gedankengut

Podcast Nr.15 :: Strickprojekte, Hausbau- und Autofahrgedanken

Heute gibt es gleich wieder einen Podcast. Ich habe gestern die Gunst der Stunde genutzt, daß der Bonussohn (19) zu Besuch ist und mir sein tolles Gamer-Headset mit dem guten Mikrophon mitgebracht und ausgeliehen hat (Danke, B!). Somit konnte ich eine halbe Stunde über meine Strickprojekte, unser neues Haus und Fahrrad vs Autofahren plaudern. Für zukünftige Podcasts ist auch mal wieder bisschen Yoga, Rezepte und Bastelkram geplant.

Gedankengut
Podcast Folge 15 – Strickprojekte, Hausbau- und Autofahrgedanken

Im Podcast erwähne ich

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3 Kommentare

  • distelfliege

    Zu dem Autothema will ich mich ja nochmal melden.
    Also zuerst mal tut mir das leid, dass du nicht mehr alles mit dem Fahrrad machen kannst, wie früher.
    Ich glaube aber, du hast ein bischen das, was ich sagte, zu persönlich genommen.
    ich sagte: Ich kann mir wegen meinem Lebensentwurf kein Auto leisten, und fahre daher nur Fahrrad und dass ich das toll finde, wenn das sogar Familien mit Kindern machen.
    Und dass das Auto so DAS Symbol der beschleunigten Wachstumsgesellschaft ist: ökologisch schlecht, sehr teuer, sehr schnell, ein Statussymbol usw.
    Selbst wenn mensch auf das Auto angewiesen ist, ändert sich grundsätzlich an dem Satz nichts – wir brauchen in der Bäckerei z.B. auch ein Auto um unser Brot auszuliefern (und machen das nicht mit dem Lastenfahrrad).
    Ich habs grad nochmal durchgehört, und ich habe nirgends gesagt, Autofahren sei durch die Bank weg doof und Autofahrer_innen wären doof, sondern eben dass das Auto symptomatisch ist für die beschleunigte Mobilgesellschaft. Und das äussert sich ja grade auch darin, DASS Leute auf das Auto angewiesen sind.

    Ich habe jetzt z.b. seit wenigen Wochen ein Handy und merke, dass auf einmal Barrieren, denen ich ohne Handy ausgesetzt war, jetzt weg sind. Ich kann freie WLANs nutzen, weil ich mir einen Freischaltcode per SMS senden lassen kann. Ich kann gmail haben. Ich kann mir ein DB-Fahrrad leihen und bekomme Mitfahrgelegenheiten, und und und… Darin zeigt sich, dass wir eine „überall kommunikationsfähig sein, das muss sein“ – Gesellschaft geworden sind, und das Handy ist dafür symptomatisch. In Holland, als ich in Amsterdam war, war es einfacher, ohne Mobiltelefon öffentliche Services zu nutzen, dort setzen die Leute nicht den Besitz eines solchen einfach voraus..

    Ich denke, diese Strukturen habe ich zu wenig deutlich gemacht, es ging mir mehr darum die durchmobilisierte Konsumgesellschaft zu kritisieren, als individuell Leute anzuschuldigen, die Auto fahren müssen. Und auch wenn ich das schlecht deutlich gemacht habe, mein ich, dass es noch bischen hin ist bis zu dem Punkt, dass ich das Autofahren verteufelt habe.

    Aber egal, wer jetzt was wie gesagt hat: Ich finde es bringt nix, strukturelle Probleme auf der individuellen Ebene allein abzuhandeln, und deshalb wärs mir lieber, das Thema „Autofahren vs Radfahren“ würde nie nur auf der Ebene verhandelt, wer das individuell auf die Reihe kriegt oder auch nicht. Dazu müssen Dinge wie finanzieller Status, Ableismus, Infrastruktur (wie du schon sagtest, keine Radwege usw.), usw. einbezogen werden, aber auch das nicht auf einer individuellen Ebene, sondern auf das „grössere Ganze“ bezogen.

    Bei mir auf dem Dorf früher gab es gute Radrouten, aber der lokale Edeka kam auch erst aufs Dorf, als ich schon Teenager war, davor gab es 2 Tante-Emma-Läden, dann war Schluss. (Der Edeka hat dann beide Läden in wenigen Monaten gekillt)

    Viele Familien hatten 2-3 Autos. Es gab immer auch Familien, die sich nicht mal ein einziges Auto leisten konnten. Das waren auch die, wo die Tochter dann nach der Hauptschule gezwungen wurde, in der Fabrik zu arbeiten weil dann mehr Geld rein kam, als wenn sie noch 3 Jahre in die Lehre gehen würde. Das verweist dann wieder auf Strukturen, wo es nicht um ökologisches Bewusstsein vs. Autofahren geht, sondern um Wohlstand und Armut.

    Mir wurde z.b. auch von der ganzen dörflichen Gesellschaft ein Mobilitätsmodell vorgelebt, wo Radfahren einfach undenkbar war. Radfahren und zu Fuss gehen habe ich erst in Berlin „gelernt“ und ich wäre heute auf dem gleichen Dorf erheblich mobiler, als ich das früher war, weil ich es früher einfach nicht für möglich gehalten hätte, dass es geht. Dazu ist halt die Vorraussetzung, dass ich gesund und fit bleibe, sonst kann ich auch nicht radfahren usw. und das hat dann wieder Querverbindungen zu allen möglichen politischen Verhältnissen wie Pflegeversicherung, Gesundheitssystem usw.

    Da habe ich jetzt bei allem keine fertige Theorie, sondern mir ist halt wichtig zu sehen, dass vieles noch mit anderen Themen verbunden ist.

    Du kannst ohne Auto nicht leben, ich kann mir kein Auto leisten, und das sind Konsequenzen aus den Entscheidungen, die wir getroffen haben, wo und wie wir leben wollen. Aber die Verhältnisse, die wir vorfanden, und innerhalb derer wir uns entschieden haben, fallen ja nicht so aus dem Vakuum vom Himmel. Das find ich wichtig dazu zu denken.

  • Maria Gehrmann

    Liebe Ramona,
    wie Du weisst leben wir auch ohne Auto und bestreiten wirklich alles zu Fuß, mit Straba, im Zug und natürlich mit den Rädern (Anhänger ist unser Kofferraum).
    Nun hatten wir letzte Woche Besuch mit Auto!! Oh war das toll. Wir haben uns zum Einkauf, in den Kindergarten und zur Arbeit kutschieren lassen. Noch dazu war es ein windiger, verregneter Tag, so war es natürlich besonders klasse und richtig Luxus.
    Fazit:
    Am besten war für mich die Kleinstadt zum Wohnen. wir hatten unser Auto, fuhren aber die meiste Zeit Rad. Das Auto diente dem Einkauf, für Ausflüge und dem Verreisen. Hier in Freiburg wäre ein Auto nur eine Last. Außerdem hasse!!!!!! ich den Verkehr: das permanente Gebrumme der Motoren. Ich stehe hier echt auf Kriegsfuß mit Autos und überquere Straßen bei Rot und auch wenn ein Auto kommt , das ist meine Rebellion. Jetzt höre ich aber lieber auf, nicht das ich mich noch weiter aufrege!!

    P.S.Ich liebe Deinen Blog. Klaus verdreht schon die Augen wenn ich meinen täglichen Besuch bei Dir starte. :-)

  • Micha

    Liebe Ramona,
    danke für die schöne Folge! Wenn du irgendwann mal im neuen Haus im neuen Büro einen Workshop anbietest, würde ich gerne mal die Reise nach Bayern antreten ;-). So ein Haus würde mir auch sehr gut gefallen (aber da bekomme ich wohl meinen Mann nicht zu, er ist für „Stein auf Stein“). Also, ich verfolge gespannt deine Hausbaugedanken und auch sonst deine Themen.

    LG, Micha

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