_Alltag,  _Wochenende

Wochenende – Freundinnen, Kunst und Pläne

Nach einer echt anstrengenden und engen Woche (die sich auch körperlich eng angefühlt hat), starte ich den Freitag mit einem Freundindate. Darauf habe ich mich schon richtig gefreut. Raus von zu Hause, mal eine andere Umgebung und Austausch, wie er viele Ebenen und Bedürfnisse von mir befriedigt. Wir kochen zusammen, reden über Gott und die Welt, lachen, weinen, essen und spazieren. Wir sammeln Wildkräuter im Garten, streicheln Katzen und merken, wie jedesmal, dass die Zeit viel zu schnell vergeht.

Wieder daheim, der Mann war auch auf einem Date, verbringe ich den Abend mit meinen Weibern per Zoom. Weil Freitag war, können die Kinder länger aufbleiben. Es ist jetzt eh so lange hell und warm. Sommer eben. Wir planen unser nächstes Treffen – eine kleine gemeinsamen Paddelausflug im August. Ich komme spät ins Bett, schlafe aber am Samstag aus.

Nach dem Frühstück bringe ich den Sterngucker zu einem Robotikkurs für Kinder. Über das Angebot der freien evangelischen Gemeinde hatte ich in der kostenlosen Wochenendzeitung gelesen und den Sterngucker angemeldet. Nach der Vorstellungsrunde kann ich gehen. Beim Abholen ist er begeistert. Die Kinder konnten kleine Parcours mit den Robotern programmieren, ihnen Stimmen und Signale geben. Es gab gemeinsames Essen und ein Austausch über Entscheidungsfreiheit und Fremdbestimmung. Ich bin sehr dankbar für dieses Angebot und habe den Sterngucker schon lange nicht mehr so begeistert über etwas reden hören, obwohl er anfangs etwas ambivalent hingegangen ist (klar, er wusste ja nicht, was ihn erwartet).

Ich habe die Zeit genutzt, um noch etwas für den Sommerskizzenbuchkurs zu tun. Da schalte ich immer Montags das nächste Modul frei. Manchmal habe ich noch Ideen, die ich im Laufe des Kurses ergänze oder Fragen der Teilnehmerinnen, die ich beantworte. Den Rest des Tages lungern wir faul herum. Der Mann ist auch noch etwas müde von seinem Ausflug, also machen wir Mittagsschlaf und tun einfach mal nichts.

Später habe ich Lust, ein bisschen mit Tinten und Farben zu spielen. auf der Wiese rolle ich zwei Papierbahnen aus, die ich mit abgebrochenen Blüten vom Sturm und Gräsern als Pinsel bemale. Es entstehen interessante Spuren, die ich später als Hintergründe für Collagen und kalligrafische Arbeiten nutzen kann. Vielleicht wandern auch Teile davon ins Buch.

Gegen Abend entdecken die Jungs ihre Nerfs wieder und liefern sich mit dem Nachbarsjungen eine Schlacht bis spät in den Abend.

Die Begeisterung der Kinder setzt sich in den nächsten Tag fort. Gleich morgens jagen sie den ganzen Tag lang durch den Garten, bauen Schutzwälle und vertiefen sich ins Spiel. Zwischendrin versuchen sie über die Strasse und fahrende Autos zu schiessen. Ein Pfeil landet durch das offene Fenster in einem vorbeifahrenden Auto. Au weia. Das gibt Ärger!

Der Mann und ich bereiten aus den Auberginen in der Gemüsekiste unser Abendessen vor: Gegrillte Auberginen mit Safranjoghurt. Wir erwarten Besuch von Freunden. Ich hatte eine schlechte Nacht und bin ziemlich müde. Der Nachmittag mit den Freunden wird dennoch sehr nett. Es gibt Kuchen und Kekse, Tee und Kaffee. Wir finden Bachblüten für Seelenthemen und der Mann zeigt sein neues Spielzeug, ein Messgerät für Frequenzen von Herz und Hirn. Es ist insgesamt ein schöner geselliger Nachmittag auf der Terrasse. Nach dem Abendessen fahren die beiden Freunde wieder nach Hause. Wir räumen auf, gerade rechtzeitig als es zu regnen beginnt. Ein Regenbogen zum Abschluss des Wochenendes – wie schön!

Diese Woche ist kurz und knackig. Ich habe viele Termine im Kalender stehen und viele dinge, die ich erledigen will, bevor ich zum Starkmacherwochenende an den Bodensee fahre. Ein Seminar zu Resilienz und Glaube. Da war ich letztes Jahr schon. Umso mehr freue ich mich jetzt auf bekannte Gesichter. Heute habe ich also bereits einige Newsletter und Info-Mails verschickt, mein Buchtagebuch geschrieben und gelbe Säcke, die uns ausgegangen waren, auf der Gemeinde geholt. Ausserdem habe ich mich zu einem Hospizhelfer-Grundseminar des Hospizvereins im Landkreis angemeldet. Weil das Juli-Seminar schon voll war, habe ich einen Platz für ein Wochenende im November.

Was diese Woche, bevor es dann am Freitag ins Wochenende geht, noch so ansteht:

  • ein Freundingeburtstagsbesuch heute
  • ein Telefonat,
  • Posaunenchorprobe und
  • Kreativ-Salon-Abend am Dienstag
  • Sensory Awareness Abend am Mittwoch
  • am Donnerstag ein Frühstücksdate mit dem Mann, danach
  • Pausenbetreuung und Nachmittagskurs an der Schule
  • und ein Termin mit dem Wolf

Dazwischen finde ich Zeit für die wichtigsten Arbeiten am Sommerskizzenbuch-Kurs für das nächste Modul (das meiste ist schon fertig, muss aber noch in den neuen Kursbereich übertragen werden. Das ist ein bisschen Fleissarbeit.) und umfangreichere Arbeiten für einen Kunden. Ausserdem mache ich meine Monatsplanung und Quartalsplanung für den Sommer.

Was schön ist

Montags verschicke ich immer meinen Newsletter, meinen Inspirationsbrief mit ein paar Zeilen darüber, was mich gerade beschäftigt, worüber ich nachdenke und woran ich arbeite. Und immer kommen sehr persönliche, liebe Rückmeldungen und Emails. Das freut mich sehr und wärmt mein Herz. Überhaupt ist mein Herz innen drin ganz warm. Ich hatte ein paar Erkenntnisse, schöne Gespräche und ein Gefühl von Verbundenheit. Das tut gerade gut, vor allem, weil es eben auch immer wieder Ebenen gibt, wo nicht alles schön ist und flutscht. Wo es hakt und ziept und schmerzt. Aber ich habe das Gefühl, dem gewachsen zu sein. Vertrauen ist schön. Von Freundinnen, der Schule, von mir selbst. Zeit zum kreativen Austoben ohne Wollen und Müssen, Verbindung, Wertschätzung und Nähe. Vorfreude auch. Auf das Frühstücksdate, das Starkmacherwochenende, die Ferien. Hoffnung tut auch gut. Vielleicht Unterstützung für die Wolfsthemen zu finden.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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