_Alltag

Regen und Sturm

Es ist unglaublich, wieviel Regen vom Himmel kommen kann. Bei uns hat es seit Sonntag Nacht und den ganzen Montag durchgeregnet. Nicht nur so bisschen Nieselregen, sondern richtig dicker, fetter, nasser Regen. Dazu hier und da eine Dosis Sturm. Ein interessantes Wetter. Sonntag Abend fand ich das noch ganz romantisch als ich ins bett ging. Offenes Fenster, Regenprasselgeräusche auf dem Dach. Mittlerweile findet man auf den umliegenden Feldern überall Pfützen in Größe eines kleinen teiches, wo überall Enten drauf schwimmen. Wo kommen die plötzlich her? Das ist wie Regenwürmer, die bei Regen aus der Erde kommen. Nur halt Enten auf Pfützen.

Ich habe den gestrigen Tag genutzt, um einiges aufzuarbeiten, was liegengeblieben ist. Zuerst habe ich Rechnungen geschrieben, damit wieder Geld reinkommt. Passiert ja nicht von allein sowas. Hier ein Telefonat, da eine Email, schwupp war der Vormittag schon um, obwohl ich wirklich nicht getrödelt habe. Drei Stunden sind halt auch echt wenig.

Zum Mittagessen gab es Kartoffelbrei, Gemüse und für die Jungs gebackenen Camembert. Ausserdem habe ich Borschtsch vorgekocht, den es heute zum Mittagessen gab. So ein gutes Rezept!

Beide Jungs hatten kurz. Der Sterngucker wollte sich nach dem Mittagessen noch verabreden, also hab ich ihn zu seinem Freund gefahren. Am Nachmittag hab ich mich um Kundenkontakte für mich und den Mann gekümmert und neue Aufträge angenommen. Das mag ich.

Mit dem Motorrad durch den Regen

Näher zum Abend stand dann wieder eine Logistikrunde an: Sterngucker abholen, Tochter am Bahnhof abholen (ich hatte sie wegen des starken Regens am Morgen mit dem Auto zur Bahn gefahren). Währenddessen kam der Mann von seiner Arbeitsreise nach Hause. Es gab ein schnelles Abendessen mit allem, was der Wochenend-Kühlschrank noch hergab. Dann musste die Tochter ihr Motorrad zum Service bringen. 25 min durch den strömenden Regen. Wir verabredeten uns vor der Motorradwerkstatt und fuhren zeitversetzt los. Tatsächlich schaffte sie die Fahrt durch den Dauerregen. Das fand ich doch sehr beeindruckend. Es war ja schon im Auto anstrengend genug in der Dunkelheit, mit dem Regen, den tiefen Pfützen auf der Strasse und den blendenden entgegenkommenden Autos. Ja, die Motorradtochter finde ich immer wieder toll. Als sie ihren Führerschein gemacht hat, haben kritische Stimmen angemerkt, ob es sich lohnt, für die zwei Jahre die es noch bis 18 und damit dem Autoführerschein braucht, überhaupt den Mottorradführerschein zu machen. Aber ich sage: es hat sich sowas von gelohnt. Für uns alle. Sie ist unglaublich daran gewachsen, hat mehr Freiheit und Unabhängigkeit, und ich hatte natürlich in der ganzen Zeit eine enorme Entlastung durch wegfallende Fahrdienste, die es hier auf dem Land einfach braucht. Und jetzt macht sie ihren Autoführerschein.

Auch heute Nacht hat es weiter gestürmt, das Wetter ist unbeständig und wechselt zwischen Sonne, Sturm und Schneeregen. Mein Tag ist etwas von Telefonaten zerfasert, aber insgesamt auch produktiv. Ich konnte einige Dinge mit dem Mann besprechen und ein wichtiges Thema mit der Therapeutin beleuchten. Langsam kommt mein Geruchssinn zurück, er ist noch nicht in feinen Nuancen und vollumfänglich da, aber es wird! Ich kümmere mich nun noch um kleinere Jobs, die ich gut auch am Nachmittag bearbeiten kann.

 

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