ernährung

Raubtierfütterung

Momentan beschäftigt mich immer wieder die Frage*: Wie bekomme ich meine Familie satt. Und damit meine ich nicht nur satt, sondern schon auch mit dem Anspruch, daß es (den meisten Familienmitgliedern) schmeckt, gesund und vielfältig ist und unserer Ernährungsethik halbwegs entspricht (keine toten Tiere oder Teile davon auf dem Teller). Ausserdem möchte ich nicht stundenlang in der Küche stehen, nichts wegwerfen und kein Vermögen ausgeben. Denn letzteres haben wir nicht.

abendessen

Das Thema habe ich immer wieder im Gespräch mit anderen Großfamilien, wo so viele Bedürfnisse und Geschmäcker aufeinander stossen. Frühstück ist noch einfach. Meistens jedenfalls. Da variieren wir zwischen Brot, Brei, Smoothie, Müsli, Joghurt, gebratenen Bananen und Pancakes durch. JedeR nach Gusto. Die Kinder bekommen Brotzeit mit in die Schule/Kindergarten, zweimal in der Woche isst die Tochter in der Schule Mittag. Der  Wolf kommt 13:30 nach Hause. Oder verabredet sich oder bringt jemanden mit. Das erfahre ich immer gegen 12:30, wenn Telefonzeit im Kindergarten ist. Der Sterngucker und ich sind jeden mittag daheim, wobei ich oft schon gegen 11 Uhr Hunger habe und nicht warten möchte bis die Kinder 13:30 kommen (oder eben nicht). Ich kann ein festes Mittagessen schlecht einplanen. Manchmal mache ich was warmes, aber die Kinder haben Lust auf was frisches. Gut kommen immer bunte Snackteller an – vielleicht sollte ich das wieder ausbauen.
Abends essen wir gemeinsam warm oder kalt, immer mit viel Frischkram. Der Mann isst tagsüber in der Kantine, braucht aber abends was Gesundes aus der heimischen Küche.

Am liebsten würde ich einen Speiseplan haben, den ich verfolgen kann. Aber ich schaffe das nie über mehr als zwei Tage, da sich so viel immer an den Umständen ändert. Vielleicht versuche ich es nochmal und hänge einen Plan irgendwo prominent auf. Vorerst habe ich mir eine kleine Liste der Familienlieblingsspeisen gemacht.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt: Hunger. Gerade die Tochter kommt oft gegen 22 Uhr nochmal in die Küche und sucht nach Essen. Pubertier halt. Da haben wir natürlich schon aufgeräumt und sind auf Feierabend eingestellt. Ich hatte neulich ein Gespräch mit einem Familienvater auf dem Pfingstcamp und wir tauschten Tipps, wie andere Familien das lösen. zB generell mehr kochen, dann kann man Reste aufwärmen, variieren. Birgt natürlich auch die gefahr, daß wenn man mehr kocht, man auch mehr isst. bisher kochen wir ziemlich auf den Punkt genau, sodass selten was übrig bleibt.

*taucht hier regelmässig auf. Mal klappt es eine Weile, dann ändert sich wieder alles und ich fange von vorn an. Suchen, anpassen, justieren, probieren.

Wie löst du das? Was hast du für pubertäre Abendgelüste in der Küche? Wie hälst du dein Budget ein und bekommst trotzdem die Familie ausreichend satt? Und wie löst du die Sache mit verschiedenen Heimkommzeiten und Hunger, dem Essensangebot und dem Bedürfnis, nicht dauernd am Herd zu stehen zu wollen? Einmal viel Kochen und aufwärmen? Kleine Snacks? JedeR ist für sein Essen selbst zuständig? Brot to the rescue?

 

9 Kommentare

  • Miss S.

    Beim Lesen gedacht: vielleicht könntest du für die Brotzeit am Morgen schon abends was vorbereiten, also kleine Gemüsesticks und ein, zwei Brote oder so.
    Und wenn die Tochter das abends nehmen will, nimmt sie es; aber sie „muss“ es nicht nehmen, dann wandert es halt in die Brotdosen am nächsten Morgen.
    So würde ich es wohl lösen, dann hat sie was griffbereit, aber es wird auch nichts weggeschmissen.

  • Julia

    Ich habe zwei Jungs im Alter von 11 und 13 und einen Partner. Ich bin konsequent vegan. Die Männer nicht so ganz. Ab und zu gibts mal ein Ei aus tierfreundlicher Haltung.

    Ich koche immer frisch, ich backe viel selber und es ist tatsächlich so, dass ich aufgrund des Testosteronüberschusses in meinem Haushalt, sehr oft viel Zeit am Herd verbringe. Männer sind hungrig und wollen viel und oft essen. Ich habe mir einen „in etwa“ Plan gemacht. Ich versuche die Kohlenhydrate im 4-er Rad durchzugehen. Also Nudeln, Reis, Getreide (Polenta, Brot, Wraps, etc), Kartoffeln immer im Wechsel. Und Gemüse dann jeweils dazu je nach Verfügbarkeit plus dazu passende pflanzliche Eiweiße. Ich halte mich aber nicht akribisch an den Plan, sondern nur zur generellen Orientierung. Zusätzlich schneide ich fast immer Rohkost auf, die ich vor dem Essen auf den Tisch stelle, die ist meist sofort weg. Ich schnippel auch am Nachmittag fast immer tellerweise Obst und Gemüse für die Kids und biete ihnen kurz vor 21.00 noch einen Snack (Brot oder Reste) an. Ich kaufe immer wieder Vollkornbrot ein und friere das sofort scheibenweise ein, damit es schnell aufgetoastet werden kann und ich auf abendliche Hungeranfälle vorbereitet bin. Die Kinder sind aber auch begeistert, wenn es Mal Tortillachips mit selbstgemachter (und eingemachter) Salsa gibt.
    Budget einhalten: Gemüse ist auch in Bioqualität nicht teuer. Auch Hülsenfrüchte und Kohlenhydrate nicht. Die teuren Sachen wie Cashewnüsse, Mandelmus, etc. braucht man ja nicht in riesigen Mengen. Wobei ich unter 200 Euro die Woche selten auskomme, aber das ist mir Ernährung auch wert.

  • Britta

    Bei uns gibt es insgesamt etwa dreißig Gerichte, auf die sich alle einigen konnten. Wenn ich Lust habe, probiere ich auch mal neues aus, über das dann abgestimmt wird, ob es auf die Liste kommt. Warmes von der Liste gibt es umschichtig abends. Für den Hunger zwischendurch gibt es im Tiefkühlschrank vegetarische Bolognese in Einpersonen-Portionen. Dazu kann man sich dann Nudeln kochen. Oder Gemüsesticks mit Knoblauchsauce, das ist auch immer machbar. Auch nachts…
    Ich mache einen Wochenplan zum Einkaufen. Darauf sind immer ein oder zwei Gerichte ohne frische Zutaten (Tomatensuppe z. B.), die als Puffer fungieren, da man sie ja nicht machen MUSS.
    Prinzipiell : Die Zeit für gute Planung lohnt sich. Und ein Tiefkühlschrank ist eine Gnade! Nudelsaucen mache ich z. B. im 6-Litertopf! Einmal arbeiten, dreimal essen…

  • Christine

    Hallo Ramona,
    wir sind ja nur noch zu zweit, aber auch als die Kinder noch zu Hause waren gab es hier keine großen Unterschiede, morgens Frühstück mit Brot, frischem Grünzeug.. Salat, Müsli, Käse, Gemüse und Obst ,Aufstriche da nahm sich jeder was er wollte…Getränke gab es Tee für die Kinder, für uns noch im Wechsel Getreidekaffee und am Wochenende Kaffee…Samstag Sonntag noch ein Ei…

    Zur Pause gab (für meinen Mann gibt es das heute noch*g*) für jeden ein Pausebrot belegt mit Aufstrich oder Käse oder veggi Wurst und Rohkost…als wir noch Fleisch gegessen haben gab es noch Wurst

    Als die Kinder mittags noch kamen gab es immer Mittagessen, abends für meinen Mann aufgewärmt das ist heute noch so ich esse mittags mein Mann abends…und immer Rohkost dazu…Gerichte die nicht aufgewärmt werden können gab und gibt es am Wochende
    abends isst mein Mann warm oder auch Salat, Eintopf was es bei mir halt mittags gegeben hat, ich bekomme Getreideschrot, Trockenobst , als die Kinder noch hier wohnten, gab es für sie abends Müsli oder Obst
    am Wochenende essen mein Mann und ich gemeinsam mittags, abends gibt es dann noch etwas Obst.
    Bei uns gab und gibt es immer selbstgemachten Kuchen, für jeden täglich ein kleines Stück, das kann und konnte sich jeder nehmen wann er wollte.

    Brot backe ich schon 30 Jahre selber, als wir noch Ziegen und Schafe hatten gab es den Käse selbst gemacht, ansonsten versorgt uns unser Garten mit frischem Gemüse und Obst.
    Ich mache mir jede Woche einen Essensplan (tausche aber auch mal die Gerichte aus)für das Mittagessen und kaufe danach einmal die Woche ein, ich habe mir ein Budget errechnet, das ich auf jeden Fall versuche einzuhalten.
    LG
    Christine

  • Christine

    Christine:
    Hallo Ramona,
    wir sind ja nur noch zu zweit, aber auch als die Kinder noch zu Hause waren gab es hier keine großen Unterschiede, morgens Frühstück mit Brot, frischem Grünzeug.. Salat, Müsli, Käse, Gemüse und Obst ,Aufstricheda nahm sich jeder was er wollte…Getränke gab es Tee für die Kinder, für uns noch im Wechsel Getreidekaffee und am Wochenende Kaffee…Samstag Sonntag noch ein Ei…

    Zur Pause gab (für meinen Mann gibt es das heute noch*g*) für jeden ein Pausebrot belegt mit Aufstrich oder Käse oder veggi Wurst und Rohkost…als wir noch Fleisch gegessen haben gab es noch Wurst

    Als die Kinder mittags noch kamen gab es immer Mittagessen, abends für meinen Mann aufgewärmt das ist heute noch so ich esse mittags mein Mann abends…und immer Rohkost dazu…Gerichte die nicht aufgewärmt werden können gab und gibt es am Wochende
    abends isst mein Mann warm oder auch Salat, Eintopf was es bei mir halt mittags gegeben hat, ich bekomme Getreideschrot, Trockenobst , als die Kinder noch hier wohnten, gab es für sie abends Müsli oder Obst
    am Wochenende essen mein Mann und ichgemeinsam mittags, abends gibt es dann noch etwas Obst.
    Bei uns gab und gibt es immer selbstgemachten Kuchen, für jeden täglich ein kleines Stück, das kann und konnte sich jeder nehmen wann er wollte.

    Brot backe ich schon 30 Jahre selber, als wir noch Ziegen und Schafe hatten gab es den Käse selbst gemacht, ansonsten versorgt uns unser Garten mit frischem Gemüse und Obst.
    Ich mache mir jede Woche einen Essensplan (tausche aber auch mal die Gerichte aus)für das Mittagessen und kaufe danach einmal die Woche ein, ich habe mir ein Budget errechnet, das ich auf jeden Fall versuche einzuhalten.
    LG
    Christine

    Was ich noch vergessen habe, ich kaufe nur Bio Artikel vorzugsweise im Bioladen in der nahen Stadt, weiche aber auch auf DM Bioartikel oder Bioartikel aus dem Supermarkt aus, da wäge ich jede Woche ab

  • Klaine

    Da ich keine Familie habe, kann ich dir keine wirklichen Ratschläge geben, aber wir haben immer einen Essensplan, der jedoch überhaupt nicht starr ist. Wir planen zwar für Montag XY ein, aber dann essen wir doch lieber Z und XY gibt es eben später. Da wir meistens kein Fleisch essen, ist das auch kein Problem, da sich Gemüse länger hält.
    Liebe Grüße!

  • die Sammlerin

    Hallo Ramona, ich lebe noch mit drei von vier Kinder zusammen und bei uns läuft das alles sehr unterschiedlich . Ich bin die einzige die frühstückt. Das Kindergartenkind frühstückt im Kindergarten und nimmt hierzu ein Brot und Rohkost mit. Die Große frühstückt mit dem Brot in der Hand auf dem Weg zum Bus , bereitet sich aber vorher mehrer Brote ,zur Zeit sehr viel Melone und alles was sie so meint zu, da sie erst um 18.00 Uhr wieder aus der Schule kommt. Oberstufe halt. Abends isst sie dann warm, was es mittags gab. Spät am Abend läuft sie dann schon mal mit dem Hund bis in den Supermarkt nebenan, wenn es sie gelüstet. Der Sohn isst nur mittags , da kommt er in seiner Mittagspause und wärmt sich vom Vortag auf oder isst , was ich gekocht habe. Abends nach 17.00 Uhr ist er gar nichts mehr, was er sonst zu sich nimmt, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Kleine und ich essen abend gemeinsam , manchmal gesellt sich ein anwesendes Geschwisterkind hinzu.
    Gemeinsames essen unter der Woche gelingt nicht, aber wir versuchen am Wochenende samstags und sonntags so oft wie möglich gemeinsam zu essen.
    Haushaltsbudget: Ich habe eine Speiseplan für drei Wochen in der Küche hängen, so dass jeder mal was bekommt was er nicht so gerne isst bzw. sich dann auch gerne selber was zaubern kann. Es gibt ein festes Budget für Essen und Trinken, Vorratsraum und Küche sind gefüllt und dürfen „geräubert“ werden , nachdem auf dem Plan geprüft wurde, ob das nicht die Zutaten für morgen sind. Ich führe ein Haushaltsbuch und kann sagen, seitdem wir das so handhaben, schmeiße ich erstens nicht mehr so viel weg – fast gar nichts – und zweitens kommen wir mit unserem kleinen Budget gut hin.

    Liebe Grüße
    die Sammlerin

  • Katja*

    Früher habe ich Linsen/Bohnen Burger en gros im Backofen selber gemacht, dann mit Butterbrotpapier getrennt eingefroren.
    Leicht zu entnehmen, lassen sich gefroren schnell in der Pfanne oder bei optimaler Konsistenz 2x im Toaster aufwärmen. Außerdem gut variabel und ultragünstig!
    Ich habe auch heute ein Din 5 Buch, in dem dann z.B. stehen würde: Schublade 3 (oben auf der Seite) 12 XY Burger. Beim rausnehmen dann eben ändern, wegen der besseren Übersicht. Bei uns hat sich das bei allem bewährt, aber hey, keine Kids, nur wir 2. Vielleicht in einem Behälter organisieren und den Füllstand gelegentlich nachkontrollieren.
    Ich koche oft zusätzliche Portionen, wenn es sich anbietet, und entnehme die Portion/en vor dem Servieren ;-) (TK, freier Kochtag für mich, Mittagspause Mann).
    LG, Katja*

  • Milena

    Ich esse mit den drei Kindern immer zusammen. Morgens, mittags, abends. Morgens gibts immer das gleiche Frühstück. Ich frage jeden Morgen und biete Alternativen an – aber nein, immer dasselbe. Mittags gibts auch bei uns einen Turnus: Omelette, Pasta, Reis, Kartoffeln, Polenta, immer mit Gemüse und Salat. Und dann gehts mit anderen Variationen wieder von vorne los. Abends gibts rohes Gemüse, was grad Saison ist, selbstgebackenes Brot, Käse und zum Dessert Joghurt. Früher sagt man dem bei uns „Café Complet“. Meine Grossmutter hat das schon so gemacht. Ich habs übernommen, als ich mal soviel zu Abend gegessen habe, dass ich mich fast nicht mehr bewegen konnte. (Ich weiss noch genau : es gab Kartoffeln und Raclette. Irrsinnig fein, aber nix für die Nacht. Liegt schwer im Magen…). Bettmümpfeli gibts keine. Nachdem Abendessen ist für alle Feierabend, auch für den Magen. Dann gibts nichts mehr. Auch der Teenager geht um 8 ins Bett. Er ist in allen Bereichen pflegeleicht. Noch.
    Ich schaue beim Einkaufen auf Aktionen und Bio. Wir essen gerne gut. Ich gehe einmal die Woche einkaufen und ev nochmals für frisches Gemüse. ich bin nicht gerne stundenlang unterwegs, sondern will es einmal pro Woche erledigen. Das klappt gut. Für mehr Abwechslung in Sachen Gemüse hätte ich gerne ein Gemüse-Kiste-Abo. Aber die Bauern hier bieten das (noch) nicht an. Du hast doch das, oder?
    Liebe Grüsse
    Milena

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