Novemberbunte Mittwochsschnipsel

Novemberbunte Mittwochsschnipsel

Gerade bin ich sehr verliebt in die Novemberfarben. Morgennebel, Tagesdunst, zwischendrin klare Himmel mit Bergsicht. Im Nebelgrau leuchten noch die letzten gelben Birkenblätter und das Rotbraun der Buchen. Das gefällt mir sehr, und ich wünschte, ich könnte die Stimmung irgendwie auf Papier bringen. Caspar David Friedrich konnte sowas glaube ich. Aber der bin ich ja nicht.

Ich hatte ein sehr beschauliches Strohwochenende. Der Sterngucker kränkelte etwas vor sich hin, weshalb wir die meiste Zeit im Wohnzimmer vorm Feuer verbracht haben. Der Wolf war von früh bis spät verabredet. Wir haben gemeinsam Pizza gebacken, gespielt und gekuschelt. An Details erinnere ich mich gar nicht mehr. Ich habe viel auf der Couch gesessen und gelesen.

Kreatives Potenzial

Es scheint, dass der November bei mir traditionell ein Monat ist, wo mein Konto einen tiefen Seufzer von sich gibt. Ich grüble dann, wovon ich Weihnachtsgeschenke kaufen möchte und wie es überhaupt weitergehen soll. Nun ist das aber eh so bei Selbständigen, dass es mal auf und mal ab geht. Das kenne ich schon. Zuerst stresst es mich immer ein wenig, dann kann ich mich aber in die Situation hinein entspannen. Am Wochenende habe ich den Switch richtig bemerkt. Von Enge und Stress hin zu Dankbarkeit und Handlungsfähigkeit. Was solche Krisensituationen aller Art nämlich immer wieder mit sich bringen ist ein großes Potenzial an Kreativität. Wir sind aufgefordert, uns Lösungen zu überlegen, zu reflektieren und kreativ zu werden. Das sehe ich jedesmal als große Chance (wenn auch nicht immer sofort).

Ich habe mir also am Wochenende alle Einnahmen und Ausgaben angeschaut und genau unter die Lupe genommen, wohin was fliesst und ob es nötig ist bzw was verändert werden kann oder muss. So habe ich zB regelmässige Rücklagen für die Schulgeldvorauszahlungen der Kinder als Dauerauftrag auf dem Konto. Die Schule des Sternguckers hat aber keine Schulgedlvorauszahlungen mehr. So konnte ich diesen Posten verändern. Und so habe ich mich durch mein ganzes Konto gearbeitet, Abos gekündigt oder pausiert etc. Das hat zwar meine Situation nicht schlagartig verbessert, mir aber das Gefühl gegeben, dem nicht ohnmächtig ausgeliefert zu sein. Das macht in der Haltung viel aus für mich.

Nun gut. Die offenen Kundenrechnung gehen hoffentlich bald auf meinem Konto ein, dann entspannt sich die Lage wieder. Und ausserdem ist der November ja bald rum. Ha!

Im Moment sein

Am Montag habe ich einen Freundintag verbracht. Das ist immer ein Highlight in meinem Kalender. Wir treffen uns ungefähr alle zwei Monate und reden, kochen, basteln miteinander. Das geht immer sehr tief und nährt mich auf vielen Ebenen. Dennoch kam ich am Abend ganz schön müde und erschöpft zurück. Am Freitag treffe ich eine andere ebenso liebe Freundin. Wir machen einen Ausflug nach Prien zum Bummeln. Für mich bedeutet das aber auch, dass ich alle Arbeit, die anliegt auf die Tage drumherum verteilen muss, um mir solche Zeiten freizuschaufeln. Verzichten möchte ich darauf aber auch nicht!

Heute ist wieder mein Schultag. Ich fahre sogar ein bisschen früher hin, damit ich noch einen kleinen Auftrag erledigen kann. Am Samstag ist Tag der offenen Tür an der Schule und ich beschrifte die Wegweiser. Am Nachmittag hat der Wolf nochmal einen Zahnarzttermin (herrje, noch 2!) und eine DVD muss zur Bibliothek zurück. Am Abend ist dann Elternabend in der Sternguckerschule und Sensory Awareness. Ich versuche ganz im Moment zu sein und einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Das gelingt mir in der Schule bei den Kindern am Besten. Da habe ich keine Ich-müsste-noch-Grübelein im Kopf, sondern bin einfach da. Das mag ich.

Soviel ein kleiner Gruß von mir.

Was schön ist

Liebste Post von Blogleserinnen, Feedback per Email, der Mann mit seinem Humor, Lego bauen mit dem Sterngucker, ein Aufsatz aus der Schule des Wolfes, der mich zum Schmunzeln gebracht hat, Adventskalenderbastelei, Mittagspausenspaziergänge und schöne Gespräche mit dem Mann, ein sich in mir ausbreitender Frieden trotz allem drumherum, Hoffnung, mich inspiriert fühlen

 

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