Auf der Suche nach einer passenden Schublade. Gedanken.

Auf der Suche nach einer passenden Schublade. Gedanken.

Ich überarbeite meine Website, überdenke meine Ausrichtung und mein Angebot. Irgendwas ist da noch nicht stimmmig. Ich suche eine Schublade, ein Label, einen Rahmen. Wer/was bin ich? Alles Bekannte und Einordenbare passt nicht. Ich will mich nicht lange erklären müssen. Einen Titel. Eine Bezeichung, die treffend ist und nicht holprig über die Zunge kommt, wie erste Gehversuche in neuen Schuhen.
Neulich sass ich mit FreundInnen zusammen, als mich der Mann in der Runde fragte, was ich denn eigentlich beruflich mache. Designerin bin ich. Kommunikationsdesign. Es folgte ein kurzer Abriß darüber, was man da so tut. Denn die meisten Menschen können sich darunter nichts konkretes vorstellen. Aber eigentlich bin ich auch Kalligrafin. Schönschreiberin. Künstlerin also? Ja, Ramona ist Künstlerin.
Hm.
Der Abend war sehr schön. Daheim ging mir aber diese Situation nochmal durch den Kopf. Warum hatte ich mich als Designerin vorgestellt? Das trifft überhaupt nicht den Kern dessen, was ich tue. Aber es war einfach und unumständlich. Doch was ist eigentlich der Kern meiner Arbeit? Was tue ich? Wer bin ich?
Caro schrieb darüber mal einen ähnlichen Beitrag: Status – it‘s complicated

Ramona Weyde. Tausendsassa

Bloggerin, Kalligrafin, Autorin, Seelentieftaucherin, Schönschreiberin, Schriftkünstlerin, Designerin, Gestalterin, Heilerin, Energiewandlerin, friedliche Kriegerin, Soulpreneurin, Künstlerin, Lehrerin, Mentorin…
Ich gebe Kurse, online wie offline, mit dem Fokus auf dem heilsamen und spirituellen Prozessen unseres (künstlerischen) Tuns. Mich fasziniert der Wandel von Energien in uns drin und Methoden, in Verbindung mit uns selbst zu kommen. Als Mentorin stehe ich zur Seite, berate, stelle Fragen und gebe Impulse. Ich inspiriere, begleite, schaffe und halte Räume. Mit meiner Schöpferkraft gestalte ich kalligrafische Auftragsarbeiten, finde Lösungen, schreibe, netzwerke, lerne und lehre. Ich nähre, gebe und öffne Augen und Herzen.
Wie nennt man das? Also was schreibe ich auf meine Visitenkarte?

Ein Rahmen für das bunte Bild

Genau wie Caro mag ich die Vielfalt, die Ideen und Projekte an denen ich arbeite, die Texte, die ich schreibe und Kurse, die ich gebe. Und doch möchte ich gern eine Schublade, ein Label, einen Rahmen. Damit ich mich positionieren kann. Weil ich glaube, dass es für mich dann einfacher ist. Wenn mein Bild einen Rahmen und ein Passepartout hat. Oder wie der Mann es so schön in Worte gefasst hat: eine Idendität, um mein Handeln danach auszurichten und im Herzen immer wieder überprüfen zu können, ob die Richtung stimmt.
Während ich drüber nachdachte und hinspührte und mit dem Mann darüber sprach, kam es mir, dass hinter dieser ganzen Frage noch vielschichtig andere Themen stecken. Wäre ja zu einfach, wenn es nur die Frage nach dem Label ist. Nein nein. Da steckt eine ganze Menge von Glaubenssätzen und Gedanken dahinter, von Sehnsüchten und Ängsten. Von Selbstwert und Ernstgenommenwerdenwollen, von der Sehnsucht geliebt zu werden und Verletzlichkeit, von Unsicherheit und Gedankenschranken. Das ist sehr faszinierend.
Bis ich eine Lösung habe werde ich wohl Gestaltwandlerin sein. Mal diesen Mantel anprobieren und das Kostüm. Bis ich gefunden habe, welche Hose oder welcher Rock mir passt. Welcher Rahmen zu meinem Bild gehört.

Ein Gedanke zu „Auf der Suche nach einer passenden Schublade. Gedanken.

  1. Liebe Ramona,
    immer wieder finde ich deinen Blog bei verschiedenen Suchanfragen und lese immer wieder gerne deine Artikel. Vielleicht habe ich ihn heute gefunden, weil ich mich auch gerade genau diesere Frage stelle: wer bin ich und eine Rundum Definition suche und dabei strauchle…
    Ich finde du hast tolle Begriffe für dich und die Dinge, die du tust gefunden. Vielleicht ist es gar nicht so schlimm dafür keine feste Form und Schublade zu finden, jeder würde ja für diese Schublade wieder seine eigenen Definitionen haben.
    Gestaltenwanderin gefällt mir gut … viel Freiraum Neues zu entdecken und zu erfahren.
    Danke dir für deine Gedanken… ich bin gespannt wie es weitergeht.
    Herzliche Grüße und alles Gute
    Sabine

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