_Alltag

Schnipsel in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien

Wenn ich meinen Kalender aufschlage, finde ich dort einen Eintrag nach dem anderen – ganz typisch für die letzten Tage vor den großen Sommerferien. Auch dieses Jahr. Da stehen schöne Dinge, wie Freundintreffen und Auszeitstunden, aber auch Verpflichtungen. Am Freitag spielen eine Freundin und ich die Musik zur Schulkinderverabschiedung im Kindergarten. Seit ein paar Jahren sind wir sozusagen die Gitarre-Cello-Kombo für das Übergangsritual. Dieses Jahr gibt es zwei neue Lieder. Die haben wir letzte Woche schonmal geprobt. Am Donnerstag treffen wir uns nochmal.

Hier und da leisten wir die letzten Elternarbeitsstunden für die Schule. Ein letztes Mal Pausenaufsicht, Kuchen backen, Buffetbeitrag für ein Teamessen, Hilfe beim Abbau der Bänke. Eben so Dinge, die in einer Gemeinschaft anfallen. Wir müssen pro Schuljahr 48 Stunden Elternarbeitszeit leisten, an der Tochterschule 12. Durch den Wegfall der Schulfeste sind auch einige Chancen für Arbeitsstunden weggefallen, dafür gab es zusätzlich Putzdienste und Aufsichten.

Ich merke eine gewisse Müdigkeit in mir drin. Ein Aufseufzen in den letzten Atemzügen des Schuljahres. Am Donnerstag und Freitag bekommen die Kinder ihre Zeugnisse bzw Jahresbriefe. Sie bekommen ja keine Zeugnisse im klassischen Sinne, weil es an den Schulen der Kinder keine Benotung gibt. Und dann sind erstmal Ferien. Juhu!Ganz spontan hat der Wolf beschlossen, noch seinen Geburtstag (der war im Mai) nachzufeiern und das mit einem Abschiedstreffen mit seinen Freunden zu verbinden. Er wird im neuen Schuljahr die Schule wechseln – eine Entscheidung, die wir nun schon eine ganze Weile mit uns herumtragen und die zu fällen uns wahrlich nicht leicht gefallen ist. Vorallem mir nicht. Und weil der Wolf feiern möchte, fiel auch dem Sterngucker ein, dass auch sein Geburtstag in die Ausgangsbeschränkungen gefallen ist. Also bekommt auch er seine Feier. Jetzt planen wir also hier auf die letzten Meter noch zwei Geburtstagstagsfeiern und unser Sommerfest.

Dann fahre ich mit den Kindern für eine Woche zu meinen Eltern. Mein Neffe wird eingeschult und es gibt eine Schulanfangsfamiliensause. Möglicherweise brauche ich nach den vielen Festen und Zusammensein mit Menschen danach erstmal einen Aufenthalt im Kloster oder so.

Am Wochenende hatte ich die Idee, unseren Tisch und die Bank von der Terrasse in den Garten zu stellen. Dort gibt es früher am Nachmittag schon Schatten. Uns allen gefällt der neue Tischplatz und Perspektivwechsel sehr. Wir schauen auf unser Haus, sind umgeben von Grün und sitzen im Schatten. Überhaupt ist es im Garten schön. Am coolsten finde ich gerade immer noch, vorm Mittagessen rauszugehen, kurz zu graben und mit einer Schüssel voller Kartoffeln in die Küche zu gehen und sie zum Essen zuzubereiten. Das hat was.

Compassion Scarf

Neulich erreichte mich ein kleines Packerl von Maria aus Berlin. Darin war der angestrickte Compassion-Schal von Caro (kostenlose Anleitung in ihrem Blog) – ein Gemeinschaftsprojekt, was sie auf Reisen geschickt hatte. Sie hatte die ersten Maschen des Schals angestrickt und ein kleines Begleitheft beigelegt. Nun reist der Schalt eine Liste von Mitstrickerinnen ab und jede darf ihre persönliche Strickhandschrift beitragen – so es dir bei kraus-rechts gibt. Ich mag solche Projekte. Maria hatte mir eine große rosafarbene Fläche hinterlassen, die ich mit einem schmalen Streifen weiss eingefangen und einem passenden zarten Stickblümchen durchbrochen habe. Der Schal ist nun mit einem kleinen Goodie zur nächsten Strickerin weitergereist. ich bin gespannt, wie er sich weiter entwickelt.

Kreativ durch den August

Für den August plane ich das August Art Journal – eine kostenlose Sommerchallenge rund um Kreativität und Skizzenbuch, Spaß am Zeichnen und künstlerisch experimentieren. Wenn du dabei sein möchtest, kannst du dich hier eintragen. Dann bekommst du ab dem 1.August jeden Tag eine Email mit einer Inspiration, einem Minitutorial oder einem Gedanken. Eine Sommeraktion zum Dranbleiben, für Freude und Leichtigkeit.

Eigentlich wollte ich auch eine Reihe an Mini-Workshops per Zoom anbieten, habe mich aber gestern dafür entschieden, das nicht zu machen und den August einfach etwas ruhiger angehen zu lassen. Meine Spaziergang-Botschaft für die nächsten Wochen ist „Gehe langsam“. Und das möchte ich gern auch auf meinen Alltag übertragen. Also lasse ich die Zoomcalls weg und vertraue, dass sich auch so Einkommensquellen ergeben und für mich gesorgt ist.

Inspirationen gesucht

Bei Madame Moneypenny wurde ich neulich an das Bucketlist Thema erinnert. Das hat mich inspiriert, mal wieder mein Buch der Möglichkeiten aufzuschlagen und nach meiner eigenen Bucketlist zu schauen. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass ich sogar schon ein Häkchen setzen kann (40 Tage Weiß tragen – dazu steht noch ein Blogpost aus). Bucket Lists kann man übrigens auch rückwärts denken. Hier habe ich drüber geschrieben, wie das geht und was das bringt.

  • Hast du auch eine Bucketlist? Was steht da drauf?

Hm. Was beschäftigt mich noch? Meine gefühlte Unbeweglichkeit und Verspannungen. Ich komme nicht recht in Aktivität hinein, finde keine Routinen, die mir gut tun oder Aktivität, die mich entlastet. Da irre ich gerade etwas orientierungslos herum. Nachdem ich durch meine psychosomatisch bedingte Schwächephase eine Pause im Fitnesstudio gemacht habe und lange genug Fördermitglied war, habe ich den Vertrag gekündigt. Nun bin ich aber wieder bereit, aktiv zu werden, merke aber dass ich es langsam angehen muss, weil mich zuviel Aktivität immer noch schnell erschöpft. ich hatte das Laufen wieder angefangen, aber nicht regelmässig durchgehalten. Ich suche also nach einem programm, nach einer Strategie, mir selbst auf diesem Wege etwas Gutes zu tun. Das Wissen udn die Möglichkeiten hätte ich theoretisch in mir, aber manchmal sieht man ja den Wald vor Bäumen nicht. Jetzt stöber ich dauernd auf irgendwelchen Online-Fitness-Angeboten herum, will aber eigentlich nichts extra, brauche aber etwas zum Durchhalten.

  • Wie hälst du dich fit? Was ist deine Strategie? Kannst du ein Programm empfehlen?

Wenn ich schon bei Inspirationsgesuchen bin, mache ich gleich weiter mit einer Frage nach Kultur- und Geheimtipps in Bamberg. Ich werde meine eigentlich im April geplante Freundinreise nach Bamberg im Oktober nachholen und freue mich schon sehr darauf.

  • Hast du einen ultimativen must-see Bamberg Tipp? Ein Café, Restaurant, Kulturangebot, Ausstellung, Lädchen, Museum…, was du empfehlen kannst?

Und noch einen anderen Reisetipp: Wenn ich zu meinen Eltern fahre., werde ich diesmal mit den Kindern im Auto unterwegs sein. Für die 5 Stunden Autofahrt habe ich mir überlegt, eine Art Ausflug draus zu machen und entlang der Autobahn ein bisschen die Gegend zu entdecken. Vielleicht gefällt uns ja ein besonderer Zwischenstopp und wir können ein bisschen Zeit während der Fahrt als Pause nutzen. Etwa an der Talsperre Pöhl oder sowas. Die Strecke führt uns entweder entlang der A9 von München nach Leipzig oder entlang der A93 und A72. Je nachdem, welche Strecke ich wähle.

  • Hast du Tipps für Ausflugsziele entlang einer dieser Autobahnen, wo es sich gut mit den Kindern (8, 12, 18) verweilen lässt?

Bis zum nächsten Blogpost. Einen neuen Computer hab ich ja schon ;) Den hat der Sterngucker mir gebastelt. Mit allem, was ein Computer braucht. Das Trackpad ist da, um den Pfeil zu bewegen. Deshalb steht da auch Pfeil dran. Und ein erster Blogpost ist schon angelegt. Praktisch, was?


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Kasse für Wertschätzung und Seelenfreuden. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder ein Buch und Schokolade. Danke <3

5 Kommentare

  • CoBa

    Hallo,
    die Talsperre Pöhl ist tatsächlich sehr schön, aber auch die Talsperre Pirk bietet sich an, ein paar Schritte in der Natur zu gehen.
    Wenn euch eher nach Kultur ist, dann gibt es in Zwickau das August-Horch-Museum mit Infos zur Automobilgeschichte. Das könnte vielleicht für deine Jungen interessant sein. https://www.horch-museum.de/
    In Syrau, in der Nähe von Plauen, gibt es eine Tropfsteinhöhle – die Drachenhöhle – zum besichtigen. https://syrau.de/drachenhoehle/
    Viel Spaß beim Planen und Entdecken.

    Viele Grüße
    CoBa

  • andrea

    fithalten ist ein lustiges wort. so würde ich das was ich tue nicht bezeichnen, aber ja, vielleicht inspiriert es dich ja trotzdem :)
    ich hab mir seinerzeit in ein paar einzelstunden ein yoga-programm zusammenstellen lassen, was meinem körper gerecht wird.
    sozusagen ein special sonnengruss. den mache ich jeden morgen wochentags (ausnahmen bestätigen die du weisst schon).
    ansonsten fahrad, schwimmen, muttersein, garten, haushalt, hunderunden. ich finde, das ist mehr als genug bewegung.
    liebe grüße und schönste ferien!

    die a73 ist ganz nah an ilmenau. dort gibt es ein erlebnisbergwerk und eine sommerrodelbahn, ein feines freibad und ca. ne halbe stunde weg
    die bergbahn in oberweissbach und das fröbelmuseum. sehr zu empfehlen.

  • jongleurin

    Sehr interessant mit der Bucketlist, danke dafür!

    Ich selber habe vor 1,5 Jahren meine zweite Tochter bekommen, vor drei Monaten abgestillt und nun kehrt hier erstmals seit der Corona-Schließung aller Institutionen wieder so etwas wie ein Alltag ein, der etwas Luft verschafft. Und ich merke, wie auch meine Energie wieder kommt, mich gezielt zu bewegen. Ich liebe dafür sehr das Portal fitnessblender (fitnessblender punkt com): hunderte kostenlose Videos mit zwei unaufgeregten, freundlichen TrainerInnen, über die Filteroption kann man alle Längen Schwierigkeiten, Trainingsarten etc aussuchen. Das ist großartig. Wenn ich nach der Einschlafbegleitung eigentlich noch so richtig Sport machen wollte, es dann aber nur noch für zehn Minuten Pilates reicht – dann mache ich mir keinen Kopf, sondern eben nur noch zehn Minuten Pilates. Diese Flexibilität ist mein „Programm“. Vielleicht passt das ja auch zu dir.

    Liebe Grüße aus Hamburg!

  • frausiebensachen

    Wie fein daß ihr jetzt Ferien habt! Ich wünsch dir eine gute Reise und viel Erholung!

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