_Alltag

Letzte Oktoberwoche – Donnerstag

Heute regnet es den ganzen Tag. Der Arbeitsvormittag ist produktiv. Ich arbeite an einem Symbol für ein Produkt, wozu ich vorher zum Thema Schumann Frequenzen recherchieren musste. Ausserdem liegt die Version 2021 des Buch der Möglichkeiten in den finalen Zügen. Ich habe wieder ein paar Seiten ergänzt und Themen dazugenommen bzw ergänzt. Vorallem Finanzen, weil ich mich damit fast das ganze Jahr lang beschäftigt habe. Das Buch der Möglichkeiten 2021 kannst du in der Druckversion schon vorbestellen (so weiss ich, wieviele Exemplare ich bei der Druckerei in Auftrag geben muss und habe durch die Vorbestellungen schon ein Startkapital, um den Druck zu finanzieren). Ich denke, dass Ende November sowohl digitale als auch gedruckte Version geliefert werden können.

Insgesamt merken wir, der Mann und ich, die Auswirkungen der nächsten Beschränkungen. Das zieht ja weitere Kreise als man zunächst vermutet. Kunden, die nicht mehr zahlen können, weil ihrerseits Aufträge wegbrechen. Veranstaltungen, die nicht stattfinden, für die ich Werbematerial gestaltet habe. YogalehrerInnen, die ihre Zentren schliessen müssen und nun doch keinen Gong oder eine Gongausbildung leisten können usw. Ich bekomme also innerhalb der letzten Tage mehrere Absagen zu bereits zugesagten Aufträgen.

Zum Mittag koche ich mir Zitronenfenchel (eine Abwandlung dieses Rezeptes). Der Mann hatte sich am Vortag Linsensalat gemacht und noch etwas vom restlichen Risotto erwärmt. Er mag Fenchel nicht so gern.

Ich packe mich in Regensachen ein und fahre zur Schule, wo mein Nachmittagskurs stattfindet. Vorher habe ich immer eine Stunde Pausenaufsicht. Im Regen bauen die Kinder eine Schlammrutschbahn und haben einen Riesenspaß entlangzuschlittern. Als es richtig fest zu Regnen beginnt und die Stimmung kippt, beenden wir die Pause etwas früher und läuten die Nachmittagskurse ein.

Bastellaune

Mit meiner kleinen Basteltruppe hole ich Papier, Scheren und Kleber. Die Bande möchte Masken machen. Zum Glück gibt es noch Vorlagen, die wir einfach gestalten können. Manche Kinder durchbohren Kastanien für Ketten. Ich selbst beklebe Gläser mit buntem Seidenpapier. Irgendwann wird es laut und wild. Wir räumen auf, knuspern die Äpfel, die es nachmittags als Schulobst gibt und gehen dann raus in den Regen. Die Stimmung kippt langsam. Die Kinder sind nass, ihnen ist kalt und sie sind müde. Ich selbst habe Kopfweh bekommen und sehne mich, wie auch die Kinder, nach Hause. Aber gemeinsam halten wir durch bis die Schulbusse kommen. Der Sterngucker hatte am Morgen seine Wechselsachen im Bus liegen lassen. Zu Hause musste er erstmal komplett seine Kleidung wechseln. Wenn der Wechselsachenbeutel morgen früh nicht im Bus liegt, müssen wir am nachmittag zum Fundbüro des Busunternehmens fahren. Da waren wir schon zweimal wegen vergessenen Rucksäcken und Co. Dabei fällt mir ein, dass auch die Regenjacke des Sternguckers verschwunden ist, und wir wissen nicht, wo sie sein könnte.

Der Mann macht seine Tagesmeditation und fährt dann zu seiner Gongsession im Lanserhof am Tegernsee. Die Kinder, also meine jetzt, wollen an ihren Pinatas weiterbasteln. Also kleben und kleistern wir eine Runde bis zum Abendessen. Ich koche einen Topf Spaghetti und Tomatensosse. Während das Essen kocht, übe ich ein paar Töne auf der Trompete. Nach dem Abendessen räumen wir auf, machen es uns auf der Couch gemütlich, schauen Trolljäger und knuspern Birnenspalten. Dann bringe ich den müden und jammerigen Sterngucker ins Bett. Ich lese Ronja Räubertochter vor und kraule ihm den Rücken. Nach einer keinen Kuschelrunde lasse ich ihn allein und kümmere mich um den Rest Haushalt. Dann will ich auch bald ins Bett.

Buchtipp

{Werbung, Rezensionsexemplar}

Ich habe mir vorgenommen, in dieser Woche täglich einen Alltagsblogpost zu schreiben. Mal lang, mal kurz. Und jeden Tag stelle ich hier ein oder mehrere Bücher vor. Mein Stapel mit Rezensionsexemplaren ist ganz schön hoch gewachsen. Da sind ein paar tolle Tipps dabei (und nur die gebe ich auch weiter). Manche Bücher verschenke ich. Es lohnt also, immer wieder reinzulesen und zu kommentieren.

Achtsame Weihnachtszeit

Das Buch kommt schon so festlich daher. Mit edlem Golddruck auf dunklem Grund stimmt es direkt festlich, noch bevor man reingeblättert hat. Stress lass nach! lautet die Überschrift des Einleitungskapitels. Der Text wirbt für Langsamkeit und Besinnlichkeit. Das geht natürlich mit einem Buch in der Hand ganz gut. Und wirklich. Schon das Durchblättern des Buches ist eine kleine Auszeit. Es gibt weihnachtliche Bastel- und Geschenkideen, simple Soulfood-Rezepte und Deko-Ideen. Zeitgeschenke statt Konsum im Kaufhaus und eine Geschnekliste, um den Überblick nicht zu verlieren. Die Anleitungen sind einfach und machbar. So werden aus Tetrapacks stimmungsvolle Lichterhäuschen für die Fensterbank, aus Weinkorken Platzkärtchen für die Festtafel. Sogar unsere Wunschsterne aus dem Buch der Möglichkeiten habe ich darin entdeckt.

Achtsame Weihnachtszeit, Entspannt & Kreativ durch den Advent, EMF, 14,99 Euro

★★★★☆


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

Ein Kommentar

  • Birgit

    Liebe Ramona,
    den Regentag haben wir heute hier:( eigentlich wollte ich mit einer Freundin spazieren gehen…Naja, dafür ist es zu nass, dann vielleicht am Wochenende.
    Wie wird denn das bei Euch ab nächste Woche werden? Darfst Du dann auch noch zu der Kindergruppe?
    Das wird ein noch grauerer November. Dann werden wir viele Kerzen anzünden und für inneres Licht etwas tun:)
    Herzliche Grüße und danke für die Buchvorstellung!
    Birgit

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