Mittwoch :: Jonglieren

Mittwoch :: Jonglieren

Mittwochs ist ein bisschen wie Jonglieren. Je nachdem, was grad anliegt, setze ich Prioritäten, gewichte mal hier, mal dort. Das kann ganz entspannt sein – wie heute – oder ganz chaotisch und stressig. Jonglieren auch, weil meistens am Mittwoch alle 3 Kinder da sind mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen durch 4, 6 und 10 Jahre Altersabstand.

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Wir beide arbeiten entspannt nebeneinander her
Mittwochs ist der Sterngucker zu Hause. Nachdem die restliche Bande pünktlich zum Bus und zur Arbeit aus dem Haus ist, mache ich es mir mit meinem Laptop am Küchentisch bequem. Der Sterngucker wuselt anfangs noch etwas suchend umher, hat dann aber schnell eine Idee, womit er sich beschäftigen möchte: Kugeln. Er gibt mir zu verstehen, daß er den Kasten GeoMag (den haben wir mal auf dem Flohmarkt erstanden) haben möchte. Anfangs bin ich etwas skeptisch, ob dann nicht wieder die ganzen Kugeln durch den Raum rollen. Ich gebe ihm das Spiel aber trotzdem. Er beschäftigt sich sehr lange und ausgiebig damit, es einzuräumen und auszuräumen, zu bauen, die Magnete aneinanderzukleben und Einzelteile zu ordnen. So kann ich mich gut auf meine Arbeit konzentrieren. Ich arbeite an einem Faltblatt für einen Kunden, was in der finalen Endabstimmung ist. Ausserdem schaffe ich es, Die Fotos aus dem letzten Lebensjahr des Sternguckers rauszusuchen und zu bestellen. Er hat ja bald Geburtstag, bis dahin möchte ich sein Fotoalbum auf den neuesten Stand gebracht haben. Fotos bestelle ich meistens bei Photobox. Ich habe auch versucht, noch Sonnenfinsternisbrillen zu bekommen. Erfolglos – natürlich. Aber per Twitter kam ein toller Tipp, wie man trotzdem die Sonne beobachten kann. Eine kleine Bastelei mit Schuhkarton und Toilettenpapierrollen (im Artikel ziemlich weit unten).

Volles Haus zur Mittagszeit
Gegen Mittag ruft der Wolf aus dem Kindergarten an. Er möchte sich gern mit seinem Freund verabreden. Heute geht das aber nicht, weil wir um 16 Uhr einen Termin haben.
Ich bereit mit dem Sterngucker das Mittagessen vor. Er besteht auf (wiedermal) Gnochi. Ich mache grüne Bohnen dazu, die ich mit Zwiebel in der Pfanne anbrate und dann würze. Wir essen schonmal, später kommen die Tochter und der Wolf aus der Schule/Kindergarten. Fast zeitgleich steht ein Nachbarsjunge vor der Tür und möchte mit dem Wolf spielen. Ich lasse ihn herein und schaue, daß die Bande erstmal Mittag isst. Danach verziehen sich der Wolf & sein Freund nach draussen (mittlerweile ist ein weiterer Freund hinzugekommen) und warten auf den Eiswagen, der hoffentlich heute bitte kommt. Die Tochter ruht sich ein bisschen aus und lungert herum. Ich gehe derweil duschen, der Sterngucker nimmt ein kleines Bad in der kleinen Plastewanne.

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Heute ein Nachmittagstermin
Dann schiebe ich eine kleine Yogarunde ein. Der Sterngucker macht mit oder hampelt mir im Bild rum. 15:40 kommt der Mann. Der Eiswagen war noch nicht da. Trotzdem ist es Zeit, zu unserem Termin in der Schule zu fahren. Die Tochter passt derweil auf den Sterngucker auf und geht mit ihm raus. In der Schule gibt es ein Gespräch mit dem Schulleiter und uns als Familie zur Einschulung des Wolfes. Wir können noch Fragen stellen und uns gegenseitig kennenlernen. Das verläuft alles ganz geschmeidig. Der Wolf futtert Kekse und spielt mit der Lehrerin. Danach fahren wir noch kurz zum Eisladen. Der Wolf und der Mann schlecken ein Eis und holen des Mannes Brille beim Optiker, ich bleibe im Auto und geniesse ein paar Minuten Strickzeit an meinem Tubularity.

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Abendessen
Wir fahren nach Hause. Es ist nun schon fast 17:30. Wir haben hungrig, der Sterngucker ist müde und knatschig. Der Mann bereitet uns das Abendessen zu (Kartoffebrei, gebratene Zwiebeln und restliche Bohnen vom Mittag). Ich telefoniere derweil mit der Tochterfreundinmutter und bespreche die Logistik für morgen, denn da berherbergen wir wieder die Tochterfreundin. Das machen wir manchmal, wenn beide Eltern geschäftlich unterwegs sind und die Freundin eine Familie braucht. Wir sind sozusagen Leihfamilie.

Bett- und Redezeit
Nach dem Abendessen bringt der Mann den Sterngucker ins Bett. Der Wolf spült ab und bringt den Biomüll raus, ich führe mit der Tochter ein bisschen Mutter-Tochter-Gespräche. Der Mann fährt gegen 19:30 zum Yoga, ich bringe den Wolf ins Bett, wir lesen und erzählen noch. Dann schau ich nochmal bei der Tochter rein und kümmere mich um sie. Dann ziehe ich mich ins Wohnzimmer zurück, wo ich gleich noch bisschen an den Sachen arbeiten werde, die ich heut vormittag nicht mehr geschafft habe.

2 Gedanken zu „Mittwoch :: Jonglieren

  1. Deine Tagebuch-Posts gefallen mir sehr! Linnea hat heute übrigens das erste Eis vom Eiswagen geholt, bei uns klingelt er seit Anfang März wieder durch die Straßen.
    Dieses Jonglieren habe ich hier auch ständig, immer wieder wechselt die Anzahl der anwesenden Familienmitglieder und ihre Bedürfnisse.
    LG, Micha

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