_Alltag

Leuchtende Dezembertage

Der Dezember verwöhnt uns in den letzten Tagen mit strahlendem Sonnenschein und frostigen -3 Grad. Es gibt schöne Morgen und Abendhimmel, Eisblumen am Fenster, weisser Atem beim Rausgehen und Nebelschwaden durch die Waldgebiete. Ich mag das sehr.Im drinnen haben wir noch gar nicht richtig viel geschmückt, aber es ist trotzdem schon weihnachtlich. Die Kinder haben einen Adventskalender mit Bildertürchen: der Wolf eine winterliche Szene in einem Retrofernseher, die Tochter kitschige handbeglitterte Glitzerkätzchen, der Sterngucker den Anderer Advent Kinderkalender (ich hab die Erwachsenen-Version und eine Adventskalender-Karte von einer lieben Blogleserin). Im Wohnzimmer steht der Korb mit den Weihnachtsbüchern, wo der Sterngucker immer mal wieder eins rausnimmt und drin schmökert. An den Fenstern hängen ein paar Transparentsterne. Mehr gibt es noch nicht. Aber vielleicht bleibt es auch so. Ok. Der Sterngucker will die Pyramide haben. Vielleicht wird es doch noch üppiger.

Gestern, am Mittwoch, hatte ich meinen Schultag. Ich leite den Bastelkurs der offenen Ganztagsschule an der Sternguckerschule. Vorher habe ich eine Stunde Pausenaufsicht im Aussengelände. Bei solchem Sonnenwetter eine echte Freude. Ich stromere durch ein Stück des Waldes, freue mich am noch vom Tag der offenen Tür geschmückten Gelände und dem frostigen Glitzern der Umgebung. In der Feuerschale dampft noch ein bisschen Asche. Mit einem Schmunzeln denke ich an den Geruch der Haare des Sternguckers. Die riechen nämlich besonders Montags und Dienstags immer nach Feuer. Ich mag meine Mittwoche.

Kleine Momente Langsamkeit

Auf dem Rückweg fahre ich dann im Hofladen unterwegs vorbei und kaufe Kartoffeln und frischen Feldsalat. Das schmeckt da nämlich besser als vom Discounter. Den Laden kenne ich schon lange, hab ihn aber wieder neu für uns entdeckt. Dort kann man nur bar zahlen. Das erste mal wusste ich es noch nicht, hatte auch unseren Haushaltsgeldbeutel vergessen. Aber ich konnte meinen Einkauf anschreiben lassen und das Geld später bringen. Ich mag diese Langsamkeit.

Die letzten Mittwoche war ich immer mit dem Wolf beim Zahnarzt. Er hatte eine Reihe von Zahnbehandlungen, die ich gern noch in diesem Jahr haben wollte, weil wir in diesem Jahr schon über die Selbstzahlgrenze der Krankenkasse (300 Euro) drüber hinaus sind. Nun übernimmt die Kasse die Kosten.  Gestern war kein Termin, also konnte ich ganz entspannt nach Hause kommen. Ich war diese Woche ganz Kochmotiviert. Ich hatte ja Anfang der Woche einen schönen Speiseplan geschrieben. So hatten wir diese Woche lauter gute und abwechslungsreiche Sachen auf dem Tisch. Und vorallem genug. Manchmal ist es gar nicht so einfach, für alle hungrigen Mäuler ausreichend da zu haben. Der Wolf bekommt oft abends nochmal Fressanfälle, wo er den Kühlschrank plündert. Dann ist es gut, wenn noch Reste da sind, die er sich warm machen kann. Da wir immer auf den Punkt kochen, haben wir jetzt beschlossen, unsere Mengen zu erhöhen. Das sind so die Feinjustierungen im Alltag.

Am Abend war ich dann beim Sensory Awareness. Das hat mir so wohl getan. Es geht im Kurs hauptsächlich um spüren. Wie liege ich auf dem Boden, was muss ich alles aktivieren, um einen Arm zu heben, wo mache ich Ausweichbewegungen und wie kann sich angemessene Spannung einstellen. Das klingt sehr einfach und unspektakulär, verblüfft mich aber immer wieder von der tiefgehenden Wirkung. Wirklich toll.

Donnerstagsschnipsel von Heute

Mein Donnerstag bestand hauptsächlich aus dem Abarbeiten von Jobs auf meinem Schreibtisch. Zwischendrin tobt hier das Familienleben. Die Tochter räumt auf, weil am Montag unsere finnische Gastschülerin kommt, der Wolf war jetzt einige Tage krank zu Hause, der Sterngucker ist ziemlich verschnupft, aber trotzdem in der Schule. Er zündelt gerade total gern mit Streichhölzern rum, sodass wir seine Kokel-Lust immer etwas in geordnete Bahnen lenken müssen. Feuer anmachen. Kerze anzünden.

Am Nachmittag war ich beim Boesner, um Rahmen und Passepartouts für eine Auftragsarbeit zu kaufen. Danach habe ich noch Fladenbrote beim Türken besorgt. Die gab es zum Abendessen mit Krautsalat, Falafel und anderer leckerer Füllung. Das war mal was anderes und kam bei allen gut an.

Jetzt beende ich den Tag, trinke meinen Restorate* und lese vielleicht noch in einem Buch.
*Seit dem Sommer trinken wir am Morgen und am Abend jeweils einen Drink zur besseren Nährstoffversorgung. Am Morgen sind das hauptsächlich Vitamine (und Omega 3 + Q10), am Abend ein basisches Mineraliengetränk.

Morgen wird auch wieder ein voller Tag. Ich habe Therapie, Arbeit und einen Zahnarzttermin für den Wolf und den Sterngucker. Dann freue ich mich auf’s Wochenende. Denn da möchte ich Herzensbriefe schreiben. In den nächsten Tagen stelle ich mal noch die Bücher vor, die ich im November gelesen habe.


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2 Kommentare

  • gesasglueck

    Liebe Ramona,,
    danke für deinen Einblick! Ich habe da immer viel Freude dran!
    Vielleicht magst du die Weihnachtskinderbücher aus dem Korb mal zeigen bzw. einfach nennen? Bei buch7 nachschlagen kann ich sie ja selbst. Bin immer auf der Suche nach schönen Kinderbüchern für jetzt oder später (die Kinder sind erst 1 und 3).
    Viele vorweihnachtliche Grüße,
    Gesa

  • Mathilda

    Schön! Bei mir zog heute mit Musik etwas WinterWeihnachtsfeeling ein, es ist seit Wochen immer grau u trüb zum WE, die Sonne fehlt, dafür müssen viele Kerzen ran. Warum trinkt ihr diese Drinks? Hat es was mit der Jahreszeit zu tun, wie Vitamin D Tabletten nehmen?
    LG
    Mathilda

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