_Alltag

Tagebuch im November 2020 – Montag 2.11.

Der November ist da. Heute zeigt er sich mit sonnigem, schwül-warmen Wetter. Ich war ganz überrascht, als ich vor die Tür trat, das es so warm ist. Zwischen meiner Arbeit möchte ich ein bisschen weiter Tagebuchbloggen. Ich gebe zu, eure freundlichen und ermunternden Kommentare haben mich motiviert weiterzumachen. Also habe ich mir ein kleines Gerüst gemacht, wo ich schnell und einfach unterm Tag ein paar Notizen zu meinem Tag ausfüllen kann.

Was meinen Tag gefüllt hat

Wäsche abgehangen, direkt gefaltet und sortiert, neue Wäsche angestellt, Emails sortiert und beantwortet (45 min!), Wochenimpuls in meiner Facebook Gruppe, Gewinner der Bücher ausgelost und angeschrieben, einen Artikel für das Handschrift-Magazin (für meine Schreiberein probiere ich gerade das Programm Scrivener aus) – die Konzentration ist schwierig, weil Ferienkinder rumhängen, ich schaffe 900 Worte am Vormittag

Kürbissuppe gekocht und mit der Familie und dem Nachbarskind gegessen, noch eine Wäscheladung zum Trocknen aufgehangen, eine Mittagspause mit einer Tasse Grüntee und Keksen, währenddessen zwei Lessons des Collage-Kurses von Lynn Whipple angeschaut und Lust auf Collagen bekommen, eine Schüssel voll Himbeeren im Garten geerntet, Post für die Nachbarin angenommen und rübergebracht, mit dem Mann eine Stunde spazieren gewesen und über seinen Onlinekurs und noch fällige Steuerrückzahlungen gesprochen, die Partydeko weggeräumt (den zusätzlichen Tisch von der Terrasse habe ich im Wohnzimmer stehen gelassen und nutze ihn zwischenzeitlich als Arbeitsplatz. Hier ist es wärmer, und in meinem Büro hat sich die Zockerbande breitgemacht, weil dort das Lan-Kabel und somit besseres Internet ist. Mal sehen, wie lange ich das so dulden werde.)

Abendessen für die Familie bereitet (Brotzeit und Reste vom Vortag), Trompete geübt, einer verlorengegangenen Lieferung von Flyern für einen Kunden nachgegangen, vier Reihen am Sockenbündchen der zweiten Juni-Socke gestrickt, zwei Entwürfe der Grafik für ein Produkt überarbeitet und exportiert

Was mich erfüllt hat

Himbeeren im Garten, Herbstsonne und die Schönheit da draussen, der Spaziergang mit dem Mann, eine Email mit herzlichem Feeback und einem Dank für meine täglichen Posts. Wenn jemand schreibt, dass meine Blogposts ermuntern und Kraft geben, dann berührt mich das sehr. Ich schreibe hier von meinem Alltag und Gedankengeblubber und erfreue damit jemanden. Wie toll ist das denn? Dazu fällt mir ein Zitat ein, was ich vor langer Zeit schon mal in einem Onlinekurs von Marianne Williamson auf Commune mitgeschrieben habe:

„If someone goes to bed tonight and their life is better because they interacted with you today, you were a success.“

Konsumauszeit

Ich habe dran gedacht, dass ich diese Woche gern zum Boesner fahren würde, um ein bisschen durch die Gänge zu schlendern und mir neue Kreativmaterialien zu kaufen (weil ich ja gar keine habe, haha). Dann fiel mir mein #konsumauszeit Vorhaben ein. Also kein Boesner erstmal. Ich schreibe aber eine fortlaufende Wunschliste und brauche nichts wirklich dringend.

Gelesen

„Heute früh habe ich entschieden, nicht mehr über die Dunkelheit zu jammern, sondern ein paar Lichter anzuzünden.“ schreibt Veronika Smoor in ihrem Blog und hat die schöne Idee mit dem Lichtkoffer (ich überlege, wie ich so eine Idee umsetzen könnte, ich habe ja leider keinen Hauskreis. Sowas funktioniert vielleicht aber auch als Wanderpäckchen.

Im Buch „Buddha Bowls Super Easy Vegetarisch“ von Tanja Dusy blättere ich auf der Suche nach inspirationen für unsere Mittagessen. Ich werde aber nicht wirklich fündig. Da gefällt mir „Buddha Bowls vegetarisch“, was ich schonmal vorgestellt habe, deutlich besser. Daraus gibt es auch eine Bowl morgen zum Mittagessen.

Giannina Wedde schreibt in einem Post auf Facebook (- ich hab leider keine Ahnung, wie ich einen FB Beitrag ausserhalb von FB verlinken kann) einen sehr schönen Text mit dem Titel „Die stillen Heiligen“ Daraus ist dieser Ausschnitt:

„Wessen Stimme vertraust Du? Welcher Hand vertraust Du Dein Leben an? Dort, wo wir Antworten suchen, sind wir so leicht zu blenden, leicht zu trösten und zu verführen. Es ist an der Zeit, neu hinzuhören, neu hinzusehen, und zu bejahen, dass der Schleier der Täuschung fallen will. Randvoll sind wir mit Kontakten, doch arm an Begegnung. Randvoll mit Vernetzung, doch arm an Gemeinschaft. Randvoll mit Erklärungen, doch arm an Gewissheit. Ein tiefer Wunsch wird wach und wacher, den Menschen wirklich zu sehen, und wirklich gesehen zu sein – hineinzuwachsen in das Leben, das wir uns eben noch erklären lassen wollten; in den Moment, den wir gerade noch missachteten, auf der Suche nach dem besseren morgen, das nie kommt.“

Gehört

Das Hörbuch zu „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron habe ich nun zu Ende gehört und beschlossen, dass ich das Buch nochmal lesen will. Weil es ja ein 12-Wochen-Mitmach-Programm ist. Da bin ich eher visuell und möchte die Fragen lesen und eine Struktur visuell erfassen. Das geht im Hörbuch nicht so gut. Mal sehen, ob ich es irgendwo gebraucht finde. Aber nicht mehr diesen Monat.

Dankbar

Für die ehrlichen Worte einer Freundin, Blogteekassengaben, für Zeit im Bett zum Schreiben, meine Flexibilität und Ideen, den Sterngucker und seine Kindersprüche, die Schlagfertigkeit der Kinder, der Nachbar, der mit den Jungs beim Skatepark war, damit sie Bewegung haben, die Gespräche mit dem Mann beim Essen und zwischendrin und das Vertrauen meiner KundInnen.

Notizen

Gestern Abend habe ich noch mein Maha-Buch (Bulletjournal) für diesen Monat neu angelegt. Die erste Seite sieht immer so aus wie im Bild oben. Das ist meine Monatsübersicht. Auf der linken Seite schreibe ich die Tage, unterteilt durch Striche für die Wochen. In die Tage kommen die Termine und wichtige Notizen rein (für die Uhrzeiten habe ich meinen kalender. Das ist nur für einen groben Überblick im Monatsverlauf). Die fünf Spalten ganz vorn sind Habittracker. Das ist jeden Monat bisschen was anderes, je nachdem, wo gerade mein Fokus liegt. Diesen Monat: Trompete üben, Sport/Bewegung, Jorunaling/Morgenseiten, Create. Eine Spalte ist noch frei. Mal sehen, wie ich die besetze. Auf der rechten Seite notiere ich mir wichtige Wochenziele oder Meilensteine, was ich in der entsprechenden Woche alles geschafft haben will. Dort stehen auch die laufenden Kurse und Termine für Newsletter & Co.

Letzte Woche habe ich ja ein paar Bücher vorgestellt und verschenkt. Natürlich haben sich pro Buch einige Interessentinnen gefunden, weshalb ich ganz klassisch Lose gebastelt und von den Kindern ziehen lassen habe. Die Buchverlosung-Gewinnerinnen sind (ich schreibe euch persönlich an wegen der Adresse für den Versand):

  • Christmas for Future: Corinna
  • Handlettering: Andrea
  • Selfcare: Daniela
  • Socken: Heike

Draussen ist es überraschend warm gewesen.

In der Post kam eine Jacke für den Wolf, die der Mann über Ebay Kleinanzeigen gekauft hat und ein neues Paket mit Powerdrinks und Joghurtkulturen für die nächsten drei Monate.

Eigentlich hatten wir heute ein Frühstücksdate im Kalender stehen, aber tja.. – das Café darf ja nicht offen haben. Also haben wir entschieden, unser Daten trotzdem stattfinden zu lassen. Daheim. Der Mann bringt vom Einkaufen leckere Frühstückssachen mit. Dann lassen wir uns eben von den Kindern bedienen und besprechen unsere Themen am heimischen Küchentisch. Die Jungs spielen eh gern Restaurant.

Speiseplan für diese Woche

Beim Spaziergang haben wir einen Speiseplan für diese Woche überlegt. Der sieht so aus:

Montag: Kürbissuppe
Dienstag: Bowl mit Süßkartoffeln und Kichererbsen
Mittwoch: Selbstbelegburger
Donnerstag: Pasta mit Spinat-Sahnesosse
Freitag: Kartoffelbrei mit Gemüsestäbchen und Karottengemüse
Samstag: Reis mit Dhal und Gemüse/Curry (noch nicht näher definiert)

Ideen für Abends sind Champignontoast, Masi-Bohnen-Salat, Fenchel-Orangensalat

Im Kühlschrank liegen zwei Chinakohle (-köhler, -kohls?). Was mach ich denn mit denen? Ausser Kimchi.

Huch, das war jetzt ganz schön lang, was?


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

4 Kommentare

  • gesasglueck

    Wir lieben Chinakohl-Möhren-Salt mit einem Meerrettich-Joghurt-Dressing! Vielleicht ist das ja auch was für euch?

    Vielen Dank für deine Einblicke! Irgendwie erdet und fokussiert mich das Lesen bei dir sehr! Danke <3

  • Anja

    1000 dank, daß Du Deinen Tag teilst. Ich freue mich jedesmal sehr, wenn es wieder einen neuen Beitrag von Dir gibt. Das ist Gerade in Zeiten wie diesen ein soooo besonderer Schatz.

  • Eva

    Liebe Ramona,
    ich springe heute mal über meinen Schatten und bewege mich aus der Comfortzone, da ich sonst im Internet so gut wie nie kommentiere etc.
    Heute möchte ich Dir aber mal ein Feedback zu Deinem Blog dalassen. Ich lese schon einige Jahre still bei Dir mit und liebe Deine Gedanken, Dein Reflektieren und Deine warmherzige und feinfühlige Art. Dein Blog erdet mich jedes Mal, wenn ich selbst in einer schwierigen Phase bin. Viele Dinge rücken sich durch das Lesen Deines Blogs und Deinen Blick auf die Dinge für mich wieder gerade. Ich bewundere, wie Du mit drei Kindern und Selbständigkeit Dein Leben jonglierst. Es sind die kleinen Dinge, wie das Lesen aus Deinem Alltag, die mir immer wieder ein wohliges Gefühl verschaffen. Vielen Dank, dass Du uns an Deinem Leben teilhaben lässt und für die Zeit, die Du ins Schreiben investierst! Herzliche Grüße Eva G.

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