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Jahresrückblick 2020

Auf dieses verrückte Jahr blicke ich vorallem mit Dankbarkeit und Wissen um unsere Privilegien zurück. Ich habe viel über Balance und meine Grenzen gelernt, eine schöne Zeit als Familie genossen und einmal mehr unsere Schule zu schätzen gewusst. Das Jahr war trotz aller Beschränkungen für mich in vielerlei Hinsicht reich. Als Jahresfazit habe ich das Wort „beschenkt“ gewählt, denn so hat es sich angefühlt. Reich beschenkt an Begegnungen, Erfahrungen, Inspirationen, Learnings und Wertschätzung.

Dieses Mal lasse ich mich von Leonie Dawsons 100 Dinge Liste inspirieren und mache meinen Jahresrückblick auch als Liste. Here we go:

Mein 2020 in 100 Punkten

    1. Dharmatraining Refresher im Parimal zum Thema Pratyahara
    2. ein Treffen mit meinen ältesten Freundinnen
    3. im Februar wurde die Tochter 18
    4. Schulwechselgedanken für den Wolf treiben uns um. Wir besuchen eine Familienberatung und führen viele Gespräche mit Freunden, PädagogInnen usw, um zu einer Entscheidung zu finden. Dabei kommen auch viele persönliche Themen hoch.
    5. Mein Onlinekurs „Herzenswege gehen“ zur Fastenzeit mit unerwartet vielen Teilnehmerinnen
    6. ein Erste-Hilfe-Kurs für die Arbeit an der Schule
    7. erste Ausgangsbeschränkungen und Schule zu Hause im März
    8. ich verbringe viel Zeit im Garten
    9. Und backe Brot. Und nähe Masken.
    10. Es fallen viele gesplante Veranstaltungen aus: Schullandheim, meine Bamberg-Freundin-Reise, die Naturwoche für den Sterngucker in den Osterferien, der Finland-Austausch für die Tochter, die Schön-Konferenz in Augsburg, der Mann muss seine Gong-Ausbildungen verschieben.
    11. Das erste Mal findet Sensory Awareness online statt
    12. meine Oma hat einen Schlaganfall und stirbt kurz darauf
    13. ich biete den Schriftenteppiche Kurs an, wo sich genial viele Menschen anmelden
    14. Als die Schulen wieder öffnen, werden Eltern gebeten, bei der Pausenaufsicht an der Schule zur Unterstützung der LehrerInnen auszuhelfen. Durch die Abstandregelnungen und Gruppentrennungen ist es etwas komplexer geworden. Ich helfe aus und verbringe oft Zeit an der Schule.
    15. Schnupperstunde beim Posaunenchor: Ich entscheide mich, mit Trompete anzufangen im Posaunenchor. Parallel dazu nehme ich Einzelstunden. Ich bin begeistert, dass da wirklich Töne rauskommen und lerne viel über Atmung und meinen Körper.
    16. ein Online Kurs „Built Up Capitals“ bei Yves Leterme – sehr toll!
    17. gleich darauf noch ein Zoom Kurs bei Jurgen Vercaemst
    18. Ich nehme mir einen Tag frei und mache eine Wanderung rund um Weyarn
    19. Wir Kündigen die Schule des Wolfes, gehen durch Gespräche und Hospitation an der anderen Schule und bekommen einen Schulplatz für nach den Sommerferien. Juhu!
    20. Eine weitere Wanderung führt mich nach Weihenlinden
    21. Für einen Auftrag darf ich einen Trauspruch kalligrafieren
    22. und einen Taufspruch
    23. Im Onlinekurs Sommerskizzenbuch inspiriere ich Menschen, ein eigenes Skizzenbuch anzufangen
    24. Ich nehme an einer Infoveranstaltung zum Studiengang Kunsttherapie teil
    25. Feiere zwei tolle Kindergeburtstage im Lockdown mit Lagerfeuer und schöner Familienzeit.
    26. Coronahilfe beantragt und bekommen
    27. Ein alter Freund findet mich wieder, wir telefonieren und er kommt kurz zu Besuch
    28. Ich kaufe mir eine Kalligrafie von Sigrid Artmann.
    29. treffe Micha Morethanwords in München
    30. meine Mutti besucht uns
    31. ich gebe einen Kalligrafie-Workshop zur Projektwoche an der Montessori Oberschule in München
    32. wir feiern den Geburtstag des Wolfes in der Maxarena nach. Das ist gleichzeitig sein Abschied von seinen alten SchulfreundInnen
    33. und den des Sternguckers im Bergtierpark Blindham
    34. Ich übe Gitarre mit meiner Freundin, die Cello spielt. Gemeinsam begleiten wir die Schulkinderverabschiedung im Kindergarten musikalisch.
    35. Ich entscheide mich für die tollen Ringana-Kosmetikprodukte, die ich schon eine Weile nutze und lasse mich als Frischepartnerin registrieren. Über mich kann man künftig Ringana-Kosmetik bestellen. Am liebsten mag ich das Deo.
    36. Ich schwimme nur zweimal im Steinsee.
    37. Zu Beginn der Sommerferien feiern wir den Schulanfang meines Neffen bei meinen Eltern.
    38. Ich schlafe draussen und liebe es.
    39. Der Wolf bleibt bei Oma und fährt das erste Mal allein mit der Bahn die lange Strecke zurück. Danach ist er einen Kopf größer und viel selbstbewusster.
    40. Wir feiern ein Sommerfest.
    41. Ich nehme bei der Sommerpost-Mailart-Aktion teil und drucke auf Gelatineplatten.
    42. Der Mann und ich haben eine kleine Auszeit in Bad Kreuznach. Dort verbringen wir nicht nur Zeit miteinander, sondern auch mit Maren. Ich besuche ein Puppentheatermuseum und die Klosterruine Disibodenberg
    43. Im August Art Journal nehme ich euch mit durch einen kreativen Sommer (Ich stelle 32 Videos online)
    44. Als Ferienabschluss gehen wir als ganze Familie in Rosenheim beim Running Suhsi essen. Ein toller Ausflug, der uns allen gefällt.
    45. Im Schuljahr nach der Sommerpause geht der Wolf an seine neue Schule. Ich bin dankbar für die LehrerInnen und die gute Begleitung. Der Wolf ist dankbar um die Maskenpflicht.
    46. Ende September beginne ich meinen Nachmittagskurs an der Schule in der Nachmittagsbetreuung/offenen Ganztagsschule.
    47. Auch der Mann arbeitet fortan an der Schule.
    48. Dafür brauchen wir einen Corona Test.
    49. Mit dem Mann schaffe ich ein Date Abends beim Italiener Guiseppe et Amici in Kolbermoor. Das wollen wir gern wiederholen, weil es uns so gut gefällt.
    50. Der Schriftenteppiche-Kurs kommt total gut an und macht richtig Spaß.
    51. Danach folgt der Schriftzauber Kurs.
    52. Der Wolf kommt in den Stimmbruch und ist auch sonst schon sehr Teenager mit seinen 12 Jahren.
    53. Die Tochter besteht ihre Führerscheinprüfung und fährt fortan Auto.
    54. Ich habe Schmerzen und im Rücken und gönne mir mehrere Osteoptahie-Sitzungen.
    55. Ich nehme an einem Online-Schreibworkshop mit Hanna Buiting teil.
    56. Und melde mich spontan zum Starkmacher-Wochenende an, wo ich ein Holzbänkchen baue.
    57. Dann hole ich mit meiner Freundin unser verschobenes Bamberg-Wochenende und stoppe auf der Rückreise in Nürnberg.
    58. Auch im Oktober treffe ich meine ältesten Freundinnen für ein Wochenende an den Leipziger Seen und führe Alpakas spazieren.
    59. Ich habe wieder Freude am Alltagsbloggen.
    60. Begleite viele Menschen beim Textura-Onlinekurs dabei, die gotische Schrift mit der Breitfeder zu erkunden.
    61. Wir feiern eine Harry Potter Party.
    62. Schon seit vielen Jahren darf ich alljährlich darf ich eine Geburtstagskerze für eine Bekannte bzw. ihren Sohn gestalten. Das macht mir jedes Jahr wieder Spaß.
    63. Für die Adventszeit filme ich die Entstehung von Collagen und fasse sie im Weihnachtscollagen-Kurs zum Mitmachen zusammen.
    64. Auch das Buch der Möglichkeiten ergänze ich um neue Ideen und gebe es in einer Auflage von 100 Stück in Druck, die Mitte Dezember schon ausverkauft sind. Letztes Jahr habe ich 60 Stück drucken lassen udn noch bis Mitte des Jahres verkauft. Ich bin überwältigt von der Steigerung.
    65. Anfang Dezember feiern der Mann und ich unseren 10 jährigen Hochzeitstag. Unspektakulär, aber mit viel Liebe füreinander.
    66. Ich beginne nach 4 Jahren wieder ein Coaching, weil ich mit meinem beruflichen Profil hadere. Künstlerin ist mir zu unspezifisch, wenn mich jemand sagt, was ich arbeite.
    67. Für die Adventspost probiere ich den Glasplattendruck aus und bekomme im letzten Moment tolle Resultate.
    68. Als Weihnachtsgeschenk für die Freundin des Kunden bekomme ich den Auftrag eines kalligrafierten Briefes. Ich freue mich, dieses besondere Geschenk umsetzen zu dürfen.
    69. Auch dieses Jahr gab es die Montagsdates mit dem Mann. Während der Café-Schliessungen haben wir uns einen schönen Frühstückstisch zuhause hergerichtet.
    70. Mein erster öffentlicher Auftritt mit der Trompete war bei der Adventsandacht zum vierten Advent.
    71. Wir wichteln in der Familie. Ich bin berührt von den Ideen, die die Familienmitglieder füreinander haben.
    72. Für den kreativen Adventskalender nehme ich 24 Videos auf.
    73. Wenn ich mich nicht verzählt habe, hatte ich in diesem Jahr 15 Therapiestunden. Keine einzige davon möchte ich missen.
    74. Fast jeden Montag habe ich meinen Kallimagie-Inspirationsbrief mit Links und Ideen verschickt.
    75. Für das Handschrift-Magazin habe ich 4 Artikel geschrieben.
    76. Im Laufe des Jahres kam hier tollste Post und wertschätzendes Feedback an, Teekassengaben, handgeschriebene Briefe und Karten, kleine und große Geschenke, Büchersendungen von meiner Wunschliste und ermutigende Worte. Das hat mich sehr dankbar und demütig gestimmt.
    77. Ich hatte ein paar screenfreie Tage, die mir sehr gut getan haben. Ich will diese im kommenden jahr noch mehr etablieren.
    78. 9 Paar Socken sind entstanden.
    79. Im Garten habe ich Kartoffeln geerntet. Die restliche Ernte war klein, aber ich habe sie sehr wertgeschätzt. Die Schnecken haben im Frühjahr viel weggefressen.
    80. Wir haben Bäume gepflanzt: eine Esskastanie bei Sabrina von den Einnahmen des Buch der Möglichkeiten 2020, einen Apfelbaum, eine schwarze Johannisbeere und eine Heidelbeere.
    81. Von dem Erbe meiner Oma habe ich im Herbst unsere Autoreparatur gezahlt, obwohl ich das Geld lieber sparen wollte. Aber was muss, das muss, nicht?
    82. Brot gebacken
    83. 30 Bücher gelesen/gehört
    84. Ich habe mich mit einer Freundin gestritten und wieder vertragen <3
    85. Meine Haare sind kürzer. Zwischendrin hatte ich einen kleinen Undercut, der mir dann aber doch nicht gefiel.
    86. Zum Winter hin habe ich mir endlich einen tollen Wollwalk-Mantel gekauft
    87. und neue Winter/Wanderschuhe.
    88. Ende des Jahres tauschen wir Zimmer. Es entsteht mein eigenes kleines Reich.
    89. In diesem Zuge erhält auch der Wolf ein Bett (er hatte bisher eine Matratze am Boden)
    90. Anfang des Jahres habe ich mir ein Einkommensziel gesetzt und es erreicht, obwohl es mir zu Beginn des Jahres sportlich vorkam.
    91. Ich habe mir ein monatliches Gehalt gezahlt, ab Juli gab es eine Gehaltserhöhung um 200 Euro.
    92. Natascha Wegelin „Madame Moneypenny“ hat mich in Sachen Finanzen inspiriert. Daraufhin habe ich mir ein Depot bei Trade Republic eröffnet, einen ETF-Sparplan eingerichtet und sogar den Mann damit inspiriert.
    93. Ich habe nach ein paar Monaten mein selbstauferlegtes Kurskaufverbot über Bord geworfen und mich in Onlinekursen bei Stefan Kunz, Amanda Grace, Yves Leterme, Carol Dubosh, Domestika, Sabrina (Permakultur), Lynn Whipple und Jurgen Vercaemst weitergebildet.
    94. Auch mein Bücherkaufverbot habe ich irgendwann gebrochen und insgesamt 9 Bücher gekauft, davon 4 auf den letzten Metern des Jahres.
    95. Aber auch viele aus der Bibliothek gelesen.
    96. Ich habe wieder mit Laufen begonnen und aufgehört.
    97. Ende das Jahres haben wir eine Tischtennisplatte geschenkt bekommen.
    98. Für meine Online Kurse habe ich eine bestimmte Anzahl an Stipendien vergeben, damit auch Menschen mit kleinem Budget daran teilnehmen können.
    99. Ich war und bin immer wieder begeistert von den Fitline-Produkten, die jeden Tag meinen Speiseplan ergänzt haben. Ich war in diesem Jahr kaum müde und bis auf die Sinusitis im Januar nicht krank. PS: Wenn dich die Produkte auch interessieren, melde dich gern, dann beraten wir dich gern (=Empfehlungsmarketing).
    100. 10 Hörbücher habe ich gehört, 22 Bücher gelesen und einige weitere begonnnen. Die gesamte Liste findest du hier.
      Meine Highlights waren
      -Hörbuch: In meinem Herzen Feuer, Johannes Hartl (Im Blogpost erwähnt) ★★★★★
      -14000 Meilen über das Meer (Buchtipp aus der Bibliothek, im Blogpost erwähnt) ★★★★★
      Hoffnung leuchtet, Veronika Smoor ★★★★★
      -Hörbuch: Laufen, Isabel Bogdan (Im Blogpost erwähnt) ★★★★★
      -Leitwölfe sein, Jesper Juul ★★★★★
      -Hörbuch: Alte Sorten, Ewals Arenz ★★★★★
      -Was man von hier aus sehen kann, Mariana Leky ★★★★★
      -Hörbuch: Extraordinary Leadership, Robin Sharma ★★★★★

Statistik

Meine Erkenntnisse aus 2020

Ein paar Erkenntnisse aus diesem verrückten Jahr (es sind noch mehr, aber die sind mir gerade nicht eingefallen):

  • Die Corona-Entschleunigung im Frühjahr hat mir mehr gut getan als geschadet. Dabei bin ich mir durchaus unserer Privilegien bewusst, die wir geniessen.
  • Ich kann mich gut auf neue Gegebenheiten einstellen.
  • Wenn ich mich auf etwas einlasse, kann ich gut dranbleiben.
  • Orientierungslosigkeit macht mich schnell ohnmächtig und wütend. Es ist dann gut, wenn ich innehalte und meine Haltung wiederfinde.
  • Wandern möchte ich lieber in Gemeinschaft.
  • Es ist nie zu spät, etwas komplett Neues zu lernen.
  • Wenn ich im Mangel bin, beginne ich kreativ zu werden und Lösungen zu suchen.
  • Mein Newsletter ist die Herzensverbindung zu meinen KundInnen und KursteilnehmerInnen.
  • Es tut mir gut, wenn ich mich an den Jahreszeitenrhythmus halte und nicht an den Kalender. So werde ich den Januar für Rückzug und Winterruhe nutzen und erst im Februar richtig loslegen.
  • Ich lebe zyklisch und im Wechsel von Ideenüberproduktion, Hunger nach Input und Rückzug, Verdauen.
  • Mein Tatendrang, Ruhelosigkeit und Produktivität ist nicht nur schlecht, sondern hat auch viele gute Aspekte.
  • Ein Speiseplan hilft uns enorm im Alltag, gibt Freiheit, Orientierung und Struktur.
  • Ich bin reich beschenkt mit wohlwollenden, wertschätzenden und liebenden Menschen um mich herum.
  • Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas scheinbar Banales wie Tagebuchblogposts aus meinem kleinen Leben so viele Menschen interessieren, Anker und Inspiration sind.

Danke

Und an dieser Stelle folgt jetzt ein tief aus dem Herzen kommender Dank für all die Teekassenspenden, Emails, Post, Päckchen, die wertschätzenden Worte, Kommentare, Empfehlungen, Weiterverlinkungen und das Vertrauen in mein Tun. Danke für kritische Hinweise ebenso wie Anerkennung und weiterführende Gedanken. Ich bin so dankbar, immer noch eine so wohlwollende und liebevolle Blogleserschaft zu haben.


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3 Kommentare

  • Amberlightlabel

    Ich mag deine Jahresrückblicke (und deine Worte, Blicke über den Tellerrand, Erkenntnisse) so sehr. Hab vielen Dank dafür. Du inspiriert – immer wieder. Das Gehen der Oma habe ich verpasst. Ich werde heute an sie unbekannterweise denken.

  • Suomitany

    Vielen Dank für diesen wunderbaren, ausführlichen Jahresrückblick.
    Es ist schön, wenn man sich beim Lesen ein bisschen miterinnert.

    Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen ein glückliches und gesundes neues Jahr. Ich freue mich über deine Beiträge und Inspirationen und bestimmt auf den ein oder anderen Kurs
    2020 habe ich soviel gelernt und Freude erfahren Dank dir und der Möglichkeit, zu zeichnen und zu schreiben. Alles Liebe
    Tany

Erwähnungen

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