_Alltag

Mittwochsschnipsel aus unserem Familienalltag

Montag, der sich nicht wie Montag anfühlt – So sollte die Überschrift des Montagsblogposts heissen. Und nun ist heute schon Mittwoch. Ich lasse mal den Anfang des begonnenen Blogposts stehen und schreibe dann einfach weiter.

Es ist also schon wieder Wochenbeginn. Woran merke ich das? Die Kinder haben ihre neuen Aufgaben geschickt bekommen. Wenn ich mich so auf Twitter und in den Blogs umlese, was da an Schulaufgaben und Pensum verteilt wird und unter welchem Druck, frage ich mich, ob wir Glück mit unseren Schulen haben oder die Kinder noch zu jung sind. Ich bin froh, dass die Aufgaben für die Jungs überschaubar sind. Und wenn sie etwas davon nicht schaffen, so what?!

Wir verbringen also unseren Morgen mit ein paar Schulaufgaben: Malfolgen auf dem Pythagorasbrett, Gedicht der Woche (was bei den beiden Jungs obwohl unterschiedliche Klassenstufen und Schulen, das gleiche ist), Rechnen, Lesen, Schreiben. Jeder in dem Maß, wie es für die jeweilige Altersstufe passend erscheint. Zusätzlich noch bisschen kosmische Erziehung/Naturkunde. Da sind jetzt Vögel und Frühblüher zu beobachten, die Natur zu erkunden. Auch Englisch und Musik steht als Vorschlag auf dem Wochenplan.

Der Mann und ich arbeiten derweil, mal gleichzeitig, mal abwechselnd – je nachdem, wie fordernd die Jungs sind. Der Mann koordiniert seine Ausbildungen, Gongbestellungen und arbeitet an seinen Produkten. Ich schreibe Rechnungen, kümmere mich um Schreibkram wie einen Antrag auf Soforthilfe für coronabedingte Liquititätsengpässe, schreibe für meinen inspirationsbrief, Blog und in meinen Facebook-Gruppen. Für einige Kunden habe ich Projekte zu Ende geführt, an denen wir in den letzten Wochen gearbeitet haben. Es ist also immerzu was zu tun.

Gestern kam die neue Ausgabe des Handschrift Magazins, die mir ein breites Grinsen über das Gesicht gezaubert hat. Zum einen habe ich mich so sehr über das herzliche Willkommen im Begleitbrief und Editorial gefreut, zum anderen ist in der Ausgabe mein Artikel zum Thema „den eigenen Stil finden“ abgedruckt. Juhu! Eine Arbeit, die mir so sehr Freude macht. Das Handschrift-Magazin kannst du übrigens auch online bestellen.

Ausserdem kamen neue Rezensionsexemplare von Anselm Grün aus dem Vier-Türme-Verlag. Überhaupt habe ich gerade viele tolle Bücher, die ich hier gern vorstellen möchte. Vielleicht mache ich mal eine Buchwoche?

Vorgestern haben wir Ostereier marmoriert und die Büsche im Garten geschmückt. Ich hatte noch einige Plastikeier und Marmorierfarbe im Lager (use what you have). Leider zu wenige für den Spaß, den diese Technik macht. Wir hätten gern noch weitergestaltet.

Die Kinder haben gemeinsam einen Bienenstich gebacken und sich darüber gefreut, dass er gelungen und lecker geworden ist. Ich habe der Putzfrau heute ein großes Stück für sich und ihren Mann abgegeben. Sie klingte heute und fragt ganz vorsichtig, ob sie putzen soll oder lieber nicht. Da sie eh im Haus ihr Ding macht während wir uns woanders aufhalten, haben wir sie reingelassen und miteinander lachend einen Sicherheitsabstand gehalten. Ist ja ihre Arbeit.

Weil gerade Mittagszeit war, als sie die Küche geputzt hat, haben wir im Büro am Boden gegessen. Solche Ausser-der-Reihe Dinge mögen die Kinder gern. Es gab Mangold-Flammkuchen und bunten Salat.

Was schön ist

Liebevolle Emails von KursteilnehmerInnen und BlogleserInnen, Gaben in die Teekasse, Kontakt mit den Kindern, ein langes Telefonat mit einer Freundin, gutes Essen auf dem Tisch (zB Rote-Beete und Zuchini mit Macadamia Nüssen), gemeinsame Sendung-mit-der-Maus und Spielzeit (das Spiel im Bild heisst Chicago Gangsters von Kosmos), Spaziergänge, Puzzeln, Lesen, berufliche Chancen, die sich auftun, ich fühle mich ganz stabil und in meiner Mitte, uns tut das gemeinsame Miteinander die meiste Zeit gerade gut

Links

  • Der Reiterhof, wo die Tochter viele Jahre reiten war, bittet um Spenden. Es ist unter anderem ein Gnadenhof für Tiere, die sonst geschlachtet werden würden, dort aber noch einen schönen lebensabend verbringen können. Durch den Ausfall der Reitstunden ist nun das Auskommen der Tiere nicht mehr gesichert. Hier kannst du helfen.
  • Einige kostenlose Hörspiele habe ich bei Audible entdeckt.

Hat dir der Beitrag gefallen? Wie bei StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

4 Kommentare

  • Simone aus Bayern

    Hi Ramona,

    Eure Tage sind gut gefüllt und bei Euch gibt es viele leckere Sachen, die Idee mit dem Mittags Picknick im Haus finde ich toll. Wir kochen und backen jetzt auch gerade viel, obwohl wir beide noch zur Arbeit gehen dürfen. Bin gespannt wie viel wir durch die Krisenzeit zunehmen….

    Ich würde mich sehr über das Rezept für den Bienenstich freuen, vor allem über die Füllung. Wir verwenden dafür eine Nachspeisen Creme von Dr. O.

    Alles Liebe und weiterhin eine harmonische Dahorm-Zeid :-)

  • Michaela

    Liebe Ramona, herzlichen Glückwunsch als neues Redaktionsmitglied bei der Zeitschrift Handlettering! Das Foto von Dir sehe ich so gerne und ich hoffe, deine Leser auch. Seid Deine Tochter den Bienenstich gebacken und mitgebracht hat, die Jungs ihn jetzt auch backen können, hätte ich so gerne das Rezept! Meinst Du das wäre möglich? Bleibt gesund und zuhause, viele liebe Grüße, Michaela

  • Marion Kämpfe

    Liebe Ramona, ich habe heute auch das neue Handschrift-Magazin per Post bekommen und war ganz „stolz“, dich (als treue Leserin deiner Blogs) zu „kennen“, als ich deinen Namen als Mitglied des Redaktionsteams las :-)
    Komm mit deiner Familie gut durch diese „kritische“ Zeit!
    Alles Gute und mit besten Wünschen
    Marion

  • andrea

    was du über die schulsituation bemerkt hast passt zu dem, was ich heute unseren elternvertretern geschrieben habe, als es darum ging, den lehrern für ihren einsatz gerade zu danken:

    ‚ich würde mich freuen, wenn wir uns alle erlauben & gegenseitig ermutigen, auch mal einen gang runterzuschalten in dieser besonderen zeit. ich halte es für wichtig, dass wir uns nicht noch zusätzlichen stress machen, mit künstlichen abgabefristen und dem druck, den lehrplan schaffen zu müssen. denn das müssen wir nicht. ich glaube vielmehr, alles, was unser gesundbleiben & gesundwerden unterstützt ist jetzt viel viel wichtiger.ich würde mich freuen, wenn wir unseren lehrern auch dahingehend ein signal geben. das wir nicht erwarten, dass hier alles wie immer läuft. und dass wir uns wünschen, dass sie die zeit auch nutzen, um gut für sich und ihre kinder da zu sein….ich habe von einigen gehört, wieviel besser es ihnen ohne schuldruck geht. ohne das frühe aufstehen müssen, ohne die lautstärke… ja auch in unserer schönen schule, die dahingehend sicher schon besonders ist. in dem sinne ist es auch eine geschenkte zeit, herauszufinden, was uns gut tut und was nicht (mehr). so dass wir gemeinsam danach vielleicht die erkenntnisse nutzen und leben können, auch mitohne corona….

    in diesem sinne ein lieber gruss,
    andrea

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