_Alltag

Januar 2021 – Goldwoche

Beim Anschauen meiner Bilder musste ich festellen, dass es eine Goldwoche war, die hinter mir liegt. Lauter kleine leuchtende Momente mitten im Alltag. Beim Spazierengehen habe ich vor zwei Wochen einen Forsythienzweig gefunden, keine Ahnung, wo er herkam, denn ringsum war kein Forsythienstrauch zu sehen. Nur Nadelbäume und Eichen. Ich hab ihn mitgenommen, in die Vase gesteckt und jetzt öffnen sich nach und nach kleine gelbe Blüten.

Nach einem Durchhänger konnte ich letzte Woche dann doch noch gut arbeiten. Einmal den Fokus wieder gefunden, sind viele Sachen fertig geworden. Nebenher gab es natürlich Homeschooling auf verschiedenen Ebenen. Die eine, die sich auf die Zulassung zum Abitur vorbereitet (das läuft an der Monte etwas anders, weil es da ja keine Vornoten gibt), der andere, den man anhalten muss, überhaupt etwas zu tun, den dritten, den man an manchen Tage zur Notbetreuung motivieren muss, weil es eben doch auch Schule ist und nicht nur Gaudi.

Dadurch, dass wir hier mehr als sonst beeinander und miteinander sind, habe ich das Gefühl, dass sich noch mehr Staub als sonst ansammelt. Oder es fällt mir mehr auf, weil schon seit vor Weihnachten die Putzfrau nicht mehr da war. Vielleicht reicht es nicht, ständig zu staubsaugen, sondern ich sollte doch mal freucht durchwischen. Und Wäsche. Die trocknet jetzt wieder im Wohnzimmer, weil dort der Ofen bollert. Vor dem Ofen standen in letzter Zeit oft Stühle, wo die Wintersachen zum Trocknen aufgehangen waren. An Ordnung ist da nicht zu denken. Eben volle Kanne Familienleben in einem Raum – unserer Wohnküche. Das ist der wärmste Raum, der geselligste, der wo das Leben stattfindet. Und irgendwie wollen auch alle die meiste Zeit da sein.

Am Wochenende war ich einmal ganz abgetaucht. Zwar war ich daheim, konnte mich aber von Freitag abend bis Samstag nacht aus dem Familienleben ausklinken. Da fand nämlich das Frauenkreativseminar statt, wo ich zum Workshopteam gehörte. Die Arbeit hat mir voll Spaß gemacht. Ich habe einen Bibelartjournaling-Kurs angeboten. Am Nachmittag konnte ich selbst noch an einem Workshop teilnehmen: Marmorieren mit Rasierschaum. Was eine Freude, gemeinsam mit anderen kreativ zu werden. Um das Workshopprogramm herum gab es biblische Impulse und wunderbare Gespräche. Wir sassen an beiden Abenden bis spät Abends zusammen und haben uns ausgetauscht. Wie schön, dass das auch online möglich war. Ich habe viel über die Funktionen von Zoom dazugelernt und richtig gute Gespräche geführt.

Am Sonntag war ich dann erstmal platt und habe den Tag zur Erholung und zum Ausruhen genutzt. Jetzt freue ich mich auf eine neue Woche. Ich bin voller guter Dinge, Tatendrang und schöner Termine, auf die ich mich freue. Zum Beispiel heut Abend und am Donnerstag ein Schnörkel-Workshop mit Robert Bree.

Gegessen

Wenn ich unseren Speiseplan schreibe, dann schaue ich im Kühlschrank, was wir noch da haben. Samstags wird unsere Gemüsekiste geliefert, dann kann ich gut abschätzen, was wir kochen wollen und noch dazukaufen müssen. Manchmal ergibt es sich, dass wir einzelne Gerichte austauschen oder wir doch etwas anderes kochen.

Letzte Woche gab es Mais-Bohnen-Salat, Kartoffelgratin (was ich schon am Vorabend vorbereitet habe), zu viel Süßkram, und Pasta mit Champignonsosse, Pizza, Kartoffelbrei mit Gemüsestäbchen, Kürbislasagne, Gemüse und Reisnudeln am Abend.

Speiseplan für diese Woche

  • Montag: Gemüsereis
  • Dienstag: Tagliatelle mit Brokkoli oder Krautsosse
  • Mittwoch: Zuchinipuffer mit Apfelmus
  • Donnerstag: Kichererbsencurry
  • Freitag: Gemüsesuppe

Als weitere Ideen habe ich mir Pizzaschnecken, Kräuterbaguette und Salat, Dhal, Flammkuchen und Blätterteig mit Spinat notiert. Solche Sachen eignen sich vorallem fürs Abendessen.

Gelesen

  • Typefaces | ein Letteringmagazin, was ich neulich entdeckt und mir mal zur Probe bestellt habe. Es ist visuell sehr ansprechend, ich habe noch nicht tiefer hineingelesen.
  • Flamme sein | Die Biografie von Hand Scholl. Ich würde gern schneller lesen können, denn ich mag es sehr in die Geschichte anderer Menschen abzutauchen. Und da gibt es so viele davon!
  • Das Lavendelzimmer | Immer noch versinke ich in der Geschichte von Jean Perdu auf den Spuren seiner Geliebten. Mehr als einmal sind mir schon die Tränen gelaufen. Mich fasziniert die Sprache, die
  • Sei klug und halte dich an Wunder | Ich habe gerade große Freude beim Lesen von Gedichten von Mascha Kaléko
  • Veronika schreibt über das Ausmisten

Dankbar

für die wunderbaren tiefgründigen Gespräche, das Leben selbst, die Fragen und Erkenntnisse im Coaching, die gedichte von Mascha Kaléko, den Kontakt zur Tochter, ausgelagerte Aufgaben an eine Tochterfreundin, die sich etwas Geld verdienen will, meine angekommene Boesner-Bestellung und das frisch gerahmte Bild, Spaziergänge und Gespräche mit dem Mann, der Bibelartjournaling-Kurs, das Gefühl von Gemeinschaft und Gebrauchtwerden, Menschen, die sich auf meinen Schriftenteppiche-Kurs freuen und schon gebucht haben, das Licht draussen.

Notizen

{Eigenwerbung} Nächsten Montag, am 1.Februar, startet mein Schriftenteppiche-Onlinekurs. Den möchte ich als ersten Kurs in meinem eigenen Mitgliederbereich laufen lassen. So richtig mit Fortschrittsbalken und einer Übersicht. Daran arbeite ich nun auf Hochtouren, damit die Technik dann auch stimmt. Es ist so aufregend! Wenn du Lust auf den Kurs hast, kannst du dich hier anmelden. Es gibt Videos und Anleitungen, regelmässige gemeinsame Schreibabende via Zoom und mich für deine Fragen :)

Am Wochenende habe ich vom überraschenden Tod eines alten Bekannten erfahren. Das macht mich sehr betroffen. Ich denke oft an ihn und seine verbliebene Familie.

Der Sterngucker hat letzte Woche aus der Schule einen selbstgetöpferten Teller in strahlendem Orange mitgebracht: „Mama, davon will ich gleich mein Mittag essen“ – ich bin ganz verliebt in das Design und die Farbe.

Der Mann amüsiert mich mit Fundstücken aus dem Internet. Heute hat er einen Wetterbericht gelesen, in dem stand, dass Deutschland eine Sibirische Kältepeitsche droht. Der Sterngucker sass später am Tisch und wusste nicht, was er tun sollte. Der Mann schlug ihm vor, doch rauszugehen in den Schnee zur sibirischen Kältepeitsche. Ich liebe seinen Humor so sehr. Überhaupt erzählt er immerzu so spannende Sachen beim Spaziergang. Ich mag den.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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