_Alltag

Zehn Minuten

Zehn Minuten können so einen Unterschied machen. Am Vormittag nehme ich ein Video für den laufenden (uns sehr tollen) Kraftinseln-Onlinekurs (Werbung. Du kannst noch einsteigen) auf und arbeite an den Unterlagen dafür. Auf meinem Zettel stehen ausserdem ein Logo, kalligrafierte Weihnachtsgeschenke für eine Kundin und diverser Kleinkram. Gegen 12 Uhr muss ich den Wolf von der Schule abholen und vorher noch Tanken. Einkaufen passt auch noch rein. Ich fahre also ausreichend vorher los, tanke für 20 Euro damit das Auto nicht mehr auf Reserve fährt, kaufe für 6 Euro ein, damit wir etwas zum Mittag und morgen zum Frühstück haben. Dann habe ich noch 15 min Puffer.

Spontaner Minispaziergang

Es lohnt nicht, nochmal nach Hause zu fahren, an der Schule würde ich nur rumstehen. Mir ist eng und komisch zumute, weshalb ich mich für einen kurzen Minispaziergang entscheide. Unter den Bäumen im Herbstlicht bricht es aus mir hervor. Angehaltene Tränen und große Sehnsucht nach Leichtigkeit. Ich geniesse das Alleinsein und besuche die kleine Kapelle am Ende des Weges. Da sitze ich eine Weile. Es ist kühl und klamm. Im hinteren Teil liegen ein paar Bücher zum Mitnehmen. Ich stöbere darin und suche mir zwei aus, die mich gerade ansprechen. Sollte mir der Inhalt doch nicht zusagen, verwende ich die Texte für meine Collagen.

Auf dem Rückweg fühle ich mich schon besser. Ich sammle den Wolf ein, fahre mit ihm nach Hause und wir belegen uns die Pizzaböden, die ich am Freitag abend eingefroren habe. Später kommen die Putzfrau und der Sterngucker. Wir verdingen uns den Tag mit Film (während die Putzfrau unser Wohnzimmer schön zaubert. Ein Anblick, den ich immer sehr genieße.), Hausaufgaben, Trompetenunterricht, Origamifalterein und dergleichen Dienstagsnachmittagskram.

Die zehn Minuten im Wald haben mir den Nachmittag gerettet.

Ruhiger Abend

Jetzt trinke ich einen Entspannungstee aus einem meiner Geburtstagspackerl, arbeite noch an den restlichen Aufgaben auf meiner To-Do-Liste. Die Jungs schlafen schon, die Tochter ist unterwegs, der Mann noch auf der Rückreise von Berlin. Die Spülmaschine surrt vor sich hin, es ist gemütlich und still.

Auf Kallimagie habe ich, passend zur Weihnachtszeit, nochmal die Magnolien-Engel verlinkt.

Und im Etsy-Shop gibt es Weihnachtskarten.

Morgen ist schulfrei. Der Wolf wird mit seinem Freund ins Kino gehen. Die Tochter holt ihr Motorrad aus der Werkstatt ab. Der Mann und ich werden ganz normal arbeiten und die Familie jonglieren. Der Sterngucker hat langen Mittwoch im Kindergarten. Dieser Teil in mir fühlt sich geordnet und ruhig an.

Nicht vergessen: nächste Woche, am 28.11.2018 gibt es von 19-22 Uhr bei mir zu Hause (PLZ 85625) wieder einen Kreativabend. Wenn du dabei sein möchtest, schreibe mir eine E-Mail an jademond(at)posteo.de für die Details.

Oh, und bald ist Vollmond. Da gibts auch den nächsten Jademond-Newsletter.

3 Kommentare

  • Natascha

    Hallo, Durchhalten, Zähne zusammenbeißen, weiter machen…..ohhhh, wie ich das auch kenne! Auch die 10 rettenden Minuten. Ich liebe diese Zwischenräume. Sie bringen Kraft. Lichtblicke im Alltag. Hier ist es leicht, hell und warm. Lasst uns diese Zwischenräume suchen, sehen, finden und annehmen – dann geht es weiter nach Vorne. Tränen bringen die Leichtigkeit. Sie sind die Brücke.
    Alles Liebe. Natascha

  • andrea

    liebe ramona, so schön von dir zu lesen und ganz wunderbare stimmungsvolle fotos sind. für mich ist weinen wie duschen von innen. mir geht es einfach besser hinterher und ich fühle mich irgendwie leichter und befreiter danach. und- erst seit dem ich weinen kann, kann ich auch von herzen lachen und freude empfinden. mir war früher nicht bewusst, wie sehr das zusammengehört. liebe grüße und komme gut durch die zeit!
    andrea

  • frau siebensachen

    ja, es braucht oft so wenig um sich wieder auzurichten, kraft zu tanken. danke daß du uns an das atemholen im alltag erinnert hast.

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