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Freitag :: Reden

Ich habe den Wecker schon wieder nicht gehört, bin aber rechtzeitig aufgewacht, um noch in Schlafsachen den Kindern + Gastkind das Frühstück und die Brotzeit zu richten. Die Kinder sind entspannt und kommen pünktlich zum Bus. Jetzt, wo morgens schon die Sonne scheint ist es viel einfacher als noch vor Wochen, wo es morgens dunkel und ungemütlich war. Der Sterngucker schlief heute ausnahmsweise weiter, nachdem ich aufgestanden war. Der Wolf bemerkte direkt die Ruhe beim Frühstück. Es dauerte allerdings nicht lange, bis kleine Kinderschritte die Treppe runter getrappelt kamen.

Morgenprogramm
Nachdem die Hälfte der Kinder aus dem Haus ist, gehe ich erstmal duschen und mich tagfertig machen. Die Gasttochter muss erst später los. Sie geht auf eine andere Schule. Der Mann macht uns Frühstück. Wir frühstücken gemeinsam und besprechen, was aktuell grad alles anliegt (Termine, Projekte, Alltag). Danach räumt der Mann die Küche auf und saugt Staub, ich hänge 2 Ladungen Wäsche auf und schalte eine neue Maschine ein. Inzwischen ist auch die Gasttochter zur Schule gegenagen und wir haben den Sterngucker angezogen. Er beschäftigt sich wieder mit dem GeoMag, wir besprechen derweil zwei konkrete Projekte.

freitag 1

Sonnenfinsternis
Dann ist es Zeit für die Sonnenfinsternis. Wir haben keine Brillen und meine gestrige Schuhkartonkiste funktioniert irgendwie nicht. Ich suche mir eine andere Anleitung und setze sie schnell um. Das klappt und wir experimentieren mit der Projektion der Sonne. Am besten klappt es mit dem Fernglas, was ich mit dem dicken Ende gen Sonne richte und auf ein weisses Papier projiziere.
Ich wundere mich, daß der Mann heute so entspannt ist und gar nicht arbeitet. Er hat Freitags immer Homeoffice und zieht sich in sein Büro zurück. Heute hat er Urlaub, weil er noch Resturlaub verbrauchen musste. Ich freue mich, weil wir endlich mal wieder ein bisschen Zeit miteinander haben.

freitag 2

Entspannte Mittagszeit
Zum Mittag macht der Mann einen Salat aus geröstetem Ciabatta und Kirschtomaten nach einem Rezept von Attila Hildmann. Der hats ihm kulinarisch grad angetan. Ich erledige derweil Kleinkram, schreibe Emails und mache mir einen Wohlfühl-Massage-Termin für Ende des Monats aus. Nach dem Mittagessen, der Salat war sehr lecker, bringt der Mann den Sterngucker zum Schlafen, ich ziehe mich zurück, um noch etwas zu arbeiten und an einem Logoentwurf zu brüten. Der Wolf ruft aus dem Kindergarten an und verabredet sich zu einem Freund. 13:30 kommt die Tochter aus der Schule. Wir sitzen in unserer Wohnküche und hören zu, was sie aus der Schule erzählt. Dazu ist selten so ungestört die Möglichkeit. Ich konnte ein paar Reihen nebenher stricken, während die Tochter isst. Sie erzählt, daß sie in der Schule die Sonnenfinsternis schauen konnten. Einige Kinder hatten Brillen dabei (später erzählt sie mir noch, daß im Klassenraum eine Livestream-Übertragung per Beamer lief).

freitag 3

Überraschung mit der Gemüsekiste und Laufrunden
Es klingelt. Unsere Gemüsekiste wird geliefert. Diesmal mit einer Überraschung von einer lieben Blogleserin. Ich wechsle noch ein paar Worte mit der Auslieferfrau und freue mich über die gelungene Überraschung. Danke! Vom Klingeln wird auch der Sterngucker wach und kommt noch schlafwarm die Treppe heruntergetapst. Ich übergebe ihn an den Mann, er liest mit ihm Buch und kuschelt. Ich bereite mich auf eine Laufrunde. Ich war jetzt echt schon lange nicht mehr Laufen, ich freue mich richtig auf meine Runde bei diesem tollen Sonnenschein. Überall am Strassenrand sehe ich Frühblüher. Schneeglöckchen, Märzenbecher, Schlüsselblumen, Krokusse. Ich laufe 4 km und höre dabei den Podcast Urbane Spinnstube, Episode 110 von Distelfliege.

freitag 4

schneegloeckchen

Noch eine Überraschung im Bastelladen
Als ich zurückkomme spielen der Mann und der Sterngucker Gong. Der Mann möchte auch Laufen. Ich dusche kurz, dann übernehme ich den Sterngucker und der Mann geht Laufen. Mit dem Sterngucker beginne ich, frühlingshafte Fensterbilder zu basteln, merke aber, daß mir bestimmte Farbtöne Seidenpapier fehlen. Ich schreibe einen Einkaufszettel und beschliesse, später noch in den Bastelladen zu fahren, wenn ich eh los muss, um den Wolf abzuholen. Die Tochter fährt eine Runde Inline Skates. Der Mann ist inzwischen zurück und geduscht. Wir besprechen den weiteren Abend. Als die Tochter zurück ist, fahre ich mit ihr los, den Wolf abholen und vorher im Bastelladen Seidenpapier und Marmorierfarben für Ostereier, sowie im Weltladen ein Geburtstagsgeschenk kaufen. Im Bastelladen bekomme ich einen Topf Primeln geschenkt, worüber ich mich sehr freue. Der Mann bereitet inzwischen das Abendessen vor. Es soll französische Zwiebelsuppe und Baguette geben, weil wir so viele Zwiebeln haben.

freitag 5

Abendessen im Motzmodus
Als wir zurück sind, bricht bei allen Kindern und Erwachsenen ein Müdigkeits-Hunger-Motz-Tief an, was bis nach dem Abendessen anhält. Wir meckern. motzen und pampen uns gegenseitig an. Essen, was nicht schmeckt, generell alles (!) immer (!) falsch, Gezappel und Lärm bei Tisch, Umgeworfenen Tassen, falschen Erwartungen – einfach alles. Zum Glück ist das Abendessen auch irgendwann vorbei.
Fazit zur Zwiebelsuppe: Wir hatten sie leckerer in Erinnerung und haben beide festgestellt, daß wir einfach keine Dinge mehr mögen, die ewiglange zerkocht werden. Da fehlt Frische und Nährstoff. War ok für den Abend, hat uns aber nicht überzeugt. (Die Kinder haben Baguette gegessen).

Wir bringen die Kinder ins Bett. Das geht ganz entspannt und problemlos. Alle sind wieder friedlich. War wohl doch die Luft raus. Ich hänge Wäsche auf, der Mann macht die Küche. Dann lungern wir noch etwas auf der Couch herum, meditieren und gehen früh ins Bett. Ich habe Muskelkater vom Yoga gestern und möchte morgen früh zum Schwimmen.

Das war eine recht ruhige Woche. Nächste Woche wird wieder anders, da der Mann einige Tage auf Geschäftsreise sein wird und einige Abendtermine in Schule und Kindergarten anliegen. Das Wochenende gibts dann wieder am Sonntag in Bildern. Ich wünsche dir ein schönes und entspanntes Wochenende.

 

 

4 Kommentare

  • wildewoelfin

    Danke, ich liebe es, deine Berichte zu lesen – ich bin dankbar, dass du auch schreibst, wenn mal nicht alles wundervoll und harmonisch ist – und ich liiiiebe deine kreativität :*
    (Mal ein „Ich-Liebe-Jademond – Statement“)
    Ana

  • FrauPN

    <3

    (Oh, da hat mir die Lena aber meine Idee vor der Nase weg geschnappt ;-)
    Schon seit November will ich Euch auch mal die Biokiste spenden, passte nur noch nicht so richtig)

    LG

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