mühsam war das Aufstehen heut morgen.

Der Tag verlief dennoch sehr produktiv. Ich habe Rechnungen geschrieben und Mails erledigt, eine Bewerbung für ein Schreibkurs-Gewinnspiel (in der Zeitschrift emotion entdeckt) abgeschickt, eine Nachfrage an das Studierendensekretariat der HAW Hamburg geschickt, wo ich mein Diplom gemacht habe. Den Leihwagen haben wir noch zurück zu seinen Standort gebracht und nebenbei eine handvoll haselnüsse gesammelt. Das mache ich gerade total gern. Vielleicht bastle ich mit den Kindern in der Schule am Mittwoch Herbstbastelein aus Kastanien, Hasel- und Walnüssen. Das würde doch passen.

Zum Mittag hat uns der Mann Gemüseeintopf gekocht, der sehr lecker war. Ich achte gerade sehr auf meine Ernährung, damit ich gut versorgt bin. Kaufe also nur noch Vollkornprodukte, esse wieder mehr Obst und Gemüse und trinke midnestens zwei Liter am Tag. ich vergesse ja das Trinken eher, weshalb ich eine Strichliste führe. Nach dem Essen hab ich mich für ein Mittagsschläfchen hingelegt und habe glatt eine Stunde geschlafen. Das war wohl nötig.

Am Nachmittag haben wir noch Kleinigkeiten erledigt. Später habe ich an einem Auftrag für eine Kundin weitergarbeitet. Es fühlt sich gut an, wenn sich Dinge fügen und zum Ende kommen.

Unser Wochenende

Das Wochenende hingegen war zäh. ich war allein mit den Kindern, nicht besonders gut drauf und schlapp. Es gab immer wieder schlechte Stimmung oder Konflikte. Die Kinder haben zuviel Zeit an technischen Geräten verbracht, waren unausgeglichen und motzig. Es gibt derzeit immer wieder Streit um Mithilfe im Haushalt und Verantwortung für die eigenen Sachen. Folge ist, dass die Spülmaschine, die keiner ausräumen möchte (oder nur mit Gemotze, weil jeder glaubt, zu viel zu tun), jetzt erstmal für eine Weile ungenutzt bleibt. Jetzt darf sich jeder um sein Geschirr selbst kümmern und per hand abspülen. Mal sehen, ob das die Stimmung verändert. Als unsere Spülmaschine mal kaputt war, fand ich die abendlichen Haushaltsrunden ganz beschaulich, weil wieder mehr Kontakt entstanden ist. Wir werden sehen.

Es gab aber auch schöne Momente. Die Tochter war zu Hause und hatte den Hund dabei. Das fanden die Jungs ganz toll. Während sie also Stöckchen werfen im Garten spielten, backte die Tochter Hunde- und Katzenleckerli in der Küche. Mit der Post kamen Briefe und Rezensionsbücher von Verlagen. Hach, sind da wieder tolle Bücher dabei. Eins habe ich gleich am Nachmittag verschlungen. Ein Comic über Depressionen und Angst.* Ich war so berührt von den Bildern und Texten, dass ich schluchzend über dem Buch saß, weil ich mich in so vielem darin wieder erkannt habe. Das Buch ist so einfühlsam und auf den Punkt geschrieben, mit wenigen Worten und starken Bildern so viel gesagt. Sehr toll.

Am Sonntag hatte ich einen ruhigen Start in den Tag. Ich habe Briefe geschrieben. Ich habe beschlossen, demnächst meinen Kartenvorrat zu sichten und für Weihnachten wieder auf Etsy einzustellen. Da sind ja doch sehr schöne Motive dabei. Einige Motive muss ich nachdrucken lassen. Hach, und überhaupt startet morgen das letzte Quartal in diesem Monat. Ich habe mir schon einen Plan gemacht, was alles noch dran ist in den letzten drei Monaten des Jahres. Weihnachten kommt ja immer so plötzlich.

Gegen Mittag war ich mit den Jungs spontan Schwimmen. Das war gut, aber im nachhinein auch anstrengend. Ich habe bemerkt, wie ich das Wasser vermisse. Ich möchte wieder Schwimmen gehen. Ich war schon seit einem Jahr nicht mehr beim Training, weil es mir zu anstrengend ist. Nachmittags kam der Mann von seinem Gongworkshop heim. Der Sterngucker hat ein kleines Feuer gemacht. Abendessen gab es auf der Terrasse, weil die Luft angenehm und mild war.

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Ein Gedanke zu „Herbststurm

  1. was für ein feines foto, dass mit dem tor. macht glücklich beim anschauen.und eine sehr coole idee, mit dem geschirrspülen. wobei – wer macht die töpfe& co? ….ich habe in dieser hinsicht auch eine sehr , hmmm wie sag ichs, eigenartige lösung hier. die familie wollte einen spüler, ich nicht. seitdem spüle fast ausschliesslich ich seit 9 jahren! wenn ich es recht bedenke gehe ich da oft den weg des geringsten widerstandes und das nervt mich zunehmend. mal sehen, wie ich da rausfinde. danke für den anstoss!

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