_Alltag

Letzte Oktoberwoche – Mittwoch

Der heutige Morgen verlief deutlich besser gelaunt. Alle kamen gut aus dem Bett und auf den Weg. Während die Jungs frühstückten, habe ich eine Aufräumrunde durchs Haus gedreht. Mittwoch ist Putzfrautag. Ich habe also die Wäsche aus dem Bad zum Waschraum getragen, rumliegenden Kleinkram aufgeräumt und die fertige Wäsche abgehangen, gefaltet und den Wäscheständer zusammengelegt.

Als die Jungs aus dem Haus sind, hab ich mich an meine Arbeit gesetzt. Es liegt lauter Kleinkram an, hier eine Mail, dort ein Video hochladen, da Änderungen für Kunden. So vergeht der Vormittag schnell. Die Putzfrau ruft an und sagt ab. Ich packe meine Trompete und gehe zum Einzelunterricht. Das macht mir gute Laune. Die Stunde macht Spaß. Für zu Hause bekomme ich ein Soundfile geschickt, zu dem ich weiter üben soll. Oh when the saints go marching in.

Zurück daheim arbeite ich weiter an den Sachen, die ich vor der Trompetenstunde begonnen habe. Während ich noch an einem Flyer und Webgrafiken arbeite, kocht der Mann uns einen Risotto. Ich mache noch einen Salat dazu. Wir unterhalten uns kurz über meinen herannahenden Geburtstag. Der Mann möchte wissen, was ich mir wünsche. Ich bin, wie oft, hin- und hergerissen zwischen konkreten nützlichen Wünschen (eine Jacke, Oberteile, Unterwäsche, Bücher) und mich überraschen lassen. Ich würde gern einen schönen neuen Schmuck haben, hab aber keine konkrete Vorstellung. Überhaupt weiss ich gar nicht, wie ich meinen Geburtstag verbringen möchte. Es ist ein Dienstag. Morgens habe ich einen Therapie-Termin, ab Abend dann Posaunenchor. Aber dazwischen? Menschen sehen? Kuchen essen? Einen Ausflug machen? November ist ja eher so die Einmuckelzeit. Aber verwöhnen und mich feiern lassen möchte ich schon ein bisschen.

Kurz vor 13 Uhr hole ich die Jungs von der Schule ab. Dann bekommt der Mann das Auto. Er hat Mittwochs Nachmittagskurs an der Schule und fährt danach immer zum Sport. So langsam kommt da eine Routine rein. Die Jungs mögen keinen Risotto zum MIttag. Stattdessen brät der Wolf Schupfnudeln für beide raus, die sie mit Apfelmus essen. Das ist das letzte Glas unseres selbstgemachten Apfelmus. Jetzt könnte ich mal wieder neuen kochen. Äpfel gibt es ja noch genug.

Bis zu meinem nächsten Termin habe ich noch ungefähr eine Stunde Zeit. Ich rufe eine Freundin an, mit der ich schon lange nicht gesprochen habe, und wir ratschen bis ich los muss. Heute habe ich nämlich wieder ein Date mit meinem Osteopathen. Im Wartezimmer male ich an meinem Mandala weiter. Da liegt ein Ausmalheft und Stifte. Jedesmal, wenn ich warte, male ich ein Stück weiter.

Ich geniesse eine Stunde die Knochen gerichtet bekommen, Tipps für meine Verspannungen und meine schmerzende Hand. Diesen Luxus gönne ich mir momentan alle 14 Tage. Ich mache gleich den nächsten Termin aus und auch einen für den Sterngucker, der in letzter Zeit mit dem Kopf knackt und von Ohrgeräuschen erzählt. Das finde ich mit 8 noch ganz schön früh.

Wieder daheim, habe ich einen Luftballon aufgeblasen und angefangen, mit Papiershcnipseln zu bekleben. Ich möchte eine Pinata basteln. Das hat sich der Wolf gewünscht. Wir wollen am Wochenende eine Harry Potter Party machen mit leckerem Essen, Filmmusik und Budenzauber. Mal sehen, welche der Ideen, die in meinem Kopf herumspuken, wir umsetzen.

Zum Abendessen ist der Mann zurück, aber so richtig gemeinsam essen wir heute nicht. ich hatte schon vorher Hunger und hab Brot mit Avocado und Birnen gegessen. Also kümmern wir uns darum, dass die Jungs was essen. Ich hatte überlegt, danach zur Sauna zu gehen, weil heute kein Sensory Awareness ist. Irgendwie war mir aber dann doch nach zu Hause bleiben. Termine, auch wenn es schöne sind, bedeuten ja doch auch immer Unruhe. Heute ist mal ein Leseabend dran.

Nach dem Abendessen gibt es eine ausführliche Bettgehrunde für den Sterngucker: eine Folge Trolljäger auf Netflix, dazu Birnenschnitze. Ich nutze die Zeit um ein paar Runden an meiner zweiten Mai-Socke des Sockenabos weiterzustricken. Ich bin jetzt bei der Spitze angekommen. Juhu! Der Sterngucker massiert mir noch bisschen den Kopf, dann bringe ich ihn ins Bett, lese Ronja Räubertochter vor und kraule währenddessen seinen Rücken. Er hat heute wohl auch ein großes Berühungsbedürfnis.

Jetzt schreibe ich noch meine Aufgabenliste für morgen (das mache ich immer am Abend) und werde mich mit einem Buch ins Bett zurückziehen.

Buchtipp

{Werbung, Rezensionsexemplar}

Ich habe mir vorgenommen, in dieser Woche täglich einen Alltagsblogpost zu schreiben. Mal lang, mal kurz. Und jeden Tag stelle ich hier ein oder mehrere Bücher vor. Mein Stapel mit Rezensionsexemplaren ist ganz schön hoch gewachsen. Da sind ein paar tolle Tipps dabei (und nur die gebe ich auch weiter). Manche Bücher verschenke ich. Es lohnt also, immer wieder reinzulesen und zu kommentieren.

Leuchte wie ein Stern – Das Self-Care-Journal

Bereits vor einigen Jahren habe ich von Meera Lee Patel das Buch „Entdecke dein Leben“ vorgestellt. Nun gibt es ein zweites Buch der amerikanischen Illustratorin und Autorin, was ins Deutsche Übersetzt wurde. Phantasie- und liebevoll illustriert stellt Meera Lee Patel viele Fragen zu deinem Leben und lässt Raum zur Beantwortung direkt im Buch. Eben ein Journal. Mit seinem flexiblen Einband und dem weichen Papier liegt es angenehm in der Hand. Es hat sogar ein Lesebändchen. Und nun gilt es, dich zu entdecken: Was schenkt dir das Gefühl der Verbundenheit mit einer oder einem Fremden? Und mit dir selbst? Kannst du drei Situationen in deinem Leben benennen, in denen du ungeduldig bist? Wie kannst du in jeder von ihnen Geduld üben?

Ich mag solche Fragen zur Selbstreflexion gern. Am liebsten beantworte ich sie im Gespräch mit einer Freundin. Dann kann ich durch das Sprechen in neue Denkprozesse und auf interessante Spuren kommen.

Leuchte wie ein Stern, Das Selfcare-Journal, Meera Lee Patel

Das blaue Selfcare-Journal verschenke ich an meine LeserInnen (im anderen habe ich schon angefangen, reinzuschreiben). Wenn du das Buch haben möchtest, hinterlasse bis zum 1.November einen Kommentar unter diesem Blogpost. Wenn sich mehr als eine Person pro Buch findet, entscheidet das Los. Ich schreibe die GewinnerInnen persönlich an und werde nach der Adresse für den Versand fragen.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

15 Kommentare

  • Eva

    „Leuchte wie ein Stern“ – das klingt so verheißungsvoll. Würde mich sehr über das Journal freuen.

  • Auch Eva

    Hallo, das Journal klingt toll. Das würde ich einer Freundin zukommen lassen, die gerade ein bisschen Leuchten brauchen kann. Viele Grüße

  • Dörte

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Buch was ist für mich, ich würde mich sehr darüber freuen .

  • FrauWeh

    Liebe Ramona,
    schön, dass es wieder runder läuft! Auch ich merke gerade eine gewisse Anspannung, die sich auch auf die Familie auswirkt. Umso wichtiger sind diese kleinen Momente für sich selbst, um wieder Kraft und Zuversicht tanken zu können. Insofern würde ich mich auch über das Buch freuen.
    Liebe Grüße
    Frau Weh

  • Nadine

    Hallo Ramona,

    ich verfolge immer wieder gern deine feinen Einträge…
    Das Buch spricht mich an, ich würde auch gern gewinnen….

    Liebe Grüße,
    Nadine

  • Ines

    Das würde gerade sooo gut passen, weil gerade mein Leben Kopf steht & mich zwingt, mich in mehreren Lebensbereichen (Gesundheit, Beruf…) neu zu orientieren.
    LG

  • Suomitany

    Wie schön, dass ihr alle gestern einen guten Tag hattet.
    Ich freu mich über deinen Einblick und die Impulse. Ich gönne mir alle drei Wochen einen Termin bei meiner Heilpraktikerin.

    Ich springe sehr gerne in den Lostopf für das Buch

    Herzliche Grüße

    Tany

  • Daniela

    Noch leuchten die Blätter an den Bäumen, aber der Herbstwind zieht schon um die Häuser. Nebelregengrau wird sich wohl bald der November über alles legen. Das Tageslicht wird weniger. Wie segensreich mag es da sein, das innere Licht am leuchten zu halten? Trotz allem. Antworten auf Fragen finden, zielgerichtet, statt ins Grübeln zu verfallen. Ich hüpfe gerne mit in den Lostopf. Für mich wäre das Buch ein Gewinn.
    Liebe Grüße * Daniela

  • Marion

    Selfcare ist so wichtig, heutzutage mehr denn je. Ruht man nicht in sich selbst, kann man auch niemand anderen stützen.

  • Birgit

    Liebe Ramona,
    es macht Spaß, Dich durch diese Woche zu begleiten!
    Die Idee mit dem Buch und dem gemeinsamen Ausfüllen mit einer Freundin finde ich klasse!!! Da habe ich gleich ein Freundinnengeschenk für Weihnachten:) Naja und wenn ich das Buch gewinnen sollte… hab ich nichts dagegen :) Danke für die Posts! Herzliche Grüße, Birgit

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.