_Alltag

Tagebuch im November 2020 – Mittwoch 11.11.

Schnelle volle Tage. Ich versuche gerade, mein Tempo etwas zu reduzieren. An einigen Stellen gelingt es mir schon, an anderen leider noch nicht. Ich habe große Sehnsucht nach Urlaub und beschlossen, mir wieder konsequent ein paar freie Tage zu nehmen. Und wenn ich sie nutze, um im Bett zu liegen und zu lesen. Oder für einen Ausflug an den Chiemsee. Bei Leonie Dawson habe ich gelesen, dass sie sich einfach eine Bootstour gebucht hat. Da hätte ich ja auch Lust drauf!

Was meinen Tag gefüllt hat

Ich beginne den Tag mit einer kurzen Laufrunde und einem kleinen Freundinschnack auf dem Rückweg. Dann steht Erwerbsarbeit auf dem Plan. ich erledige Dinge für einen Kunden. Für ein Seminar, wofür ich im Januar gebucht wurde, erhalte ich eine Absage. Ich dachte es mir schon fast. Der Mann bringt das Auto zur Werkstatt. Es braucht eine Inspektion und Winterreifen. Derweil nutzen wir ein Auto vom Autoteilerverein. Die Werkstatt ruft an. Unsere Stossdämpfer müssen erneuert werden und der TÜV auch. Und im Frühjahr brauchen wir neue Sommerreifen.

Ich bitte den Mann, doch mal eine Tabelle mit den bis Ende des Jahres zu zahlenden Forderungen zu erstellen. So langsam wird es nämlich unübersichtlich. Uff.

Die Putzfrau kommt und kümmert sich um unser Haus. Derweil kochen wir Mittag. Ich esse eine schnelle Suppe mit Gemüse udn Mienudeln, der Mann bäckt Pfannkuchen. Ich stelle die Mülltonne nach draussen und heize den Ofen ein.  Ich brauche nämlich warmes Wasser, um meine Haare zu waschen. Ausserdem ist es kalt, weil die Sonne schon zwei Tage nicht geschienen hat. Da fällt dem Mann ein, dass wir ja wieder Holz für den Winter brauchen. Er ruft beim Bauern an. Da redet er dann immer ganz bayrisch. Das finde ich lustig. Wahrscheinlich so, wie ich sächsisch rede, wenn ich mit meinen Freundinnen oder meinen Eltern telefoniere.

Der Mann startet noch eine Ladung Pfannakuacha für die Jungs zum Mittag udn fährt dann zu seinem Nachmittagskurs zur Schule. Ich setze mich zu den essenden und lauten Kindern. Heute ist mir alles zu viel. Der Geräuschpegel, das Gestreite, das gelangweilte Rumgehänge.

Ich schreibe Rechnungen und trage noch Termine in den Kalender für nächstes Jahr ein. Dann höre ich mit Arbeit auf und blättere ein bisschen durch Bastelbücher und Pinterest auf der Suche nach Ideen für meinen Nachmittagskurs. Ich schreibe Briefe, bereite ein Stickbild vor, was ich auf Instagram entdeckt habe und nachsticken will.

Ein Kunde schreibt von einem Problem auf der Website, das schaue ich mir kurz mit dem Mann an und repariere es. Das geht schnell. Dann fällt uns ein, dass schon seit Wochen unser Gefrierfach vereist ist und abgetaut werden muss. Wir geben uns einen Ruck und machen das gleich. Also hauptsächlich der Mann. Ich bereit derweil Abendessen vor. Der Mann isst Linsensalat. Ich hole mir Feldsalat im Garten und mache mir Feldsalat mit Süßkartoffeln.

Ich hänge den vollen Wäscheständer ab und zwei gewaschene Maschinen Wäsche auf. Am Abend habe ich Sensory Awareness per Zoom. Ich bin richtig müde und kann danach zum Glück gut einschlafen.

Was mich erfüllt hat

Das gemütliche vor-mich-hin-Basteln, die Vorbereitung für das Stickbild, Briefe schreiben, der leckere Feldsalat

Konsumauszeit

Ich habe zum Geburtstag einen Ringana-Gutschein bekommen, den ich fast mit einer Bestellung eingelöst hätte. Da fiel mir noch rechtzeitig mein #konsumauszeit November ein.

Gelesen

  • Madame Moneypenny schreibt in ihrem Mittwochs-Memo-Newsletter einen Text, der mir gut gefallen hat.

„Ich warte darauf, dass Corona vorbei ist und ich mein Leben weiterleben kann.“
Du kannst nicht darauf warten, dass etwas vorbei ist, um dann zu deinem Leben und deinen Träumen zurückzukehren.
(…) Wenn du darauf wartest, dass alles perfekt ist, wirst du nie etwas auf die Strecke bringen.
(…) Es gibt kein „nach Corona“.
Es gibt dein Jetzt.

Warte nicht, fange an.
Trotz allem.
Wegen allem.

Ich mochte den Text so gern, weil ich dieses „nach Corona“ nicht verstehe. Corona ist nichts, was vorüber geht. Es wird uns bleiben. Vielleicht gehen wir anders damit um. Aber ich glaube nicht, dass wir zur alten Realität zurückkehren werden.

  • Der Weg des Künstlers Julia Cameron Ich möchte das 12 Wochen-Programm nochmal starten. Vielleicht mag ja jemand als Buddy mitmachen?
  • Einfach Basteln Kids Das Buch habe ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen. Da sind einige nette und einfache Ideen drin, wo ich mir einige für meinen Nachmittagskurs ausgesucht habe.

Dankbar

Heute bin ich dankbar für die Putzfrau und wie danach unser Haus aussieht, den Mann, der unser Gefrierfach wieder schön gemacht hat, den frischen Feldsalat aus dem Garten und liebevolle Geburtstagspost (mit einer schönen Perlenkette und Geld) DANKE!

Notizen

Caro hat auch dieses Jahr wieder einen Naturkinder Adventskalender und ausserdem als kostenloses Goodie eine Anleitung für eine Slouchmütze.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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