familie

Donnerstag :: Singen

Ich erwache durch die Helligkeit im Raum und wundere mich, daß mein Wecker noch nicht geklingelt hat. in Wirklichkeit hat er schon geklingelt, war aber so leise, daß ich ihn nicht gehört habe. Ich möchte nicht aufstehen. Der Sterngucker liegt ganz kuschelig in meinem Arm und döst noch. Wenn ich jetzt aufstehe, wird er wach. Der Wolf liegt zusammengerollt an meinem Fussende und schläft auch. Er muss irgendwann in der Nacht gekommen sein, als ihm kalt wurde. Ich schäle mich aus dem Bett und gehe Frühstück und Brotzeit für die Kinder machen. Der Sterngucker begleitet mich.

Frühstücken
Ich schneide Obst fürs Frühstück her, richte 3 Brotdosen – heute geht der Sterngucker wieder zur Spielgruppe – und erinnere den Wolf daran, daß Zeit ist aufzustehen und sich anzuziehen. Macht er auch und sitzt schon bald tagfertig am Frühstückstisch. Er hat Lust auf Müsli. Die Tochter kommt auch. Ich gebe ihr heute etwas mehr Essen mit, weil auf dem Speiseplan der Schule etwas steht, was sie nicht mag, sie aber heute Nachmittagsunterricht hat. In der Schule kochen die Schüler in der Küche selbst für die Mittagsversorgung. Das ist Teil des Unterrichts. Wenn die kleinen dran sind, gibt es einfachere Gerichte, wenn die Großen kochen sind die Mahlzeiten schon etwas aufwändiger und komplexer.
Die Kinder verlassen das Haus pünktlich und ohne Streit zum Bus. Ich gehe mich erstmal anziehen und tagfertig machen während der Mann frühstückt. Dann frühstücke ich mit. Der Mann geht, er hat heut einen früheren Termin. Ich räume den Frühstückstisch auf, mache nun auch den Sterngucker tagfertig und bringe ihn zur Spielgruppe. Wieder daheim trage ich die Schmutzwäsche vom Bad in den Waschraum und stelle eine Waschmaschine an. Dann räume ich den Rest des Morgenchaoses Weg und trinke meinen Tee.

donnerstag 1

Gitarre spielen und Arbeiten
9:00 klingelt es. Mein Gitarrelehrer steht vor der Tür. Seit die Tochter nicht mehr mitspielt, treffen wir uns Donnerstags, um ohne Kinder gemeinsam singen und spielen zu können. Alle anderen versuche waren nicht wirklich produktiv. Ich spiele und singe nicht gut, aber es macht mir Freude. Wir spielen uns heute durch Simon und Garfunkel und Reinhard Mey. Dann sind 45 min schon um. Die verbleibenden 2 Stunden nutze ich effektiv, um an meinen Projekten zu arbeiten. Ich schreibe Rechnungen, finalisiere ein Faltblatt zum Druck und stelle eine Dokumentation zusammen. An letzterer verzweifle ich ein bisschen. Die Schritte sind für mich logisch und einfach, wenn ich aber daran denke, wie eine Person, die das noch nie gemacht hat, das nachvollziehen soll (es geht um einfach Änderungen an der eigenen Website), dann zweifle ich, ob das machbar ist.

donnerstag 3

Mittagspause
Es ist 12:00. Zeit, den Sterngucker vom Spielplatz abzuholen. Es ist wunderbares Wetter. Heute sollen die Temperaturen bis 21 Grad steigen. Der Sterngucker ist müde und erschöpft. WIr kuscheln uns auf die Couch und in stillen eine Runde. Dabei schläft er ein. Da ruft auch schon der Wolf aus dem Kindergarten an und fragt, ob er einen Freund mitbringen kann. Heute ist das ok. Ich bereite Mittag und nutze die Zeit, noch bei einer Kundin anzurufen, weitere Vorgehensweisen zu besprechen und einen Termin auszumachen. Dann esse ich in Ruhe bevor der Kinderwuselnachmittag anbricht. Ich habe mir Bulgur gemacht, dazu gibt es Reste aus dem Kühlschrank. Nach nur 45 min wacht der Sterngucker wieder auf. Er ist aber noch nicht ganz fit, weint noch eine halbe Stunde, möchte Nähe, aber doch nicht, möchte Essen, aber doch nicht. Es ist schwieirg. Irgendwann beschliesst er aber, daß er ausgeweint hat und setzt sich an seinen Platz zum Essen. Die Jungs kommen vom Kindergarten, schaun aber nur kurz zur Tür rein und vermelden, daß sie draussen bleiben. Das schreit nach Picknicktellern. Die Jungs essen, gehen dann in das Wolfszimmer und hören Musik.

donnerstag 2

Ein kinderreicher Nachmittag
Nach und nach gesellen sich zwei weitere Nachbarsjungs dazu. Die Bande tanzt nochbisschen im Wolfszimmer. Dann gehen sie raus und toben auf der Terrasse weiter, wo noch ein weiterer Junge hinzukommt (6 Kinder inclusive dem Sterngucker). Ich versuche eine Sonnenfinsternisprojektionskamera aus einem Schuhkarton zu bauen, mit mässigem Erfolg. Immer wieder muss ich schaun, daß der Sterngucker nicht zur Strasse oder vom Grundstück läuft. Ich räume die Küche auf, lege 2 Ständer voll Wäsche zusammen und sortiere sie, schalte eine weitere Waschmaschine an und schicke dem Mann eine Einkaufsliste. Gegen 16 Uhr kommt die Tochterfreundin, die heut bei uns übernachten wird, gegen 16:30 die Tochter. 8 Kinder im Haus, die sich aber alle gut und friedlich beschäftigen. Ich telefoniere mit einer anderen Mutter, nach und nach gehen die Kinder nach Hause. Die Teenagerinnen bekommen Hunger und snacken schonmal ein Vorabendbrot – sie plündern die Pagoden (junge Kokosnüsse, die gestern im Abo kamen. Leider nur 2). Ich warte auf den Mann und überlege, was wir heut abend Essen können. Der Kühlschrank ist leer. Der Mann muss einkaufen von unterwegs. Ich richte schonmal Brot und Salat her und halte die hungrige Bande bei Laune. Wir räumen auf, decken den Tisch und der Wolf kocht Nudeln, weil er nicht länger warten kann. Das wird ein buntes Abendessen. Es findet sich doch immer noch was.
Lauter Kleinigkeiten gibt es noch zu tun, bis wir endlich Abendessen. Der Wolf hat einen Splitter im Finger, die Mädels richten das Zimmer zum Schlafen her, die Wäsche wartet noch, aufgehangen zu werden. Ich freue mich, wenn wir endlich alle am Tisch sitzen.

Endlich Abend
Wir bringen die Kinder ins Bett, verräumen Einkäufe und der Mann macht noch die Küche schön. Ich gehe – nach Ewigkeiten mal wieder – zum Yoga. Ich verquatsche mich mit dem Yogalehrer, komme erst 22:45 nach Hause und freue mich, daß der Mann noch auf mich gewartet hat. Wir meditieren und gehen ins Bett. Die Wäsche steht immer noch da. Die hänge ich dann morgen auf.

 

 

 

6 Kommentare

  • Kathrin

    Liebe Ramona!
    Ich liebe es, deine Tagesabläufe zu lesen. Herzlichen Dank, dass du mich daran teilhaben lässt. Ich finde es sehr bereichernd zu lesen, wie sich die Tagesabläufe in deiner Familie gestalten (inkl. Mahlzeiten). Und ich merke gerade, wieviel wert unsere 2 Autos sind (es war früher auch anders) und wieviel einfacher es ist mit 2 Kids mit nur 19 Monaten Altersunterschied. Ich staune, wieviel Energie du hast und Tag für Tag so viel erledigst.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz,
    Kathrin

  • Meeresrauschen

    Liebe Ramona,
    es ist schön von deinem Tag zu lesen. Ich finde es auch sehr schön, dass du Gitarre spielst. Ich würde gerne mal Cello lernen, aber so richtig nehme ich es mir nie vor nach Gelegenheiten zu suchen…
    Außerdem mag ich Simon and Garfunkel so.
    Hab ein schönes Wochenende!
    Grüße,
    Kathrin

  • Andrea

    @ Frau PN: ich auch <3

    @ Ramona: Heldin des Tages – Heldin der Woche – VorbildSuperMama :)

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