_Alltag

Im Garten und im Haus

Diese Übergangsphasen zwischen Urlaub und Alltag unterschätze ich manchmal ein bisschen. Das Zurücksortieren, Ankommen und wieder in die alltäglichen Abläufe reinkommen. So habe ich eigentlich die gesamte letzte Woche damit verbracht, liegengebliebenes Aufzuarbeiten, Struktur in meine Aufgaben zu bringen und mich selbst nicht zu übersehen. Durch den Feiertag hatte ich aber auch eine wunderschöne Auszeit, Gespräche und Spaß mit Freundinnen und eine gute Zeit mit den Kindern. Am Freitag war ich mit dem Mann beim Frühstücken. Anfang des Monats treffen wir uns immer zu unserem Monatsdate, um Termine, To-Do’s und Businessthemen zu besprechen. Oder einfach mal nur Händchen zu halten und gemeinsam ins Grüne zu schauen.

Am Donnerstag war ich morgens mit dem Sterngucker vor dem Kindergarten beim Bäcker. Wir waren nämlich ziemlich verplant und hatten gar keine Brotzeit daheim. Danach fuhren wir noch beim Fundbüro des Busunternehmens vorbei, weil der Sterngucker am Dienstag seinen Rucksack im Bus vergessen hatte. Rucksack wieder da. Alles gut. Am Nachmittag war im Kindergarten Arbeitsnachmittag. Da gab es zuerst ein gemeinsames Mittagessen, danach haben alle anwesenden Eltern angepackt und im Aussengelände gearbeitet: Holz gesägt, Geräte geschliffen und geölt, sauber gemacht. Dazwischen kam es zu netten Gesprächen und Kaffee- und Kuchenpausen. Ich mag die Arbeitsnachmittage gern. Wir konnten nicht bis zum Ende bleiben, weil der Mann Donnerstags das Auto braucht, um zum Arbeiten zu fahren.

Am Freitag sollte der Sterngucker eigentlich seinen Geburtstag im Kindergarten nachfeiern. Dazu gibt es immer eine Runde Muffins oder Kuchen für alle und Lieder und Extras fürs Geburtstagskind. Aber soll ich dir was verraten? Ich habe das total vergessen. Ich habe keine einzige Minute dran gedacht, dass ich das so vereinbahrt hatte. Es stand sogar im Kalender „Sterngucker Geburtstag“, aber in meinem Gehirn fand sich keine Verknüpfung zu diesem Eintrag. Ich radierte das weg, weil ich dachte, dass ich da was verwechselt habe. Ich bin gedanklich ja schon beim Wolf-Geburtstag nächste Woche. Naja, heut morgen fiel es mir dann ein. Halb so wild. Holen wir nach.

Morgen kommen die Großeltern und der große Sohn des Mannes zum Kaffee. Zum Glück bäckt die Oma den Kuchen, dann macht es nix, wenn ich was vergesse. Der Sterngucker hat alle eingeladen. Und sie sollen bitte auch Geschenke mitbringen. Der Wolf hat nächste Woche geburtstag. Mir geht das alles zu schnell. Ich habe immerhin schon die Fotos für sein Fotoalbum bestellt. Mal sehen, wann ich ein Zeitfenster finde, die einzukleben. Ist ja nicht so, dass er noch 20:00 Uhr ins Bett geht und dann ruhige Abendstunden für uns da bleiben. Möp.

Heute nutzten wir die trockenen Phasen, um bisschen im Garten zu werkeln. Unsere Wiese (eigentlich ein Rasen) musste endlich gemäht werden. Ausserdem habe ich Tomatenpflanzen von meinen Eltern mitgebracht, die ich in Töpfe gepflanzt habe. Am ersten Samstag im Monat hat unser Wertstoffhof auf. Endlich haben wir mal rechtzeitig drangedacht und angesammelten Müll weggebracht. Jetzt sieht es hier wieder etwas geordneter aus. Da haben die Minimalisten schon recht: sich um sein Hab und Gut zu kümmern kostet ganz schön viel Zeit und Energie.

In letzter Zeit denke ich immer mal wieder über unsere Wasserressourcen nach. Wir wollen uns unbedingt eine Regentonne anschaffen. Haben wir nämlich noch nicht. Eine Zisterne haben wir beim Bau aus Budgetgründen verworfen. Ich überlege, wie wir noch Wasser sparen können oder auffangen und weiternutzen. zB das Wasser, was in den Abfluss rinnt, während wir warten bis warmes Wasser aus der Dusche kommt. Oder das Wasser, was wir aus dem Wasserkocher wegkippen, weil so viele Kalkplättchen drin herumschwimmen.

 


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3 Kommentare

  • Maren

    Ich bin auch immer wieder überrascht, wie viel Zeit so der ganz normale Workload in einer Familie beansprucht – Wäsche, Putzen, Organisationskram. Und das vergessene Backen könnte von uns stammen. Mittlerweile melde ich mich bei Mitbringanfragen in der Kita immer für Saft, Kaffeepulver oder so, damit ich es schon vorher in die Kita bringen kann :D. Zum Wasser: Meine Mutter hat uns damals echt immer einen Wassereimer in die Dusche gestellt, um Wasser aufzufangen. Das wurde dann zum Gießen etc. verwendet. Regentonne lohnt sich definitiv, wir haben heute für einmal komplett Gießen 250l aus der Tonne gebraucht. Beim Bauen haben wir einen Ionentauscher eingebaut, um das Wasser weicher zu bekommen (hier ist das Wasser seeehr kalkig). Dadurch haben wir jetzt viel weniger Stress mit Kalk im Wasserkocher usw. Euch noch ein ganz schönes Restwochenende! LG Maren

  • amberlight

    Das Wasserthema ist für mich auch spannendes -und ein schwieriges. Eine Zisterne haben wir auch nicht und mit dem jetzigen Aufwand wäre der nachträgliche Einbau auch nicht wirklich nachhaltig. Das Regenfass bräuchte wiederum – laut dem Mann – zusätzliche Technik, damit es nicht bei Starkregen überläuft und die Struktur des Fachwerkwerkgebäudes bedroht …. ich bin gespannt, welche Lösungen du findest.

  • frausiebensachen

    …und bei uns ist immer so viel Stadtdreck auf dem Dach dass ich das Wasser nicht auffangen mag :((.
    Ansonsten sind wir recht sparsam, stelle ich bei der Abrechnung immer wieder erstaunt fest. Ein Grauwassertank wär schon toll, ist aber baulich nicht realistisch.

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