_Alltag

Januar 2021

Noch immer im Dazwischen erlebe ich mich etwas ruhelos. Überall liegen Listen und Ideen auf Zetteln herum bei dem Versuch, Überblick zu bekommen und mich zu sortieren. Ein Zustand, der mich mal mehr, mal weniger nun schon seit einigen Wochen begleitet. Am meisten erdet mich das Familienleben. Gutes Essen zubereiten (und essen), lange Spaziergänge allein und mit dem Mann.

Unser Silveser war unspektakulär. Der Wolf findet, wir sind voll die Langweilereltern. Wir saßen am Tisch, schnippelten an unseren Neujahrscollagen, tranken ein bisschen Sekt und knabberten Chips. Es roch nach Räucherstäbchen, das Feuer knisterte und im Hintergrund dudelte leise Musik. Da hat er sich doch lieber ins Bett gepackt und bis zum Jahreswechsel Hörspiel gehört. Der Sterngucker leistete uns Gesellschaft und hielt tatsächlich bis Mitternacht durch.

Neues Jahr also. Leere Seiten, neue Ideen und einige Vorsätze. Ich mache mir immer Pläne und Vorsätze. Und setze mir Ziele. Zum Beispiel alle minus-Balancen der Konten wegmachen. Oder einen Notgroschen ansparen. Wenn das Finanzamt mal keine Forderungen an uns hat. Und weiter am Aufbau meiner Kondition arbeiten. Durch meine psychosomatischen Symptome hatte ich ja eine ganze Weile aufgehört überhaupt Sport zu machen. Spaziergänge ausgenommen. Jetzt arbeite ich mich da wieder hin, zu Laufen oder zu Hopsen ohne dass ich danach gleich einen ganzen Tag erschöpft bin.

Weil ich Neuanfänge mag (neuer Monat, neuer Tag, neues Jahr), fange ich natürlich auch gern neue Kalender und neue Notzibücher an. Ich habe mir ein paar nicht zu ambitionierte Kreativprojekte zum Dranbleiben überlegt. Insgesamt möchte ich es allerdings ruhig angehen. Sehr viele Pausen machen, ausgedehnte Spaziergänge und Raum für künstlerisches Tun und Entfaltung lassen.

Mut

Mein Leitwort für dieses Jahr soll Mut sein.

Mut zur Lücke, mutig vertrauen, vorangehen, nein sagen, laut werden, Haltung haben und hinspüren, was genau ich will. Mut haben, auch mal nichts zu tun und zu warten. Aber auch anderen Mut machen.

Derweil gehe ich mit dem Mann spazieren, springe Springseil, stricke, schreibe und räume hier und da die Schlumperecken im Haus auf. Bei Maria habe ich vor Weihnachten auf Instagram ein Strickpäckchen mit einer Anleitung für einen kleien Maulwurf gewonnen. Den stricke ich jetzt. Zwischendrin erledige ich Kleinkram für den Mann und mich, mache die Steuererklärung für das letzte Quartal und möchte einen Onlinekursbereich auf meiner Kallimagie-Website einrichten. Langweilig wird mir nicht.

Was wir gegessen haben

Apfel-Bananen-Muffins aus dem Buch „Deliciously Ella“, eine Maronen-Suppe aus dem Buch „Weihnachten“ (ein wirklich sehr schönes Buch, woraus wir dieses Jahr einige Rezepte nachgekocht haben) und Rosenkohl mediterran mit Risotto, heute zum Mittagessen.

Notizen

Der Mann hat vor ein paar Tagen unser Doppelbett bei Ebay eingestellt und nicht mehr drangedacht. Wir wollten es gern verkaufen. Ein gutes Bett, vielleicht 8 Jahre alt, Buchenholz und damals für bestimmt 500-700 Euro (den genauen Preis weiss ich nicht mehr) bei Allnatura gekauft. Ich dachte so an 250 Euro, die wir noch dafür bekommen. Heut erzählt der Mann, dass die Auktion beendet ist und jemand das Bett für 1 Euro gekauft hat. Nun ja. Wir haben kurz über uns gelacht und dann beschlossen, dass es das Gleichgewicht zu unserer geschenkten Tischtennisplatte ist und sich jetzt jemand anders drüber freut, so ein Schnäppchen gemacht und ein tolles Bett zu haben.

Do you have a problem in life? Yes: Can you do something about it? No. Why worry?“ (Video dazu)

Wofür ich dankbar bin

Teekassenspenden, liebe Emails als Antwort auf meine Blogposts, Spaziergänge und gutes Essen, Sonne und wenn die Sonne nicht scheint, ein warmes Feuerchen im Wohnzimmer, schöne Wolle zwischen meinen Fingern, ausschlafen und dann meditierend und schreibend den Tag anfangen, all die frischen neu aufgeschlagenen Kalender und Büchlein, aufgeräumte Ecken im Haus

Ein gesegnetes neues Jahr!

Ich wünsche allen meinen tollen LeserInnen ein leuchtendes und gesegnetes Neues Jahr, Frieden im Herzen und Mut für alle kleinen und großen Entscheidungen im Alltag.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

2 Kommentare

  • Barbara Karl

    Liebe Ramona!

    Weißt du was heuer (unter anderem) unser Weihnachtsschmaus war? Das „Filet“ Wellington aus dem von dir empfohlenen Buch „Mein schönster Advent“ – wir hatten (entgegen der „Zeit“) so ein schönes Fest – ich war ganz glücklich! Und ausschlaggebend war (außer, dass wir alle getestet waren), das Essen: es war einfach für jeden was dabei und jeder hat bisschen was mitgebracht… und wir waren zu 9.! Mit Abstand und lüften und Händewaschen….wir haben Fleischesser, Vegetarier und Veganer in unserer Famile (Heinz und ich, unsere 3 Kinder, deren Partner und unsere 16jährige Enkeltochter) – nachdem heuer unsere liebe Katze gestorben ist, die sich immer sehr vor Besuch gefürchtet hat, und mein Sohn zum Beispiel immer mit seiner Freundin nach Bayern (!!) gefahren ist, waren wir nie alle beisammen – nun gibt es in Wien kein offenes Restaurant (Lockdown) und so kam die gemeinsame Feier bei uns zustande…

    Könntest du mir bitte sagen, wo ich die Anleitung zum Maulwurf finde? Der wird ja allerliebst!

    Ich wünsche dir und deiner Familie ein wunderbares gesegnetes Neues Jahr! Sei umarmt von deiner Barbara

  • Suomitany

    Oh wei, das mit dem Bett ist ja blöd gelaufen. Wir hätten auch so ein Bett über. Schlafen schon länger getrennt, aber der Mann mag das Bett nicht hergeben (für mich wäre es dann wie ein eigenes Zimmer gewesen…aber manchmal muss man Ruhe geben. Immerhin habe ich seit Weihnachten einen kleinen Schreibtisch drinnen).

    Auf den Maulwurf bin ich auch gespannt. Ich bin gerade am Socken stricken.

    Ich wünsche dir ein mutiges neues Jahr

    Tany

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