#wmdedgt im Dezember 2018 :: Kreative Ausbrüche

#wmdedgt im Dezember 2018 :: Kreative Ausbrüche

Jeden 5. eines Monats sammelt Frau Brüllen Alltagseinblicke unter dem Hashtag #wmdedgt – das steht für „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“. Das ist eine Form des Alltagsbloggens und gibt interessante Einblicke in den Alltag anderer Menschen.

Ich hatte gestern einen geschäftigen Tag. Es geht mir schon seit einigen Tagen besser, sodass ich die zurück gekommene Kraft nutze, um meine Aufträge und Projekte abzuarbeiten.

Zum Frühstück zünden wir immer die Kerzen an. Morgens ist es noch dunkel, sodass wir uns am Lichterzauber erfreuen. besonders der Sterngucker und ich haben da unsere Freude dran. Der Sterngucker hat lange geübt, Streichhölzer selbst anzuzünden (ohne sie vor Schreck und Ansgt vor dem Feuer gleich wieder fallen zu lassen) und zündelt nun begeistert an den Kerzen herum. Auch die Weihnachtspyramide findet er äußerst faszinierend.

Nach dem Frühstück folgt unser normales Morgenprogramm. Ich bringe den Sterngucker zum Bus. Der Wolf jedoch klagt über Bauchweh und geht zurück in sein Bett, um weiter zu schlafen. Er scheint etwas auszubrüten, weshalb er noch einen Tag daheim bleiben darf.

Den Vormittag nutzen der Mann und ich zum Arbeiten. Wir versenden die Mail mit den Inhalten zum Kraftinseln-Kurs, ich schreibe die nächste Ebene einer Auftragsarbeit – Dankekarten für Erzieherinnen. Dann kümmere ich mich noch um Emails, die Finalisierung eines Logodesigns an dem ich in den letzten Tagen gearbeitet habe, der Überarbeitung des Buch der Möglichkeiten und diversem Kleinkram, der so anliegt. Das kommt ja doch immer einiges zusammen.

Am Nachmittag gönne ich mir einen kleinen Spaziergang. Ich finde grüne Zweige, die ich mir mitnehme, um daraus einen Kranz zu binden. Einige Zweige stelle ich in eine Vase. Hier ist es ein bisschen weihnachtlich geschmückt. Ausserdem habe ich Lust beim Michaelas Mustermittwoch mitzumachen und mache Skizzen von der Trompete des Wolfes, die hier rumsteht, weil er aktuell für den Auftritt an Weihnachten in der Kirche probt (ich hoffe, dieses Jahr kann er dabeisein. Letztes Jahr lag er ja leider an Heilig Abend mit Kotzeritis auf der Couch.)

Mit der Post kommt mein Adventskalender von Andere Zeiten. Der wurde mir auf Instagram empfohlen, den hab ich mir schnell noch bestellt. Ich lese gerade gern besinnliche Texte.

Nachdem der Mann einkaufen und den Sterngucker im Kindergarten abholen war, mache ich einen Teig für Weihnachtsplätzchen. Ich backe nicht gern (ich esse aber auch nicht gern von dem Süßkram), aber manchmal überkommt mich doch eine ungekannte Lust darauf. Wir haben so viele Walnüsse, dass ich dafür ein Rezept für Walnussplätzchen ausgesucht habe.

Der Mann fährt zu einer Gongmeditation, ich esse mit den Kindern zu Abend. Mittlerweile ist auch die Tochter aus der Schule zurück. Seit sie ihr Motorrad hat, muss ich nicht mehr so oft rumfahren. Das ist sehr angenehm. Sie geniesst ihre Unabhängigkeit ebenso.

Nach dem Abendessen räumen wir den Küchentisch ab. Ich teile den Teig in vier Teile und überlasse den Kindern die Ausstechformen und Teigrollen. Die Tochter macht eine weihnachtliche Playlist an. Innerhalb von kurzer Zeit verwandelt sich die Küche pures Chaos aus Mehl, Teigresten und Kindergeschrei. Da war er wieder, der Grund, warum ich Plätzchenbacken für eine romantische Weihnachtsillusion halte. Ich frage mich, ob ich was falsch mache oder ob es an meinem generellen Anti-Back-Mindset liegt.

Der Sterngucker ist mittlerweile schon wirklich müde und überdreht. Während die beiden großen die Plätzchen verzieren, bringe ich den kleinen Mann ins Bett. Beim Vorlesen fällt uns ein, dass er noch nicht die Schuhe geputzt hat. Weil er danach schon die letzten Tage fragte, durfte er nochmal runter und den Schuhputz erledigen. Dann ist er aber wirklich schnell eingeschlafen. Ich helfe beim Verzieren der Plätzchen, räume die Küche auf und schnitze den Trompeten-Stempel fertig. Dann motiviere ich den Wolf ins Bett, spiele im Illustrator ein bisschen mit dem Stempelabdruck, blogge meine Resultate und warte auf den Mann.

Der kommt später als ich ihn erwartet habe. Wir sitzen noch bisschen auf der Couch. Ich schreibe mein Erfolgsjournal (jeden Abend aufschreiben, wofür ich dankbar bin, was toll lief, was ich gemacht und geschafft habe – quasi wie die Selbstbeweihräucherung bei Frau Brüllen), lese meinen Abendtext, schreibe meine To-Do-Liste für heute und gehe ins Bett.

 

2 Gedanken zu „#wmdedgt im Dezember 2018 :: Kreative Ausbrüche

  1. Verrückt, dass deine Tochter schon Motorrad fährt! Ich hätte sie auf 16 geschätzt. Macht dir das manchmal Sorgen? Rollerfahren finde ich ja prima, aber Motorräder machen mir immer etwas Angst.
    Ich liebe Plätzchenbacken – aber eher theoretisch, weiß gar nicht, wann ich den Plan zum letzten Mal in die Tat umgesetzt habe… LG

  2. Ja, sie ist 16 und fährt eine 125er. Das ist schon eine Nummer schneller als Roller. Ich mache mir selten Sorgen. Zwar erinnere ich sie immer daran, vorsichtig zu fahren, lasse dann aber los und hoffe, dass sie sicher unterwegs ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.