Montag – Regenwettergedanken

Montag – Regenwettergedanken

Es ist schon den ganzen Tag grau und nieselig. Gestern abend gab es ein Gewitter und die ganze Nacht Regen. Ich mag Sommerregen. Bei offenem Fenster im Bett liegen (was ich gestern mit frischer Bettwäsche bezogen habe) und dem raschelnden Regen lauschen. Das Klopfen auf das Dach, das Tröpfeln in der Dachrinne und das Rauschen in den Bäumen. Auch die Regenwetterstimmung draussen. Das ist meine liebste Arbeitsatmosphäre. Nicht zu heiss, nicht zu kalt.

Den Vormittag habe ich zum Arbeiten genutzt. Da wollen Flyer überarbeitet und druckfertig gemacht werden. Ausserdem Überweisungen und Umbuchungen (Anfang des Monats – das Schulgeld will bezahlt werden. Dazu lege ich mir immer Geld auf ein anderes Konto und buche es rechtzeitig am Monatsanfang um), ein Blick in die Kallimagie-Facebookgruppe und mit dem Mann besprechen, was in den nächsten Tagen noch anliegt. Die Zeit vergeht wie im Fluge, ich habe immer noch genügend Aufgaben für heute auf meiner Liste stehen.

Zum Mittag kocht der Mann vegane Bolognese. Dazu gibt es Tagliatelle. Ich mag keine Bolognese-Sossen, deshalb esse ich meine Nudeln einfach mit Zucchini und Tomate. Dann gehe ich eine Runde spazieren. Die abgekühlte, nieselnasse Frischluft tut gut. Ich weine ein paar Tränen, die einfach so kommen, fühle mich abwechselnd angespannt und wieder schlapp. Mir fallen Menschen ein, denen es viel schlechter geht, die aber so viel stärker sind mit dem, was sie alles tragen. Ich komme mir albern und empfindlich vor. Ungeduldig motze ich vor mich hin, möchte, dass alles wieder gut ist, ich in meiner Kraft bin, sich die Schwere wieder löst. Dann fällt mir der Spruch von Pema Chödrön ein.

„Nothing ever goes away until it has taught us what we need to know.” -Pema Chödrön

Nichts geht jemals vorüber bis es uns nicht gelehrt hat, was wir wissen müssen. Dann gibt es wohl noch was zu wissen. Ich gehe zurück nach Hause. Drinnen kommt es mir plötzlich so warm vor. Ich bepacke das Auto mit den Kleiderspenden für Manuela*, die ich bringen möchte. Dann mache eine kleine Pause und lese weiter in Miroloi* (Buch7) und beginne diesen Blogpost zu tippen. Ich möchte ein neues Theme installieren und ein bisschen aufräumen. Den Blog gibt es schon seit 2009 bei WordPress (vorher habe ich auf anderen Plattformen gebloggt). Da hat sich einiges angesammelt. Ich stöbere gern in den alten Beiträgen. Sie erzählen so viele Geschichten.

Dann ist es Zeit zu fahren. Ich bringe die Kleidung weg und auf dem Rückweg bestücke ich zwei Büchertauschregale mit Büchern, die wir nicht länger brauchen. Fühlt sich gut an, wieder etwas Platz geschaffen zu haben und zu wissen, dass die Sachen noch jemanden glücklich machen können. Wieder zurück daheim braucht der Mann das Auto, weil er einen Termin hat und danach noch einkaufen fährt. Ich arbeite noch ein bisschen an einer Präsentation und Kleinkram, der auf meinem Tisch liegt (zum Beispiel der Speiseplan und die Einkaufsliste). Die Kinder vertun sich den Tag im Haus. Hören Hörspiele, spielen und streiten sich hin und wieder. Es wird mich früher oder später wieder zu meinem Buch ziehen. Vielleicht beginne ich auch, das Lego zu sortieren. Die Jungs spielen nicht mehr damit. Ich möchte es sortieren und verkaufen, so richtig weiss ich nur noch nicht, wie. Alles auf einmal? In Sets? Wo überhaupt?

Ich bin heute müde, deshalb möchte ich heute früh ins Bett zu gehen. Mal sehen, ob das klappt. Frische Bettwäsche und Regengeräusch.

 

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