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Freitagsschnipsel

Freitags blicke ich gern auf die Woche zurück. Wie war die Energie? Was hat mich glücklich gemacht? Worüber war ich in Sorge? War es eine schnelle Woche oder eine langsame? Was ist geblieben aus den vielen Erlebnissen, Terminen und Momenten?

Auf dem Herd blubbert unser Mittagessen (Risotto), im Ofen backen Kürbisspalten dazu. Der Mann holt den Wolf und die Nachbarstochter an der Schule ab. Auf dem Küchentisch sind unsere Arebitsmaterialien noch wild verstreut. Freitags arbeiten wir meist gemeinsam in unserer Wohnküche. Hier ist es warm und gemütlich. Dann tippen wir stumm nebenher oder tauschen usn über gemeinsame Projekte aus, beantworten uns Fragen und unterhalten uns über Dinge, die gerade aufploppen. Ich mag Freitage sehr. Dieses miteinander. Später werden auch der Sterngucker und die Tochter mit dem Bus kommen und sich zu uns an den Tisch setzen. Unser gemeinsames Mittagessen am Freitag ist auch immer ein bisschen die Einläutung des Wochenendes.

Was diese Woche schön war

Wochenende | Ich hatte einen Stand am Novembermarkt. Die Besucher waren alle nett und zugewandt. Ich hatte schöne Gespräche und gutes Feedback zu meinen Karten und kalligrafischen Arbeiten. Ich habe Tombow-Stifte vorgeführt und die Marktstimmung genossen. Marktstände machen mir Spaß. Schön war auch, dass meine Mama und meine Oma da waren. Insgesamt habe ich noch die Geburtstagsglücksgefühle ausgekostet. Am Wochenende sass ich auch gemütlich mit den Kindern beeinander und wir haben gemeinsam gestrickt.

Montag | Die Woche startete mit einem Businessfrühstück mit dem Mann. Wir hatten, seit er von seiner kleinen Reise zurück war, noch keine Möglichkeit, uns über alles, was ihn beschäftigt, auszutauschen. Für unser Frühstück schreiben wir vorher über den Monat verteilt immer eine Themenliste, damit nichts verlorengeht, was wir besprechen wollen. Wir haben also zuerst unsere Termine koordiniert, danach alles besprochen, was uns gerade beschäftigt und bewegt. Und das ist bei uns beiden nicht wenig. Dieses mal hätten wir locker noch zwei Stunden dranhängen können. Ich mag unser Frühstücksdate sehr. Der Nachmittag war gemütlich mit unseren Wochenendstrickerein. Am Abend war ich spontan mit den Kindern beim St. Martins-Gottesdienst in der Kirche und danach zum Umzug und Lagerfeuer, wo Semmeln verteilt wurden. Das fand besonders der Sterngucker schön. St. Martin auf dem Pferd, die vielen Lichter und die Feuerwehr.

Unsere Heizungspumpe versorgte die Wandheizung nicht mit warmen Wasser, sodass es im ganzen Haus kalt war. Der Mann hat es wieder hinbekommen. Juhu. Jetzt wird es im Haus warm und wohlig.

Dienstag | Am Dienstag hatte ich am Vormittag ein sehr schönes Skype Telefonat, was mich allerdings auch etwas gerüttelt hat. Den Rest des Tages war ich dann sehr erschöpft und empfindlich. Dennoch hatte ich trotz vollem Logistik-Tag einen angenehmen Tagesausgklang beim Lichterfest im Kindergarten. Ich bin dankbar, dass es möglich war, den Sterngucker bei einer anderen Mutter zu lassen, meine Fahrten zu erledigen und dann wiederzukommen. Es gab Feuer, Punsch und Buffet zwischen Laternenlichtern.

Am Dienstag wurde auch die gedruckte Version meines E-Books „Buch der Möglichkeiten“ geliefert. Ich bin ganz glücklich mit dem Druck. Das Buch gibt es als E-Book oder gedrucktes Exemplar in meinem Dawanda-Shop. Ich finde das alles noch sehr aufregend.

Mittwoch | Am Mittwoch war ich tatsächlich immer noch etwas neben der Spur. Nach den Geburtstagshochgefühl folgte ein kleines Loch. ich war müde, dünnhäutig und reizbar. Nach einer kleinen Heulrunde wurde es dann aber besser. Ich konnte am Mittwoch viel erledigen und produktiv arbeiten. Es haben sich einige Sachen auf meinem Schreibtisch gestapelt und langsam habe ich das Gefühl, wieder etwas Überblick zu gewinnen. Die Post brachte noch zwei Geburtstagspackerl <3

Am Abend war ich beim Sensory Awareness Kurs. Eigentlich fand ich mich schon wieder ziemlich aufgeräumt, bracht dann aber im Kurs doch wieder in Tränen aus. Da ist wohl grad ganz schön was los in mir. Danach fuhr ich zu einer Freundin, um die Tochter dort abzuholen. Die Tochter war noch unterwegs, also quatschten wir beiden Frauen noch etwas. Ich wurde mit leckeren Keksen aus dem Kochbuch* der wunderbaren Madhavi beschenkt.

Als ich nach Hause kam, hatte ich noch ein Telefonat mit einer anderen Freundin, die ich um Rat zu meinen Adduktoren-Schmerzen gebeten hatte. Sie versorgte mich mit allerlei Tipps und Übungen. Danach war ich wieder etwas weniger besorgt, geerdeter und zuversichtlich.

Donnerstag | Am Donnerstag hatte ich gleich morgens einen schönen kleinen Austausch per Message. Erstaunlich, wie tolle Gespräche man auch auf diesem Kanal führen kann. Danach versank ich in einem Coaching Telefonat mit Jana und fand meinen Kraftsatz (Hossa!). Diese Erfahrung trug mich dann durch den Rest des Vormittages bis die Kinder kamen. Da knallten plötzlich so viele Bedürfnisse aufeinander, dass es kurz laut und anstrengend im Haus war. Dieser Sturm legte sich aber so schnell wie er gekommen war. Nachdem die Kinder alle einmal Dampf abgelassen hatten, ging jeder seinen Dingen nach. ich ruhte mich mit dem Sterngucker kurz aus, dann hatte ich das dringende Bedürfnis Ordnung zu schaffen. Das Chaos im Haus spiegelte mein inneres Chaos sehr deutlich wieder. Ich verräumte also die gefaltete Wäsche, die noch seit dem Wochenende rumlag, räumte meinen Schreibtisch auf und sortierte ein paar Bücher aus, wo ich noch entscheide, was ich damit machen möchte (verlosen? verschenken? der Schule spenden?) Nebenbei versuchten der Mann und ich per Message unsere Logistik zu koordinieren. Das Auto muss dringend in die Werkstatt, der Mann ist ab Sonntag komplett die nächste Woche nicht da und es gibt für diesen Zeitraum kein freies Autoteiler-Auto am Stück. Das ist also komplexe Logistikjongliererei, denn wir sind hier am Land auf ein funktionierendes Auto angewiesen. Schaffen wir aber.

Dann war Zeit, den Mann abzuholen. Wir aßen schnell zu Abend, dann fuhr ich die Tochter zum Reiten und traf mich mit einer Freundin im Sport und zur Sauna. Danach sammelte ich die Tochter wieder ein und ging ziemlich früh ins Bett.

Fazit

Die Woche war voll, aber gut bewältigbar. Ich hatte eine Gefühlsachterbahn, bin jetzt aber wieder in meiner Mitte. Ich habe so unglaublich tolle Menschen in meinem Netzwerk. Wunderschöne FreundInnen, MentorInnen und Familie. Ich bin sehr dankbar.

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