gelesen :: Die Bücherdiebin

gelesen :: Die Bücherdiebin

Einer der Gründe, warum ich dieser Tage etwas abgetaucht bin, sind nicht nur die Ferien, sondern ein Buch. An meinem Berlin-Wochenende stand in der Gästewohnung ein Bücherregal mit einer kleinen Auswahl an Literatur und Reiseführern. Eines der Bücher war die Bücherdiebin mit fast 600 Seiten. Am ersten Abend las ich etwas in das Buch hinein und befand es lesenswert. Ich kam jedoch während meines Aufenthaltes nur bis Seite 48. Nun hatte ich die Wahl: wollte ich auch zur Bücherdiebin werden und das Buch aus der Ferienwohnung mitnehmen? Oder lasse ich es zurück und vergesse es? Kaufe ich es mir gar selbst? Immerhin 600 Seiten.

Ich entschied mich für die letzte Option. Auf meinem Weg zurück aus Berlin fand ich das Buch in der Bahnhofsbuchhandlung am Hauptbahnhof, ganz unten im Regal bei Z wie Zusak. Wie Gollum mit dem Ring („Mein Schaaatzzzzz!“ ) ging ich zur Kasse. Es gehörte mir. Und dann begann der Sog. In den kommenden fünf Tagen liess ich mich in die Geschichte der Bücherdiebin einsaugen.

Die Bücherdiebin

Die Geschichte spielt in Deutschland während der Zeit des zweiten Weltkriegs. Liesel wird gemeinsam mit ihrem Bruder zu Pflegeeltern gebracht. Ihr Bruder überlebt die Fahrt zu den neuen Eltern nicht. Er stirbt auf der Bahnfahrt. Bei seiner Beerdigung stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Im Laufe der Geschichte erobert sich Liesel die Welt der Buchstaben und Worte, aber auch die Herzen der Menschen. Sie schliesst Freundschaften, wird von Albträumen verfolgt und sieht die Welt um sich herum zerfallen.

Die Geschichte wird vom Tod erzählt. Sie ist voller Poesie, Schönheit und Schmerz, voller Witz und Leichtigkeit, Trauer und Schrecken.Wenn ich solche Geshcichten lese, dann kommt mir unsere Welt des Überflusses immer als solch unsagbarer Gegensatz vor. Mit welcher Selbstverständlichkeit wir in Reichtum und Fülle, in Farben und Möglichkeiten baden.

Das Buch hat mich in Schreibstil und Sprache ebenso berührt wie die Lebensgeschichte von Liesel, die Beziehungen und Güte, Liebesfähigkeit und der Mut der Personen. Ein Buch von dem ich mich gerne hab einsaugen lassen. Was eine wunderbare Entdeckung.

Die Bücherdiebin, Markus Zusak, blanvalet* (Buch7 und mit einem anderen Cover vom cbj verlag)

 

2 Gedanken zu „gelesen :: Die Bücherdiebin

  1. das hört sich sehr sehr vielversprechend an, liebe ramona. ich lese im sommer auch gern besonders dicke bücher, am liebsten in der hängematte mit einem kühlen getränk. verpflichtungsfrei und gänzlich anders als mein alltag normalerweise…ein feriengenuss, der mich gut durch heisse tage kommen lässt. ab september geht es wieder anders zu und diese woche zelebriere ich den übergang. das habe ich von dir gelernt :-)

  2. Hallo Ramona,

    die Geschichte ist traurig aber auch sehr schön zugleich.

    Ich würde mich freuen, wenn Du uns einen Einblick in Euren Garten gewährst, was über die Gestaltung nach dem Hausbau erzählst und was Du für nächstes Jahr planst. Eure Bekannten haben ja einen wunscherschönen Garten. Auch wir haben gebaut, viele Idee und Wünsche aber noch nicht viel umgesetzt.
    Einen bereits bestehenden Garten zu ändern finde ich viel einfacher, als was neues entstehen zu lassen.
    Hab eine gute Zeit!

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