_Alltag

Septembermittwoch

Gestern wachte ich müde, zerknautscht und mit schlechter Laune auf. Eigentlich hatte ich ausreichend und genug geschlafen. Der Mann und ich pampten uns am Frühstückstisch an, nichts fühlte sich harmonisch und schön an. Der Tag konnte eigentlich nur besser werden. Ich mag solche Tagesstarts nicht.

Ich fuhr den Mann zum Bahnhof. Danach hatte ich mit dem Sterngucker einen Friseurtermin, bis dahin aber noch 45 min Zeit. Es lohnte nicht, zurück nach Hause zu fahren, um dann gleich wieder loszumüssen. Also ging ich mit den Jungs auf den Spielplatz, wo sie sich austobten. Ich hatte derweil Zeit in meinem Buch zu lesen und paar Reihen zu stricken.

Arbeitstag im Kindergarten

Nach dem Friseur fuhren wir zum Kindergarten. Immer am Ende der Sommerferien sind Arbeitstage, wo wir gemeinsam den Kindergarten für das neue Schuljahr vorbereiten. Da werden Spielsachen repariert und die Sträucher geschnitten, Regale gesäubert und alles schön gemacht. Es wurde für alle gekocht, sodass wir auch gemeinsam Mittag essen konnten. Meine Laune war schon viel besser. Ich mag die Kindergartengemeinschaft sehr.

Ich kümmerte mich um die Schuhsammlung vom letzten Flohmarkt. Die gespendeten Schuhe schicken wir an Shuuz, wo sie weiter verkauft oder recycelt werden. Insgesamt sind sechs große Kartons gespendet worden. Später reinigte ich im Malatelier die Farbbehälter und strich sie neu an. Heute vollende ich das noch und lackiere einmal drüber.

Nach gemeinsamen Kuchen, Sahne, Eis und Kaffee sind wir dann nach Hause gefahren. Der Wolf wurde schon etwas ungeduldig. Die Tochter wollte auch zu ihrer Verabredung gefahren werden. Zu Hause gab es eine Runde Kindergeschrei. Irgendwie sind alle noch dabei, sich wieder aufeinander einzustellen. Ich fuhr also die Tochter zum nächsten Bahnhof. Dann wieder nach Hause, wo ich ein bisschen schreiben und Kleinkram erledigen konnte bis der Mann sich meldete. Der Sterngucker war draussen zum Spielen mit dem Nachbarsjungen.

Sensory Awareness

Gegen 17 Uhr holte ich den Mann vom Bahnhof ab. Während er sich in seinem Zimmer eine kleine Runde ausruhte, machte ich mir eine Kleinigkeit zum Abendessen. Ich wollte später zu einem Sensory Awareness Kurs gehen. Das hatte sich im Kindergarten in einem Gespräch ergeben, und ich war sehr neugierig auf den Abend.

Der Kurs hat mich sehr überwältigt. In seiner Einfachheit (wir sollten nur am Boden liegen und mit einer geführten Anleitung bestimmte Bewegungen ausführen und spüren) hat er bei mir so viel ausgelöst und klargemacht, daß die Tränen nur so flossen. Auf dem Rückweg sammelte ich noch die Tochter ein. Gegen 20:30 Uhr waren wir dann daheim.

Ich bin insgesamt ca 90 km rumgefahren, um Familie zu diversen Orten zu kutschieren. Eigentlich hätte ich noch ein Businesstelefonat. Das haben wir aber auf Donnerstag vertagt. Ich bin dann nur noch erschöpft in mein Bett gefallen.

Heute hatten wir schon einen Arzttermin und gleich gehts weiter im Kindergarten. Langweilig wird es mir nicht.

4 Kommentare

  • Jana

    Liebe Ramona,
    habt Ihr mit euren Kindern auch diese elenden Mediendiskussionen?
    Wie regelt Ihr das? (Tablet, Serie, Nintendo…)
    Bei uns ist das ewiges Thema.
    Und wenn unser Junge bei Freunden ist (wo es tolle Baumhäuser gibt + Tiere und Bauernhof + so), so kommt er doch zurück + hat dort nur vor irgend einer „Kiste“ gesessen“.
    Die Freunde (8-9 Jahre alt) konsumieren ihre Medien alle frei. Bei uns gibt es 2-3 x eine halbe Stunde in der Woche PC, Nintendo bzw. 7 x eine halbe Stunde DVD.
    Ich frag mich, was ist mit den Kindern los?
    Keine reale Abenteuerlust?
    Liebe Grüße + einen schönen Sonntag,
    Jana

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