_Ferien

Kleines Glück

Die Tage schwanken zwischen Traurigkeit und Rastlosigkeit, aber auch großem Glück und innerer Ruhe. Ich werkele im Garten und koche aus den wenigen Gartenschätzen leckeres Essen. Wie zb die Karotten-Tomatensuppe nach Soulemama, die ich dann im Schatten auf der Terrasse geniesse. Heissen Tagen folgten Regenschauer und Abkühlung. Jetzt wird es wieder warm. Wir arbeiten viel, denn jetzt folgen die Aufträge, die sich durch die Corona-Pause verschoben haben oder liegengeblieben sind.

Familienglück

Ich habe mich über den Sohn gefreut, der Heimweh hatte und sich traute, den weiten Weg von Oma allein mit der Bahn hierher zu kommen. Ein mutiges erstes Mal, ein über sich Hinauswachsen und Großwerden. Nun ist der fast Teenager also wieder im Hause. Gleich eine andere Dynamik, obwohl er die meiste Zeit in seinem Zimmer verbringt und zockt. Der kleine Sohn ist gerade bei den Eltern des Mannes, die Tochter noch in Norwegen.

Einen einzigen Tag hatte ich mit dem Mann allein. Den haben wir genutzt, um am Abend essen zu gehen beim Guiseppe et Amici in Kolbermoor. Das hat uns beiden gut gefallen. Wir sassen da, haben geredet, einander genossen und gut gegessen. Auf dem Weg nach Kolbermoor sind wir durch dramatischen Himmel gefahren. Zusammen mit der Bergkulisse war das tausendmal schöner, als es jedes Foto durch die Autoscheibe.

Gartenglück

Ich habe den ganzen Lavendel zurückgeschnitten und viel Unkraut gerupft. Der Nachbar hat mir über den Zaun einen Salatkopf und Tomaten geschenkt. Nicht im Bild sind die vielen Himbeeren und Brombeeren, die ich jeden Tag vom Strauch direkt in den Mund esse. Hm. Im Baumarkt konnte ich nicht vorbeigehen an den Blumen für meinen Kasten auf der kleinen Büroterrasse. Da waren zuerst die Tomaten drin. Die sind nun abgeerntet. Jetzt sieht es schon etwas herbstlich aus. Ich sehe zum ersten Mal Edelweiss, Aus irgendeinem Grund lässt mich das an meinen Opa denken. Edelweiss und Enzian. Ich weiss gar nicht warum. Ich bin nicht in alpinen Gegenden groß geworden und habe in meiner Kindheit eher Urlaub an der Ostsee als in den Bergen gemacht.

Eine der August Art Journal Wochenaufgabe war es, eine Pflanze zu wählen, sie jeden Tag zu besuchen, zu beobachten und zu zeichnen. Ich besuche den Hibiskus.Das August Art Journal macht mir Freude. Jeden Tag drehe ich ein kleines Video, lade es zu youtube hoch und versende eine Email an die Teilnehmerinnen. Und freue mich darüber, was mitgemacht und geteilt wird, wie sich Freude ausbreitet und die Teilnehmerinnen ebenso viel Spaß haben wie ich. Das ist schön.

Schritte zum Glück

Als ich mit dem Mann essen war, habe ich mich beklagt, dass ich keinen Weg zurück zu meiner Fitness und Kondition finde. Ich bin furchtbar verspannt, schnell erschöpft von sportlichen Tätigkeiten, die mir sonst eher leicht fielen. Das demotiviert mich, weil meine Latte noch da hängt, wo sie früher mal hing. Bevor es anfing, mir so schwer zu fallen und der Alltag angefangen hat, so viel Kraft zu kosten. Ich möchte wieder zu diesem Vorher. Aber vielleicht ist es besser, beim Jetzt zu starten. Der Mann meinte, es wäre doch ein guter Anfang, meine regelmässigen Spaziergänge wieder aufzunehmen, um überhaupt in Bewegung zu sein. Die einfachen Lösungen liegen manchmal so greifbar nah. Kein ganz oder gar nicht, sondern ein stetig und ausdauernd. Also gehe ich jetzt wieder spazieren. Am Abend, wenn es nicht mehr so heiss ist, Wege, wo mir keine Bremsen auflauern. Ich nehme die Unruhe mit, die Melancholie und die Dunkelheit. Beim Gehen tausche ich sie gegen goldenes Licht. Das tut gut.

      

Was schön ist

Ich höre das Hörbuch „Alte Sorten“ und bin nach 1,5 h schon sehr begeistert von der Geschichte.

Für September habe ich einen Schriftkurs geplant. Das Konzept trage ich schon eine Weile in mir herum: Schriftbegeisterung teilen. Kein fancy Handlettering, sondern eher so kleine anwendbare Schrifttipps für individuelle Alphabete und schöne Schrift, die man einfach mit einem Bleistift umsetzen kann. Sei es fürs Bulletjournaling, Notizen oder das Skizzenbuch. Natürlich gibt es auch Tipps zum Brushlettering und Schrift zeichnen, aber der Fokus ist auf leichter Anwendbarkeit und der Freude am Schreiben. Heute habe ich eine kurze Kursbeschreibung zusammengefasst, den Kurs bei Digistore eingereicht und genehmigt bekommen. Juhu!

Eine Postkarte aus Schweden und Sommerpost vom Post-Kunst-Projekt.

Gemüsesuppe mit Bohnen, Kartoffel, Kohlrabi und Karotten aus dem eigenen Garten.

Vorfreude auf ein Treffen mit der goldenen Maren.

Dieses Lied von Alanis Morrissette.

Aber auch dieses von Nena.

Ein Bericht über Heiligendamm. Da habe ich studiert und in Kühlungsborn gelebt. Die Mollibahn, Prof. Skerl, der Strand, die Häuser. Alles so vertraut und ein Stück Herzensheimat. Ich träume davon, eine dieser Wohnungen zu kaufen.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie bei StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

Ein Kommentar

  • Eva

    Liebe Ramona, ich bin auch so eine Abend-Spaziergängerin, v.a. auch, weil es dafür tagsüber bei uns einfach zu heiβ ist. “Ich nehme die Unruhe mit, die Melancholie und die Dunkelheit. Beim Gehen tausche ich sie gegen goldenes Licht” trifft den Nagel auf den Kopf, genau das tu ich nämlich und du hast das perfekt in Worte gefasst. Danke dir und LG!

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