_Alltag

Wochenstart – Montagsgedanken

In der Summe war mein Wochenende doch wirklich beschaulich. Ausreichend Zeit für mich, guter Kontakt mit den Kindern, ein herrlicher Spaziergang, kreatives Tun und gutes Essen. Der Sonntag endete mit einem laaangen Telefonat mit einer meiner Kindergarten-Freundinnen. So eine Freundschaft, die schon über 40 Jahre Bestand hat ist so besonders und wertvoll. Das wurde mir wieder bewusst, als wir unverblümt über unsere erste Liebe, Kindersorgen, Glaube und Therapie geredet haben.

Heute arbeitet der Mann noch auswärts, sodass ich mit den Kindern allein bin. Der Sterngucker ist mit seiner Klasse beim Schlittschuhfahren, später hat er Nachmittagskurs („Zeit haben“). Ich bin gespannt, ob er durchhält. Gestern Abend hatte er Kopf- und Bauchweh, aber heut morgen ging es ihm gut. Dem Wolf ist der Start in die Woche nicht leicht gefallen. Wir hatten eine kleine Auseinandersetzung, die bereits am Abend begonnen hatte und sich nun fortsetzte. In einigen Belangen breitet sich in mir immer wieder Hilflosigkeit aus, weshalb ich heute gleich einen Termin bei unserer Elternberatung angefragt habe. Da braucht es mal wieder einen Blick von aussen, um wieder auseinanderzudröseln, was es braucht und was gerade angebracht ist.

Am Samstag hatte ich ja meinem Blog ein neues Theme verpasst. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich kaum noch Blogs lese und wie schade ich das eigentlich finde. Ich habe mir eine Liste an Lieblingsblogs gemacht und möchte gern wieder eine Blogroll auf meinem Blog verlinken. Back to the roots. Und wieder den Feedreader einrichten zum einfachen Lesen.

Zum Mittag gibt es Nudeln und vegane Bolognese mit roten Linsen. Das wollte ich schon lange probieren, denn beim Tag der offenen Tür an der Schule gab es das in der Schulküche und hat mir so gut geschmeckt. War auch daheim lecker.

Arbeitsplatz als Kraftplatz

Ich kann viel am Schreibtisch arbeiten, stelle einen Artikel für das Handschrift Magazin fertig, für das ich ab diesem Jahr regelmässig schreiben werde. Nicht nur bei dem Artikel, sondern mit vielen anderen Sachen, die schon ewig auf meinem Zettel stehen bin ich heute im Flow. Das fühlt sich gut an, endlich diese Projekte, die schon so lange meine Energie blockieren anzugehen. Und dann frage ich mich, warum das nicht gleich so ging? Was ist anders? Vielleicht eine ganz kleine Veränderung, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob es eine Auswirkung hat: Ich habe meinen Schreibtisch aufgeräumt. Dort gibt es jetzt ein Kästchen für einkommende Post und Belege. Ausserdem habe ich einen kleinen Schrein, eine Kerze und ein Stein, aufgebaut (ein Bild davon ist hier im Blogpost). Die Kerze hab ich angemacht zum Arbeiten. Ich mag den Duft von Bienenwachskerzen. Und mich vorher auf die Arbeit eingestimmt. Dazu hatte ich zwei Impulse. Der eine kam mir bei einem meiner Gebetsspaziergänge. Tune in war die Botschaft – stimm dich ein. Einstimmen, das machen wir auch vor einer Yogastunde. Dann fiel mir das Wortspiel tune in – in tune ein. Zufall? Wenn ich eingestimmt bin, bin ich ausgerichtet, in tune. Der zweite Impuls in diese Richtung kam aus dem Buch „Writing down your Soul“ von Janet Conner. Die Autorin beschreibt, dass zu ihrer Arbeitsroutine gehört, wenn sie zu ihrem Schreibtisch zum Arbeiten geht, diesen Platz und ihre Arbeit zu segnen. Ein schöner Gedanke. Auch an anderer Stelle habe ich mal gehört, dass der Arbeitsplatz unser Kraftplatz sein soll, weil wir von dort aus in die Welt wirken. Arbeit ist sichtbar gewordene Liebe.

Aber ich schweife ab. Ich wollte eigentlich nur erzählen, dass es heute gut lief und ich den Schreibtisch schön hab.

Der Rest des Tages: Wäsche waschen, Buch der Möglichkeiten Bestellungen versenden, Feuer machen, Newsletter schreiben und verschicken, den Sterngucker in die Badewanne stecken, mich über die Rückkehr des Mannes und seine Geschichten freuen

Use what you have

Einer der Jungs bemerkt, dass das Müsli aus ist. Ein Blick in den Küchenschrank und eine kurze Recherche ergibt: wir können unser Müsli selbst machen. Die Jungs mögen am liebsten schokoladige Müslis. Je schokoladiger, desto besser. In diesem Rezept habe ich eine Tafel dunkle Schokolade von Weihnachten verarbeitet.

 

 

 

2 Kommentare

  • andrea

    so schön wenn du abschweifst :) freu mich gerade darüber, dass es dir (und mir, deshalb kann ich die freude spüren) gut geht!

  • Micha

    So eine Linsenbolognese gab es gestern im Kloster zum Mittagessen. Sehr lecker! Danke für den Link zum Rezept, das habe ich mir gleich ausgedruckt. Und das Bild von deinem Schreibplatz finde ich soo schön. Da möchte ich mir auch noch was überlegen. Im Moment teile ich mir nämlich den Schreibtisch mit meiner Tochter (was nur bedingt eine gute Lösung ist). Ich hätte gerne einen schönen eigenen Schreibtisch… vielleicht gestalten wir ja noch das Wohnzimmer etwas um.

    LG, Micha

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