_Alltag

Mittwochseinblicke – Popupkarten, Texte und die Wut im Bauch

Am Vormittag habe ich eine Weile mit dem Sterngucker am Küchentisch gesessen und den Raum gehalten, damit er seine Schulaufgaben machen kann. Er macht die zimelich selbständig, manchmal ist es aber gut, wenn jemand einfach nur daneben sitzt, damit er sich nicht so schnell ablenken lässt. Der Wolf hat seinen Kram direkt im Bett erledigt. Wir haben hier keine Morgenroutine oder einen bestimmten Ablauf, sondern jeder schaut, dass er seine Aufgaben irgendwie im Laufe des Tages erledigt bekommt. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

Chaos im Kopf

Ich habe eigentlich am Morgen meine beste Arbeitszeit, momentan merke ich aber, wie es sich durch die Anwesenheit der Kinder verschiebt. Der Mann und ich, wir arbeiten ja beide zu Hause und versuchen unsere Aufgaben in den Tag zu verteilen. So hab ich gestern am Vormittag nichts weiter geschafft, dafür aber ein schönes Telefonat mit einer Kollegin geführt. Am Nachmittag konnte ich mich dann aber zurückziehen und richtig was rocken. Ich schiebe shcon eine Weile den Text für einen Artikel vor mir her. Ich bewege die Inhalte im Kopf, mache mir Notizen und Stichpunkte. Gestern habe ich in einem Rutsch ganze 700 Worte für den Artikel schreiben können. Ich werde bescheiden mit meinen Anforderungen an mich. Die Konzentration ist einfach nicht die gleiche, wenn ich immerzu von den Kindern unterbrochen und angesprochen werde. Auf meinem Schreibtisch sieht es aus wie in meinem Kopf: lauter angefangene Projekte und gedanken, unfertige Aufgaben und Ideen. Wah! Ich musste gestern vor Beginn meiner Arbeit erstmal den ganzen Schreibtisch leerräumen.

Bastelfreude

Der Sterngucker hat sich eine Anleitung für eine Pop-Up-Karte angeschaut und nachgebastelt. Das hat er so oft gemacht, bis er sie auswendig konnte. Nach dem Mittagessen (es gab Linsensuppe, die ich schon am Vorabend gekocht habe) hat er uns zum gemeinsamen Pop-Up-Karte basteln eingeladen. Wir sassen also am Tisch und liessen uns von ihm zeigen, wie das geht. Er war so stolz, dass er das jetzt kann. Am Nachmittag hat er gleich mit seinem Bruder als Kameramann ein Tutorial dazu gedreht, was er am Abend mit dem Mann bearbeitet hat, weil er wissen wollte, wie das geht. Am Ende das Tages war er so voller freudiger Spannung über seinen Erfolg und sein Erleben, das war herrlich anzusehen.

 

Draussen hat es endlich geregnet. Nun leuchtet alles in herrlich saftigem Grün. Es ist erstaunlich, wie aus der grauen staubigen Erde sattes schwarz geworden ist, wie die Pflanzen plötzlich einen Wachstumsschub hinlegen. Sie sind in dem einen tag gefühlt mehr gewachsen als in den letzten drei Wochen. Ich erfreue mich an den Tulpen, manche davon Duften herrlich, dem Flieder, der gerade aufblüht und den Maiglöckchen, die ich mir letztes Jahr beim Arbeitstag aus dem Kindergarten mitgenommen habe. Auch mein Weissdorn, auf dessen Blüte ich schon sehnsüchtig warte, öffnet die ersten Knospen. So schön!

Abendprogramm

Am Abend gab es noch eine Sensory Awareness Stunde per Video, wo wohltuende Tränen flossen und sich mein innerstes wieder etwas entrollen konnte: von Wut, Anspannung und verschlossenem Herzen zurück zur Körpermitte, Weite und Leichtigkeit. Es ist immer wieder erstaunlich, was unter dem ganzen Alltag noch in den tieferen Schichten grollt und brodelt.

Gegessen: Linsensuppe zum Mittag | Quinoa mit Artischoken und Gemüse zum Abendessen
Gesehen: Maiglöckchen, eine Freundin per Videochat, meine Sensory Awareness Gruppe per Video
Gespielt: nichts, aber der Sterngucker hat uns Pop-Up-Karten gezeigt
Gestaltet: kleine Schriftenteppiche auf meiner Pop-Up-Karte, eine Collage
Bewegt: kaum. Sensory Awareness am Abend
Vorgelesen: nichts. Der Mann hatte die Bettbringrunde.
Gelesen/ gehört: Die Wiederentdeckung der Spiritualität, Podcast von Madame Moneypenny

Kreative Texte

{Werbung für meinen Onlinekurs} Schriftenteppiche sind Texturen des Herzens – Gebet, Spiel und Meditation. Mit dieser Art des Schreibens findest du mit Stift und Papier zu deiner inneren Mitte. Die Linien bieten dir ein Grundgerüst. Sie sind sicherer Rahmen und Stilmittel zugleich. Unkompliziert und alltagstauglich bewegst du deine Lieblingstexte im Herzen und auf Papier – Poesie, Bibeltexte, Songs und eigene Worte. Du findest mit dem Stift in der Hand zur Ruhe, zum Gebet, zur Meditation. Mehr Infos zum Kurs findest du auf der Kursseite. ich freue mich auf dich. Melde dich gleich an!


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