_Alltag

Wir haben auch trübe Tage

Gestern war es kalt und trüb, innen wie aussen. Ich fühlte mich ziemlich unmotiviert und merkte, dass es mir schwer fällt, mich zu konzentrieren. Mein Fokus geht schnell abhanden, ich kümmere mich nur um ein Minimum an Aufgaben, der Rest geht in einem nicht näher beschreibbaren Schlumperzustand verloren. So wie Urlaub oder Ferien. Aber eben nicht recht angenehm.

     

Ich freue mich, dass nun bald Wochenende ist. Ich habe dann den inneren Schalter auf Wochenende und mache mir selbst keinen Druck, doch etwas schaffen zu müssen. Die Uhren ticken gefühlt eh gerade etwas langsamer. Gestern, an Tag 11 des „Ausnahmezustands“, war hier auch die Stimmung nicht so gut. Die Jungs hatten sich öfter in den Haaren, die Motivation ’sinnvolle‘ Beschäftigungen zu finden war faktisch nicht vorhanden. Eine latent genervte Grundstimmung.

Zum Glück haben wir auch die irgendwie gut hinbekommen. Wir waren draussen. Ich habe mir endlich wieder einen langen Spaziergang und etwas Zeit im Garten gegönnt. Auf dem Rasen und ringsherum wachsen gerade unglaublich viele Löwenzahnpflanzen mit fetten Blüten. Davon habe ich eine Schubkarre voll ausgestochen.

Zum Mittagessen hatten wir viele verschiedene Kleinigkeiten aus dem, was da war. Weil von allem nicht genug für uns alle war, habe ich die Reste zubereitet und jedeR konnte sich nach Belieben kombinieren: Zitronenfenchel mit Kartoffeln, Tagliatelle, grüne Bohnen, Tomatensosse und die Tochter hat junge Brennesselblätter wie Spinat gedünstet (ein interessantes Experiment. Hat uns im Geschmack etwas an Fisch erinnert).

Die Tochter hatte Schul-Videochats, ist aber auch eher unmotiviert. Wir haben das Puzzle fertig gepuzzelt, gelesen, gestrickt und am Abend die Sendung mit der Maus geschaut. Für die nächsten Tage haben wir noch drei weitere 1000er Puzzle, die wir legen können. Auf dieser Ebene ist vorgesorgt.

Weil der Mann frische Hefe erbeutet hatte, gab es zum Abendessen Pizzaschnecken und Salat. Das war richtig lecker. Der Mann war, wie jeden Donnerstag, auswärts beim Arbeiten am Tegernsee.

Ich bin früh ins Bett gegangen, weil der Mann mit dem Wolf noch einen Film geschaut hat. Die Filme, die die Männer schauen treffen nicht so meinen Geschmack, und im Wohnzimmer war es mir zu laut.

Was schön war

ein Spaziergang, Zeit im Garten, Sockenstricken mit der Tochter, mein Buch, Teekassengaben und herzliche Emails von Blogleserinnern, gutes Essen, der Geruch von meinem Dr Hauschka Moorlavendelöl auf der Haut, eine halbe Stunde am Schreibtisch mit Feder, Tinte und diesem Buch beim Briefumschläge beschriften für Herzensbriefe, Lesezeit

Buchtipp {Werbung}

Ich stelle jetzt am Ende meiner Alltagsblogposts ein Buch aus meinem Rezensionsstapel vor. Vielleicht ist ja was schönes und inspirierendes für dich dabei. Den Anfang macht ein recht dicker Wälzer mit dem passenden Namen ‚Einfach Alles‘.

Einfach Alles.  Die Geschichte der Erde, Dinosaurier, Roboter und zu vieler anderer Dinge, um sie hier aufzuzählen. Christopher Lloyd. wbg

Christopher, der Autor, hatte das Bedürfnis sich zu seinem Wissen ein Gesamtbild zu schaffen. Er wollte ein einfach zu verstehendes Buch, dass gleichzeitig so umfassend ist, die Kernpunkte der Vergangenheit miteinander zu verknüpfen und so ein Weltverständnis zu ermöglichen. Und weil er so ein Buch im Buchladen nicht gefunden hat, schrieb er es selbst. Er beginnt von der Entstehung der Erde und hangelt sich von dort über die Dinosaurier zu Menschentwicklung durch die Geschichte bis hin zur heutigen Zivilisation. Dabei beschreibt er wichtige Meilensteine wie Erfindungen, Kriege und Eroberungen.

Das Buch ist 350 Seiten dick, ansprechend illustriert (mit Fotos und Zeichnungen) und verständlich geschrieben. Ein paar Innenansichten findest du oben hinter dem Link zum Verlag. Ich finde gut, wie der Autor nach aller Menschheitsgeschichte sogar schafft, den Bogen zum Jetzt zu spannen und auf die Plastikverschmutzung der Weltmeere und den CO2 Gehalt in der Luft eingeht. Er spricht Themen wie Frieden, gewaltlosen Widerstand, Apartheit und Gleichstellung von Frauen ebeso an wie moderne Raumfahrt und vieles mehr. Am Ende muss er feststellen, dass sich natürlich nicht ALLES in ein Buch packen lässt. Aber für einen ersten Überblick ist ihm das schonmal gut gelungen.

Auf jeden Fall ist das eine tolle, unterhaltsam aufbereitete Wissenssammlung für Kinder, die sich für Weltgeschichte und Co interessieren.

Links


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