_Ferien

Ostern 2021

Hier hat das Leben zwischen Kursen und Ferien schon wieder Tempo aufgenommen. Ein paar Osterbilder möchte ich dennoch zeigen. Als Erinnerung für mich selbst. Unser Osterfest war klein, ruhig und familär. Das Wetter zeigte sich wider Erwarten noch sehr schön, wenn auch kalt. Der angesagte Regen blieb aus, so konnten wir im Garten Nester suchen.

Waldspaziergang mit einer Freundin. Die Buschwindröschen blühen – Kindheitserinnerungsblüten.

In der Kirche lagen kleine Hoffnungspäckchen aus. Nach dem Einkauf im Bioladen habe ich mir eins mitgenommen. Erstaunlich, wie so kleine Gesten das Herz erfreuen können.

Am Gründonnerstag habe ich Pita Brote nach dem Rezept von Veronika Smoor gebacken. Der Mann hatte mir einen kleinen Rotwein mitgebracht. Während er zum Arbeiten im Lanserhof war, habe ich gemütlich mit den Kindern zu Abend gegessen und für mich selbst Abendmahl gefeiert.

Am Karfreitag haben wir Ostereier gefärbt. Ich habe vorher alle Eier gesammelt, aus denen die Familie Rührei gemacht hat. Während meines Studiums habe ich die Wachsbatiktechnik kennengelernt, mit der traditionell die sorbischen Ostereier gestaltet werden. Das wollte ich mal wieder machen. Aus Federn habe ich “Pinsel” geschnitten, mit Wachs die Muster aufgetupft und die Eier in kalter Farbe gefärbt. Die Kinder haben mitgemacht. Es sind schöne Eier entstanden, ich hätte aber gern mehr Ruhe und Geduld gehabt. Mit Kindern ist es doch eher unruhig. Hat aber Spaß gemacht!

Am Ostersonntag haben wir ein üppiges Osterfrühstück genossen. Ich habe ein Lamm und einen Hefezopf gebacken. Nach dem Familienteil gingen die Kinder spielen, der Mann und ich saßen noch eine ganze Weile und haben unser Monatsdate darausgemacht. Ins Café können wir ja immer noch nicht gehen, also machen wir es uns weiterhin zu Hause gemütlich.

Am Nachmittag gingen wir spazieren, wie jeden Tag. Die Tochter und ihr Freund haben geholfen, die Osternestchen zu verstecken. Die Suche war unterhaltsam und zum Teil herausfordernd. Alle Kinder haben aber ihre Geschenke gefunden: Süßkram, Chips und etwas kleines zum Spielen (Tischtennisschläger und einen Taschenfrisbee).

Ruhige Osterferien

Die weiteren Tage vergingen im ruhigen Ferientrott zwischen Spaziergängen, Aprilwetter und Herumgelungere. Wir haben ein bisschen gearbeitet, die Kinder waren abwechselnd draussen, verabredet oder drinnen. Das Wetter war ziemlich unberechenbar: sonnig, verschneit, grau, düster und plötzlich wieder hell. Ich bin mit dem Mann und dem Wolf auf der Couch zu “Lucifer” auf Netflix versackt. Normalerweise schaue ich keine Serien, sondern gehe spätestens 22 Uhr ins Bett. irgendwie hat es mich aber eingesaugt und ich habe Gefallen an Lucifer Morningstar gefunden. Nun merke ich allerdings, dass es mir nicht gut tut, auf Schlaf zu verzichten, auch wenn ich morgens ausschlafen kann. Deshalb werde ich wohl wieder aufhören.

Arbeitsmässig habe ich mir vorgenommen, ein paar lose Enden abzuarbeiten und mir wieder Überblick zu verschaffen. Als nächstes wird der Schriftzauberkurs für Anfängerinnen laufen. Ich habe einen Blogpost zu dieser fröhlichen Versalschrift geschrieben und eine Vorlage zum Download gestaltet. Über mehrere Tage habe ich mir Zeit für einen Quartalsrückblick genommen. Ich bin ganz erstaunt (und auch ein bisschen erschrocken), wieviel in so ein Quartal passt. Das nächste möchte ich etwas reduzierter angehen.

Ferienende

Am Montag beginnt wieder Schule nach den Osterferien. Ich bin nicht mehr ganz entspannt und gelassen, denn es fällt mir immer schwerer mich von diesem Corona-Thema abzugrenzen. Die Schutzstrategie, Nachrichten dosiert zu konsumieren, funktioniert nicht mehr so gut. Es müssen dauernd Entscheidungen getroffen werden, abgewogen werden. Eigene Grenzen mit ethischen Gesichtspunkten und Gemeinwohl abgeglichen werden. Das strengt mich an. Nun sollen die Kinder im Wechselunterricht zur Schule, Tests sind aber verpflichtend. Abstandsregeln und Maskenpflicht gilt weiterhin. Ich finde das Thema Schule mit dem Wolf eh schon herausfordernd genug und freue mich über jeden Fortschritt. Alles, was zusätzlich hinzukommt wirft uns wieder zurück. Das alles überfordert gerade mein System. Ich möchte mich einkugeln, zurückziehen, nichts damit zu tun haben. Es ist ein Eiertanz mit der eigenen Stabilität, das Eis ist dünn. Ella schreibt auf Instagram einen passenden Text zu Selbstfürsorge. Ich bin froh um den Therapie-Termin nächste Woche.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

2 Kommentare

  • Ines Düe

    Liebe Ramona,
    Das Eis ist dünn…ja es ist kaum mehr möglich sich abzugrenzen und eine natürliche Lebensweise, sowie die eigene Mitte zu halten.
    DANKE ,dass Du dieses Thema nicht ausklammerst.Es st so wichtig offen damit umzugehen!!!
    Liebe Grüße aus dem Norden,

    Ines D.

  • amberlightlabel

    Ahhh, die sorbischen Ostereier – ich stümpere da jedes Jahr mit den Kindern vor mich hin und habe Spaß dabei. Dieses Jahr ist es aber tatsächlich das 2. Mal. dass ich dabei Kerzenwachs statt Bienenwachs sehe – das kommt mir ganz neu vor und ich frage mich, ob das wirklich beim färben gut genug hält, wobei ich selbst ohnehin nicht wechseln würde, denn ich mag den Bienenwachsduft sehr …

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