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Platz schaffen und Ausmisten

Es scheint, dass nach den üppigen, in jeder Hinsicht (Deko, Essen, Sozializing) pompösen Weihnachtstagen allerorts Sehnsucht nach Ruhe und Klarheit auftaucht. Da lese ich zum Jahresbeginn von Minimalismus und Aufräum-Challenges, so-schnell-wie-möglich-die-Wohnung-wieder-zurück-haben-wollen-Bedürfnissen, Baum-rauschmeiß-Aktionen und Konsumverzicht-Vorhaben. Geht mir schon auch so. Ich möchte Ordnung und Struktur zurück, den gewohnten Alltag, die Leere.

Gerade ist hier aber noch volles Ferienchaos. Am Wochenende kommen die Sternsinger, nächste Woche geht der Alltag wieder los. Die Motivation der unterschiedlichen Beteiligten ist geteilt. Ich hab noch keine Lust, den Baum abzuschmücken. Zu gern mag ich den Geruch und das Grün im Wohnzimmer, das Leuchten am Morgen und am Abend, den Schmuck und die Erinnerungen. Dennoch findet man mich hier und da herumgruschelnd, da ein bisschen ausmisten, da etwas wegwerfen. Als würde es zum Jahresanfang besonders leicht fallen, sich von altem, nicht mehr passenden zu trennen. Platz zu machen, für das Jahr, was sich da frisch und unbeschrieben ausbreiten möchte. Und neues kann erst kommen, wenn altes geht. Das ist doch wie bei den öffentlichen Verkehrsmitteln: Erst Aussteigen lassen, dann Einsteigen.

Hier habe ich eine 40 Tage Zeit-statt-Zeug Aufräumchallenge gefunden, die ganz reizend klingt. Ich weiss noch nicht, ob ich da wirklich 40 Tage mitmache, aber das ein oder andere mal lasse ich mich gern davon inspirieren. Vielleicht teile ich sogar meinen Fortschritt hier im Blog. Heute war die Challenge, 15 Dinge innerhalb von 15 Minuten auf- bzw auszuräumen an einem Ort. Ich habe mir die Couchecke ausgesucht. Unser kleines Würfelregal, wo sich im Laufe der Wochen Zettelkram, Kataloge und Bücher gesammelt hatten. Ich habe die Weihnachtsbücher verräumt, die Spiele und Puzzle an ihren Platz zurückgetragen und alles Überflüssige aussortiert.

Das war die Ausbeute:

Und das der Nachher-Anblick. Vom Vorher habe ich vergessen, ein Foto zu machen. Ok, hinter der Couch steht noch die Kiste, wo der Weihnachts- und Baumschmuck reinkommt. Aber die räume ich erst weg, wenn der Schmuck da wirklich drin ist. Klar, oder?

Die Geschichte zu dem schönen Bild von Klaus Voormann, was ich immer noch sehr liebe, kannst du hier nachlesen.

Ein Kommentar

  • Rosi

    Neujahr.. erster Januar ..
    für mich ist das nur ein Datum
    nichts Besonderes
    auch kein Grund in Aktionismus zu verfallen ;)
    ich freu mich an meiner Weihnachtsdeko so lange es geht
    wenn die Tage länger und heller werden
    werde ich einiges wegräumen
    und vielleicht !! bekomme ich ja wirklich mal die Kurve mit dem Aufräumen anzufangen ;)

    liebe Grüße
    Rosi

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