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gelesen :: Der Wal und das Ende der Welt

Neulich in der Bibliothek habe ich mir, ganz ungewöhnlich für mich, zwei dicke Romane ausgeliehen. Beide hatte ich mal in einem Buchladenbummel im Regal stehen sehen und in meinen Notizen vermerkt. “Der geheime Schwimmclub” und “Der Wal und das Ende der Welt“. Motiviert, mehr Zeit mit Lesen zu verbringen, nahm ich beide Wälzer mit und tauchte ein. Den Club der Schwimmerinnen hatte ich innerhalb einer Woche durchgelesen. Leiche Sommerlektüre, angenehm spannend, nicht zu tiefgründig und leicht zu lesen.

Dann begann ich “Der Wal und das Ende der Welt”. Dieses Buch erwies sich als tiefgründiger von der Thematik und sehr nah am aktuellen Zeitgeschehen dran. Der Analyst Joe programmiert für eine Investment-Bank eine Software, die das wirtschaftliche Weltgeschehen analysiert und Empfehlungen für Aktienhandel gibt. Es basiert auf den Verkettungen der Welt und darauf, wie alles miteinander verwoben ist und zusammenhängt. Was passiert, wenn eine Ölkrise und eine Grippe-Pandemie aufeinander treffen? Was braucht es, um eine Stadt zu ernähren? Er spiel verschiedene Szenarien durch. Die einzige Komponente, die das Programm nicht gut einkalkulieren kann ist das Verhalten und die Natur des Menschen. Wie reagieren wir, wenn wir Angst haben, hungrig sind, unser Leben in Gefahr ist?

In einem kleinen Dorf am Meer passiert genau das. Joe ist ein Puzzlestein in solch einer Krise. Eine Grippe-Pandemie bricht aus, die Versorgung bricht zusammen. Was tun die Menschen?

Ein wirklich schön geschriebener, nachdenklich machender und zeitaktueller Roman voller Menschlichkeit, Spannung und mit einem guten Ende. Hab ich gern gelesen.


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