Samstag – 12 von 12 im Januar 2019

Samstag – 12 von 12 im Januar 2019

Gestern Abend ist mir noch eingefallen, woher ich meinen Muskelkater im Rücken habe. Nicht vom Rodeln, sondern vom Schneeschippen!

Wir schlafen aus und pellen uns erst gegen halb 9 aus dem Bett. Der Sterngucker ruft gleich nach dem Frühstück seinen Freund an und will sich erneut verabreden. Ich hab noch nichtmal meinen Tee ausgetrunken! Die Verabredung klappt. Ich telefoniere noch mit meiner Mutti, der Sterngucker zieht sich in Windeseile an. Ich hatte mit der Freundmutter 10 Uhr ausgemacht, weil ich noch fertig frühstücken wollte und die Einfahrt vom neu gefallenen Schnee freischaufeln musste. Das ging dann schneller als gedacht.

Die verbleibenden 20 min nutze ich, um schnell noch Flur und Treppe zu saugen und das Bad wenigstens grob zu putzen. Dabei fällt mir auf, dass der Tadelakt mal wieder eine Behandlung braucht. Ich stelle mir die Dose als Erinnerung hin und bringe dann den Sterngucker zu seinem Freund. Währenddessen steht auch der Wolf auf.

Schon lange wünsche ich mir ein Futterhäuschen für die Vögel. Jetzt, wo die Schneedecke so dicht geschlossen ist noch dringender als sonst. Sie finden ja auf unserem Kompost ein kleines Schlaraffenland. Aber nun ist alles schneebedeckt. Aus einer alten Kiste baue ich ein kleine Notfutterstation und stelle einen Teller mit Körnern hinein. Jetzt hoffe ich, dass sie das irgendwie entdecken. Das frag ich mich ja eh, woher sie das plötzlich wissen sollen, dass es da jetzt Futter gibt. Riechen die das? Nee, oder?

Dann pflege ich die Badwand, hänge Wäsche auf und setze mich dann mit dem Wolf zusammen, um mit ihm über das Minecraftthema zu sprechen. Wir notieren, was uns beiden wichtig ist und wie wir gemeinsam eine gut funktionierende Lösung finden können. Weil wir alleine daheim sind, nutzen wir die Zeit und räumen sein Zimmer auf. Er trennt sich von vielen Sachen, auch seinem Lego und ist ganz glücklich über das nun sehr leere und klare Zimmer. Wir finden, dass neben dem Regal jetzt ein Sessel cool wäre.

Als wir fertig sind, trifft er sich mit einem Freund aus dem Ort. Ich räume derweil weiter auf. Das Zimmer vom Sterngucker braucht auch wieder etwas Ordnung. So bin ich den ganzen Tag mit räumen und gruscheln, sortieren und wegwerfen beschäftigt. Wir machen das regelmässig und doch sammelt sich immer zu wieder neuer Krempel an. Ich ärgere mich ein bisschen über das ein oder andere sinnlos gekaufte Spielzeug, was kaputt gegangen ist oder nie wirklich genutzt wurde. Schade drum.

Ich gönne mir eine Lesepause, Tee und Schokolade. Der Wolf ist zurück und schreibt mit seinem Freund.

Zum Mittag esse ich Nudeln und Salat. Am Abend gibt es Kartoffelsuppe (und nochmal den Mais-Bohnen-Salat). Das Essen bereite ich schonmal vor, bevor ich den Sterngucker gegen 17 Uhr abhole. Er wird müde sein vom Rodeln und Spielen. So war es die letzten Tage immer.

Es ist Bettgehzeit. Der Sterngucker freut sich über sein fast fertig aufgeräumtes Zimmer und würde am liebsten gleich wieder alles erkunden und losspielen. Stattdessen lesen wir und schauen uns die Zeichnungen in meinem Moleskine-Diary von letztem Jahr an, weil er auf dem Wohnzimmertisch das diesjährige liegen sah und sich erinnerte, dass ich noch andere Bilder gemalt hatte.

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Ich höre gerade das Hörbuch des Romans „Der Zopf“* (Buch7), was mir sehr gut gefällt.

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Bei Bora hab ich eine Strickmütze gewonnen. Ach, und neulich auf Instagram eine Etepetete-Gemüsekiste. Wie war gleich nochmal mein Monatsmotto?! :)

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12 Bilder am 12. eines Monats. Das ist 12 von 12. Schon seit vielen Jahren bei Caro.

Ein Gedanke zu „Samstag – 12 von 12 im Januar 2019

  1. Liebe Ramona,
    wie schön Dich gerade so oft lesen zu können. Gerade diese Alltagseinblicke der letzten Tage öffnen in mir einen Raum, lassen mein Herz weit werden und ganz warm fühlen. Sind es doch oft die so „normalen“Dinge , die verbindend wirken.
    An dieser Stelle auch nochmal ein großes Dankeschön für Dein WUNDERvolles Buch der Möglichkeiten.Ich liebe es😊
    Danke,Danke,Danke!!!
    Liebe Grüsse aus dem verregneten Norden, sendet Dir Ines Düe.

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