_Alltag

Tagebuch im November 2020 – Donnerstag 26.11.

Der Tag ist in Nebel gehüllt. Das Autothermometer zeigt 0,5 Grad Aussentemperatur. Brr. Donnerstage sind meine Draussenarbeitstage. Also ausserhalb von Daheim und auch viel im Freien. Solange wir noch Elternarbeitszeit leisten, lege ich meine Pausenaufsichten auf die Donnerstage, weil ich da eh nichts weiter schaffe.

Was meinen Tag gefüllt hat

Auch heute komme ich schwer aus dem Bett, es wird aber ein guter Morgen. Ich mache ein Feuerchen, draussen ist es richtig kalt. Heute beginne ich nichts Großes, sondern erledige Kleinigkeiten, chatte ein bisschen mit einer Freundin und fahre kurz vor zehn zur Pausenaufsicht zur Schule. Heute gibt es für mich nicht so viel zu tun. Hier und da halte ich ein Schwätzchen, draussen, mit Maske und Abstand. Ich freue mich jedes Mal über die Kinder. Die kleinen, die mich kennen, grüßen und mit Dinge erzählen. Die großen, die ich zum Teil schon seit dem Kindergarten des Wolfes kenne und jetzt groß werden sehe. Da laufen sie als Teenager über das Schulgelände. So spannend! Wir sind jetzt schon 8 Jahre an der Schule. Der Hausmeister stellt den Weihnachtsbaum auf. Am Nachmittag ird er von den großen Kindern angeschmückt.

Wieder daheim bin ich erstmal durchgefroren. Für den Nachmittag brauche ich eine Schicht mehr. Brr. Mit dem Mann bereite ich das Mittagessen zu. Es gibt Bratlinge aus roten Bohnen, kartoffeln, Gemüse und einen Rote Beete Salat dazu. Ein feiners Massaker entsteht auf dem Schneidebrett. Das Essen nährt und wärmt mich. Dann muss ich schon bald wieder los. Erst Mittagspausenaufsicht, dann Bastelkurs. Heute gestalten wir Kerzen. Dazu habe ich rote Stumpenkerzen gekauft, die wir mit Wachsplatten bekleben. Dabei hören wir ein Hörbuch und haben es gemütlich.

Auf dem Rückweg springe ich noch kurz in den Supermarkt. Der Wolf hatte sich Limonade gewünscht. Ich finde noch ein Spannbettlaken, was ich direkt mitnehme, weil unsere gerade alle kaputt gehen. Nix Konsumauszeit, hehe. Der Sterngucker ist mit dem Bus nach Hause gefahren. ich habe seine Sachen mitgenommen. Er ist Donnerstags immer in der Tonwerkstatt und hat eine Spinnenspardose getöpfert.

Zu Hause übernimmt der Mann das Auto und fährt zu seiner Donnerstagsgongsession an den Tegernsee. Ich kümmere mich um das Abendessen. Es gibt die Bratlinge vom Mittag als Burger. Dann folgt das übliche Bettgehritual. Ich lese dem Sterngucker Robin Hood vor und erinnere mich, wie sehr ich damals schon die Geschichte gemocht habe und mich mit Robin Hood und seinem Leben im Wald identifizieren konnte. Ich entdecke da Gemeinsamkeiten mit Ronja Räubertochter und frage mich, ob in so Vorlieben für bestimmte Geschichten auch Werte stecken, die wir in unserem Leben anstreben oder gut finden.

Ich stelle mit dem Wolf noch ein Wichtelgeschenk für das Klassenwichteln zusammen. Zum Glück habe ich eine Kleinigkeit in der Geschenkekiste, die passend erscheint.

Was mich erfüllt hat

die Arbeit an der Schule, das Kerze-Gestalten mit den Kindern

Konsumauszeit

Ein Spannbettlaken gekauft, kaum auf Instagram und Co abgehangen

Gelesen

Jemanden in einer Krise beistehen

Robin Hood vorgelesen

Gehört

Dankbar

die Arbeit an der Schule, die gemeinsamen Mittagessen mit dem Mann, wertschätzendes Feedback zu meinem Textura-Kurs, der nun zu Ende ist, jede Kursbestellung

Notizen

Ich brauche wirklich eine Winterjacke. Das kann ich nun nicht mehr vor mir herschieben. Welche Modelle habt ihr so? Ich bin mir noch unsicher, wonach ich eigentlich suche. Walkjacke oder Mantel oder Funktionsjacke in mehreren Lagen …


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4 Kommentare

  • Jeannette

    Ich liebe ja Walkmäntel und die Kuschligkeit und Bewegungsfreiheit, die sie bieten. Außerdem knistert nichts wie bei so anderen Outdoor-Materialien. Das mag ich im Wald gar nicht, wenn ich selbst so künstliche Geräusche von mir gebe.
    Es ist nicht so leicht, einen Walkmantel in einer guten und ökologischen Qualität zu bekommen. abraten kann ich von Mänteln, bei denen noch andere Baumwolle in die Schurwolle gemischt ist. Die halten nicht lange.
    Ich habe seit Jahren diesen hier: https://maas-natur.de/damen/anoraks-maentel-jacken/detail/doubleface-walkjacke-V6313.html und bin zufrieden. Mir ist der Mantel dick genug, ich bin aber auch eher hitzig veranlagt.
    Wenn du eher so der fröstelige Typ bist, sind vielleicht Mäntel von Mufflon was für dich.

    Liebe Grüße und eine gute Zeit für dich!
    Jeannette

  • Jeannette

    PS. Das Massaker-Bild hat mich ziemlich erschreckt. ich hab gedacht: Jetzt kommt die Geschichte von einem abgeschnittenen Kinderfinger samt Krankenhausdrama …
    Rote-Bete-Salat ist natürlich viel nervenschonender ;-)

  • Maren

    Ich fand das Mittagessenfoto soo ansprechend, hab direkt Hunger bekommen.

    Jacken: Ich habe mehrere, da ich auch ein paar ältere aufgehoben habe (z.B. einen Funktionsmantel, einen blauen Dufflecoat). Seit mehreren jahren trage ich einen richtig dicken Mantel, der eher schick ist, von Esprit. Den gebe ich dann immer nach dem Winter in die Reinigung und bisher sieht er noch toll aus. Neulich habe ich Werbung für angeblich nachhaltige Winterjacken von Elkline gesehen, die fand ich optisch sehr ansprechend, vielleicht auch was für deine Zwecke mit Spaziergängen, Aufsicht und Co. LG Maren

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