In Kontakt mit mir selbst sein

In Kontakt mit mir selbst sein

Ich schrieb in meinem Wochenrückblick, daß ich diese Woche das Gefühl hatte, mich mehr um mich selbst du kümmern. Es passiert schnell, daß wenn die Woche voll ist, die Anforderungen hoch sind oder einfach viel zum Koordinieren und Besprechen auf dem Tisch liegt, der Kontakt zu sich selbst schnell verloren geht.
Michaela hat das festgestellt und auch im Buntraum war das die Erkenntnis der Woche. Ich glaube, das passiert uns ganz schnell, daß wir den Blick nach innen verlieren oder uns selbst übersehen, vorallem wir Mütter, wenn wir so oft für andere sorgen und da sind. Umso wichtiger ist es, uns selbst auch ernst zu nehmen, unsere Bedürfnisse zu hören und wenn nötig, ein bisschen zu entschleunigen, um wieder mit uns selbst in Kontakt zu kommen.

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Für jeden funktioniert ein anderer Weg, wieder in die Mitte zu kommen. Wichtig ist, daß wir uns im richtigen Moment daran erinnern. Oder erinnern lassen. In meinem Leonie Dawson Life Workbook gibt es genau zu diesem Thema einige Seiten dazu. Sie fordert dich auf, einen kleinen Notfallplan zu schreiben, für den Fall, daß alles Scheisse ist und du eine Notbremse brauchst („Incase the suckies strike“). Halte fest, was dich aufmuntert und erdet und kleb dir den Zettel an eine Stelle, wo du es wiederfindest. In deinen Kalender, an deine Pinwand oder tipp es in dein Smartphone. Eine ähnlich schöne Idee ist das Medizinbeutelchen an guten Dingen, die dich wieder wohlfühlig machen.

In diesem Zusammenhang finde ich wunderschön, wie zB MamaMiez schreibt, wie sie sich als Frau wieder entdeckt. Eine Seite, die wir als Mütter viel mehr pflegen sollten. Auch das ist ein Teil von uns, der Beachtung braucht und uns Kraft schenkt. Danke Frau Miez.

Was hilft dir durch solche dunklen Zeiten? Wie schaffst du es, wieder in Kontakt mit dir selbst zu kommen? Oder was tust du präventiv, damit es möglichst gar nicht erst so weit kommt?

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Übung zum Entspannen und Herz öffnen
Wenn du Klänge magst, gibt es eine sehr schöne Übung, zu entspannen, das Herz zu öffnen und mit dir selbst in Kontakt zu kommen. Das geht alleine, aber gemeinsam ist es noch schöner.
Setze dich dazu entspannt hin (zB im Schneidersitz), halte deine Hände über Kreuz auf deiner Brust oder in Gebetshaltung mit den Daumenknochen an deinem Brustbein. Schliesse deine Augen, sei ganz bei dir selbst und atme tief ein und aus (beim einatmen hebt sich der Bauch, beim ausatmen senkt sich der Bauch). Dann singe „Laaaaaa“ Singe den Ton so lange du magst und beginne dann wieder von vorn. Immer LaaaaaaLaaaaaaaaLaaaaaaaaa. Die Vibrationen, die der Ton erzeugt, entspannen. Am schönsten finde ich die Übung, wenn man es in einer Gruppe singt. Jeder singt sein eigenes individuelles Laaa (eins ist lang, eins ist kurz etc). Zusammen ergibt das aber so einen wunderbaren Klang. Da kann man nicht anders, als sich danach ganz geborgen fühlen. Probier das mal aus. So für 3 Minuten laaa.

6 Gedanken zu „In Kontakt mit mir selbst sein

  1. ich brauche sehr viel zeit für mich selbst und plane die über den tag und abend hinweg regelmäßig ein, weil ich echt grantig werde, wenn sie mir fehlt. ich haba ja den luxus von besonders viel zeit, weil ich behindert bin und nicht arbeite und weil meine partner per se im haushalt viel mithelfen (müssen) – da gehe ich wohl ein wenig „außer konkurrenz“ ins rennen.
    was mich wieder auf kurs bringt, wenn es doch mal dazu gekommen ist, daß ich wegen vielen terminen und organisatorischen sachen aus dem gleichgewicht bin: teetrinken, nähen, yoga und lesen.

  2. Ich brauche eigentlich ( ;) ) auch viel Zeit für mich, aber bekommen sie eigentlich eher selten. Ich arbeite in Teilzeit in einer Schule, habe ein Atelier und Familie. Meistens kommt das Atelier ohnehin zu kurz. Im Moment buche ich eine Thai-Yoga-Massage pro Woche, weil ich so verspannt bin und DANN wirklich zum Ausspannen komme. Sonst nehme ich mir die Zeit nicht, leider im Moment auch nicht fürs Yoga.

  3. Yoga, allein in der Wohnung sein, mal ne Stunde später zur Arbeit gehen, eine Freundin besuchen, verreisen

  4. Ja, mich wieder um mich selbst zu kümmern, das war schon im letzten Jahr etwas, das ich zum Glück wieder aufgreifen konnte. Zum Batterien-Aufladen eignet sich für mich besonders

    – Laufen gehen (oder anderen Sport machen)
    – lange duschen
    – bei Erledigungen ein paar Extraminuten einplanen und durch einen Park oder die Innenstadt spazieren und ein bisschen fotografieren und die gute Energie von Wien auf mich wirken lassen
    – mit mir selbst oder mit einer guten Freundin auf einen Kaffee gehen
    – das Haus für mich haben, Musik hören (meine und laut) und aufräumen

    Alles Liebe, Katharina

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