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gesehen :: The Danish Girl

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Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, aber: ich war tatsächlich im Kino! Ich war vorher jahrelang nicht im Kino. Ich glaube, das letzte Mal war noch vor unserem Umzug mit den Kindern zu den Schlümpfen in 3D (was ich unsäglich grässlich fand). Seit ich letztes Jahr den Trailer von „The Danish Girl“ gesehen habe, wollte ich unbedingt den Film sehen. Der Film läuft gar nicht mehr überall, sodass wir bis München fuhren, um den Film am Montag im Cadillac & Veranda zu sehen.

Der Film erzählt die Geschichte des dänischen Malers Einar Wegener, der mit seiner Frau Gerda in den 1920er Jahren ein Künstlerleben in Dänemark führt. Eines Tages springt Einar als weibliches Model für Gerda ein, weil das ursprüngliche Model verhindert ist. Diese Schlüsselszene hat etwas in Einar ausgelöst. Mehr und mehr entdeckt er, daß eigentlich auch eine Frau ihn ihm lebt, die im Laufe des Films Lilly heissen soll. Wir beobachten Gerdas Entwicklung als Künstlerin und Einars zunehmende Identifikation mit Lilly. Einar kleidet sich immer öfter als Frau und tritt auch im öffentlichen Leben als Lilly auf. Einar hört auf zu Malen und sucht nach einem Weg, sich wieder ganz zu fühlen. Auf der Suche nach Hilfe treffen sie über Umwege auf den deutschen Arzt Kurt Warnekros. Einar entschliesst sich mutig zu einer riskanten Operation und gehört Anfang der 1930er Jahre zu einem der ersten Transsexuellen, die diesen Weg gehen.

Der Film basiert auf einem Buch von David Ebershoff*, welches wiederum auf Lili Elbes Lebensbericht zurückgeht, welcher 1931 zuerst in dänischer und später in deutscher Sprache erschien.

Mich hat der Film tief berührt. Er war so ästhetisch und leise. Unglaublich schöne Farbharmonien, Kleidung, Räume, Kameraeinstellungen und Szenen, die noch sehr in mir nachklingen.

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6 Kommentare

  • Michaela

    Liebe Ramona! Als ich im Dezember den Trailer des Filmes sah, wollte ich ihn auch unbedingt anschauen! Ich habe mir dann aber im Januar das Buch gekauft und es innerhalb von 2 Tagen gelesen, so fesseld und berührend fand ich es! Tatsächlich musste ich ab und an beim Lesen auch weinen… Den Film habe ich dann nicht mehr angeschaut, aber das Buch ist wirklich sehr zu empfehlen. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, michaela

  • Kathrin

    Ich kannte den Film nicht, danke für den Tipp. Dies schient ein sehr berührender Film zu sein, werde ich mir merken und sicherlich auch mal anschauen.
    Ja die guten Kinoerlebnisse sind mit kleinen Kindern im Haus, auch sehr selten geworden. Früher haben wir die Abende mit einem guten Film (dank der vielen Programmkinos in Dresden, auch möglich) sehr genossen. Doch alles hat seine Zeit und wird sicherlich auch wieder kommen ;-).

    Das Bild von Lilly ist wunderschön.

    Ich wünsche dir eine schöne Frühlingswoche…liebste Grüße.

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