_Alltag

Montag – Alleinsein, Schreiben und Frühling

Wir haben nun Faschingsferien. Der Wolf verweilt ein paar Tage bei seinen Großeltern, der Sterngucker ist bei uns und im Kindergarten. Die Tochter führt eh ihr eigenes Leben. Neulich sagte der Sterngucker: „Ich will wieder, dass die {Tochter} kein Motorrad hat, weil dann war sie viel öfter zu Hause.“ Nun ja. So ist das wohl mit den großen Geschwistern. Als ich damals große Schwester war, war mir überhaupt nicht bewusst, was mein Ausfliegen für meinen kleinen Bruder bedeutete. Das habe ich erst Jahre später erfahren.

Wochenendschnipsel

Das Wochenende haben wir am Freitag mit unserem Monatsdate eingeläutet. Termine besprechen, Pläne machen und Dinge reflektieren, die uns gerade beschäftigen. Diesmal haben wir echt viel gelacht. Wir sind bei der Detailplanung für unseren Kreativ- und Gongworkshop, dem wir gern einen ansprechenderen Namen geben wollen. Wir sassen also zu einem kleinen Brainstorming zusammen und überlegten uns, was eigentlich der Mehrwert, das Tolle an dem Wochenende ist. Wir schrieben uns eine kleine Liste und erfanden eine Reihe an wohlklingenden (oder nicht so passenden) Titeln. Eins davon war „Schöpferinnen im Fluss“ und wir mussten beide lachen, weil wir ein komplett unterschiedliches Bild vor Augen hatten. Ich die volle weibliche Schöpfungskraft im Flow. Der Mann dachte an Frauen, die im Fluss stehen und mit Eimern Wasser schöpfen. Unser Wortspiele gingen weiter, immer zwischen englischen Titeln und deutschen, die Worte nach Klang und Gefühl austestend. Bis wir merkten, dass manches in Englisch einfach besser klingt. Seeds of Power zum Beispiel klingt doch toller als Samen der Kraft. Damit hatten wir solchen Spass. Nun heisst der Arbeitstitel für den Workshop SDK19. Klingt doch voll einladend, oder? So vom Gefühl her…

Es ging mir jetzt fast 1,5 Wochen gut. Nun ist meine Erschöpfung zurück. Ich merke aber, wie ich geduldiger mit mir geworden bin und nicht mehr so verzweifle. Ich gehe nach wie vor viel Spazieren. Besonders schön ist das, wenn die Sonne scheint. Dann setze ich mich gern in den Wald auf eine Wurzel und geniesse das Sein. Ich höre den Vögeln zu, atme den Waldgeruch und zeichne oder schreibe auch mal in mein kleines Moleskine Diary.

Allein zu Haus

Den Sonntag hatte ich für mich. Der Sterngucker war verabredet, der Mann mit dem Wolf bei seinen Eltern, die Tochter mit Freunden unterwegs. Also habe ich mir mein Scriptorium eingerichtet und an meinem Bibel-Psalmen-Projekt weitergerschrieben. Ich komme da nur langsam voran. Als ich dem Projekt zugesagt habe, hatte ich eine vollkommen falsche Vorstellung vom Umfang der Arbeit. Aber es geht voran. Es fehlen noch 19 geschriebene Zeilen. Dann geht’s an die Details. Für diese 19 Zeilen brauche ich ungefähr eine Stunde.

Es hat sich gut angefühlt, den Tag ganz im eigenen Fluss zu gestalten. Zu wechseln zwischen Schreiben, Lesen, Stricken, Essen und Spazierengehen. Während des Strickens habe ich einen weiteren Vortrag von Dr. Johannes Hartl angehört: Hochsensibel oder Prophetisch. Ich habe mir einige im Gebetshausshop runtergeladen und bin gespannt auf inspirierende Impulse. Ich habe ein schlichtes Tuch angefangen mit einer bunten Noro-Wolle.

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Am Samstag waren wir beim Sport und in der Sauna. Ich hab heute noch Muskelkater. Aua.

Dankbarkeit

Das Dankbarkeitstagebuch reist zu Marion. Viel Freude damit!

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In den letzten Tagen hat mich tolle Blogleserinnenpost erreicht. Ein Buch und eine Hyazinthenzwiebel, liebevollste Worte, Teechen und Schokolade. Vielen Dank an die Postverschickerinnen. Und auch an die Teekassenfüllerinnen. Das fühlt sich gut an!

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Im Garten kommen jetzt endlich auch die ersten Krokusse und Schneeglöckcken zum Blühen. Ich freue mich über jede einzelne Blüte so sehr. Und wenn dann noch die Bienen drin herumsummen – hach Frühling!

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Die Wochenendschnipsel verlinke ich zu Alu und Konsti. Dort gibt es auch andere Wochenendeinblicke zu sehen.

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Zum Mittag gab es heute Linsensuppe und Tomatensuppe, die der Mann von seinen Eltern mitgebracht hat. Für den Rest der Woche schreiben wir wieder einen Speiseplan. Hier ist unsere Vorlage zum Ausdrucken und Ausfüllen (pdf).


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht jetzt hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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