Briefe an meine Kinder

Briefe an meine Kinder

briefbuch

Oft ertappe ich mich dabei, darüber nachzudenken, was wäre, wenn mir etwas zustossen würde und meine Kinder plötzlich ohne Mama wären. Kein schöner Gedanke. Die Tochter drückt auch immer wieder ihre Angst vor einem Mama-Verlust aus. Bei diesen Gedanken wird mir bewusst, wieviele Worte im Alltag einfach ungesagt bleiben. Oder wieviele Dinge sich nur in Gedanken abspielen und die Kinder nach aussen hin manches gar nicht verstehen oder nachvollziehen können. Diese alles durchdringende Liebe, für die man nur so schlecht Worte findet.
Irgendwann kam von irgendwoher der Impuls, meinen Kindern Briefe zu schreiben. Eine wunderschöne Idee. Manche machen das öffentlich in ihren Blogs. Meistens verbunden mit den Entwicklungsschritten. Ich habe mich entschieden, für jedes Kind ein Buch anzulegen. Dort schreibe ich in unregelmässigen Abständen kleine Liebesbriefe an die Bande rein.
Sollte mir tatsächlich mal etwas passieren, dann können sie darin lesen. Und sollte mir nichts passieren, dann ist es trotzdem schön, später darin zu schmökern und die Liebe aufzusaugen. Das Leben ist so kostbar und so fragil.

24 Gedanken zu „Briefe an meine Kinder

  1. Huch… Da sind mir jetzt beinahe die Tränen gekommen! Wow… Eine tolle Idee, die ich mir mit Sicherheit abgucken werde…. !!

  2. Eine wunderschöne Idee. Diese Gedanken beschäftigen mich auch immer wieder. Meistens, wenn ich dasitze und meinen schlafenden Kindern zusehe und vor Liebe übergehe. Dann frag ich mich oft, ob sie sich annähernd vorstellen können, wie wunderbar sie für mich sind und wie sehr ich sie liebe – und wie lange unser Glück noch so vollkommen ist. Danke für die Anregung zum Briefe schreiben.
    Ich hoffe, Ihr habt es schön gehabt am Camp, trotz der Temperaturen?
    Alles Liebe, Katharina

  3. Ja darüber hab ich auch schon immer mal nachgedacht, wenn mir was passiert, oder ich unheilbar krank werde, das ich meinen Kindern gern was schriftliches hinterlassen möchte. Ich hab mal von einer Frau gesehen, die Krebs hate und ihren Kindern gern noch ein Fotoalbum anlegen wollte, es aber am Ende nicht mehr geschafft hat. Das hat mich sehr traurig gemacht.
    Deine Buchidee finde ich ganz toll und ich überlege ob ich nicht so etwas auch beginne. Danke für den tollen Tipp!
    Wünsch Dir viel Freude beim Schreiben, vor allem Zeit und Ausdauer!!!
    Liebe Grüße von Susan

  4. Diesen Gedanken habe ich sehr oft – na ja, so oft nun auch nicht… Aber unsere besondere Patchwork Situation, mit einem zweiten Papa an unserer Seite und derlei Konstellationen bringen mich doch immer mal wieder dazu, darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn mir etwas zustoßen sollte. Ich führe auch ein solches Buch. Es ist in den Anfängen, ich denke, es ist wirklich eine wunderbare Gelegenheit, generell ungesagtes, was dreijährige Zwerge nicht verstehen und man selbst in 10 Jahren wieder vergessen hat, aufzuschreiben…

    Herzlichst, Nina

  5. Hallo!
    Den Gedanken, meine Gefühle den Kindern gegenüber oder auch einfach gemeinsame Erlebnisse, Kindheit, schriftlich festzuhalten hatte ich auch schon. Schwangerschaftstagebücher sind ja ein Teilaspekt davon.
    Was mir womöglich schwerfällt, ist, die Kinder gedanklich zu trennen und jedem ein eigenes Buch zu schreiben. Oft erleben wir ja gemeinsam etwas und oft ist es ja gerade die Interaktion der Kinder untereinander, die ich so toll finde.
    Hm, vielleicht wäre es für mich ein guter Anfang, ein gemeinsames Kinder-Tagebuch anzufangen. Dort könnte ich dann, wenn ich es möchte, auch einen „Brief“, der nur an ein Kind gerichtet ist, neben den anderen Erzählungen unterbringen.
    Danke für den guten Denkanstoß!
    Alles Liebe,
    Shushan

  6. Bei Deinem Post hat es mir gerade die Tränen in die Augen getrieben. Ich schreibe Tagebuch für meine Kleine, wo auch Kurzgedanken von mir drinnenstehen, doch so ein Brief hat nocheinmal eine ganz andere Wertigkeit. Danke für’s Idee hochbringen! Diese Gedanken bewegen, denke ich, jede Mutter. Bei mir ganz gerade akut, da ich von der Krebsdiagnose einer guten Bekannten (gleichaltrig) erfahren habe.
    Alles Liebe und viel Freude beim Briefe schreiben, Martina :-)

  7. so wahr ramona. danke für die erinnerung. steht schon länger oben auf meiner to do und want to do liste. jetzt steht der geburtstag von meiner ersten tochter bevor und ich möchte es nutzen mich endgültig zu entscheiden für ein system fotos + texte + erinnerungsfundstücke…mal schauen was es wird. fotobücher finde ich irgendwie so unpersönlich.

  8. Liebe Ramona,
    was für eine schöne Idee für die Kinder Liebes-Bücher anzulegen. Ja, du hast recht, wenn du schreibst, dass vieles einfach unter geht im Alltag und man einiges nicht immer so ausdrücken kann. Das geht mir auch oft so, darum bemühe ich mich, jedem Kind einzeln ganz oft zu sagen, dass es sehr geliebt wird und willkommen ist. Das unsere Familie nicht komplett wäre ohne jedes einzelne von ihnen… Gerade auch in Zeiten, wo es mal nicht so gut läuft… Ich denke das ist wichtig für die Kinder aber auch für uns große Leute…
    Eine schöne Woche
    Ute

  9. Eine super Idee. Ich hätte gerne selbst ao ein Buch, da könnte man an guten und schlechten Tagen viel Liebe und Energie „aus den Wurzeln“ schöpfen. LG. Julia

  10. ;-) so schön… – Ich habe eine Kiste mit „Erinnerungen“, Bilder, Briefchen, kleine Dinge, bei denen sich für mich etwas mit den Kindern, der Familie verbindet… Manchmal gucken wir rein, wenn meine schon großen Kinder hier sind und wir uns an was erinnern. Irgendwann ist die Kiste übrig und jede/r der drei mag schauen, was davon bleiben soll… Bis dahin wandert immer mal wieder was hinein, vielleicht auch mal ein Brief von mir ;-) Lieben Gruß Ghislana

  11. Eine zauberhafte Idee, in der so viel Wärme steckt!

    Liebe Ramona, falls du es noch nicht gesehen hast, ich habe dir ein Blog-Stöckchen zugedacht und würde mich sehr freuen, wenn du es aufnimmst.

    Liebe Grüße von
    Frau Weh

  12. Hallo,

    ich bin heute ganz neu ueber Deinen tollen Blog gestolpert und hab doch direkt mal eine ganze Stunde damit verbracht mich durch ein paar alter Beitraege und vor allem durch die leckeren Rezepte zu lesen. Wirklich toll! Wir essen zu 90% vegetarisch (Fisch essen wir noch ab und zu) und ich bin immer auf der Suche noch neuen Anregungen!

    Werde nun sicherlich oefter vorbei kommen!

    Liebe Gruesse aus Kalifornien,

    Angela

  13. Deswegen verabschiede ich meine Kinder nie im Streit sondern immer mit einem „Ich liebe dich“.
    Ich hoffe diese Kernaussage werden sie sich immer merken.

    Aber die Idee Briefe zu schreiben ist echt schön.

  14. Ich find das auch wunderbar und hoffe, dass ich später mal motiviert dazu bin.
    Viel, viel schöner als die privatesten Gedanken an die Kinder öffentlich ins Internet zu stellen – für meinen Geschmack.

  15. Da muss ich einstimmen: Was für eine schöne Idee: Liebesbriefe… das ist ja noch viel schöner, als den Kindern bloß ein Tagebuch zu schreiben! Grüße von Greta

  16. Dankeschön für diese Inspiration. Durch einige schwere Schicksalsschläge im Umkreis (Unfalltod des Mannes, Tod der Mutter nach Entbindung des 2. Kindes, meine Tochter hatte Leukämie) fühle ich mich sehr gedrängt, deiner Idee nachzugehen.
    Gestern habe ich mir wunderschöne Büchlein ausgesucht für meine 4 Kinder, die kommen mit in ihre Erinnerungskiste zu Babykleidung, Schnuller, Geburtsbericht und co.
    Ich habe übrigens für meinen Mann auch eines gekauft…

  17. ich finde die idee so schön. bisher sind fast alle versuche, regelmässig über/für die kinder zu schreiben bei mir gescheitert, aber unsere geburtstagsbücher werden jedes jahr mit glückwünschen gefüllt.

  18. frauniepi,

    Geburtstagsbücher hören sich auch nach einer guten Idee an. Vielleicht kann man beides ja kombinieren? Bald steht bei uns der allererste Kindergeburtstag an, das wäre ja ein guter Anlass.

  19. Jademond,
    was für ein schöner Name passend zu deinem Blog..
    Ich bin bei der Google Suche nach Briefen an meine Kinder„versehentlich über deinen Blog“ gestolpert, und finde ihn sehr liebevoll gestaltet.
    Ich schreibe seit Jahren Briefe an meine Kinder, viele davon habe ich in meiner Schublade, andere sind irgendwann verloren gegangen. Und jetzt habe ich angefangen die Briefe in einem Blog zu veröffentlichen.
    Anders als bei dir, sind die Briefe nicht für meine Kinder gedacht sondern für mich selbst. Es sind Briefe in denen ich ihnen all das sage was ich ihnen nicht sagen kann.
    Die Liebe, ja die Liebe lässt sich nicht in Worte fassen aber wohl auch nicht die Sorgen, die größer sind alles alles jemals da gewesene.
    Meine Briefe an meine Kinder beschäftigen sich überwiegend mit den sorgenvollen Gedanken, die verbunden mit dem heranwachsen der Kinder manchmal unfassbar groß werden.
    Eines Tages wenn meine beiden längst erwachsen sind und vielleicht eigene Kinder haben, und meine Gedanken vielleicht nachvollziehen können, dann, erst dann denke ich darüber nach sie ihnen zum lesen zu geben. Und vielleicht in Buchform wie du es beschreibst.

    Liebe Grüße Angelique

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