ich

Maiglöckchenduftige Gemeinschaftsarbeit

Manche Wochen haben es echt in sich. Da jagt ein Termin den anderen. Ich bin gut beschäftigt, habe viele Aufträge an denen ich arbeite und viele Ideen, die in mir wachsen. Schön sind dann immer die kleinen Kraftquellen und Alltagsinseln zum Durchatmen und Innehalten. Der Garten oder ein liebes Telefonat. Ich taumle also zwischen total müde, erschöpft, kratzbürstig, dankbar, himmelhochjauchzend und glücklich. Immer alles volle Kanne.

Was schön war die letzten Tage:

Wir haben gerade, wie einige andere Blogger auch, einen Twercs Koffer von Vorwerk hier zum Testen. Die Tochter hat ihn sich ganz begeistert schon unter den Nagel gerissen und werkelt damit herum. Sie ist die beste Testperson, da sie sonst immer mit fetten Maschinen in der Holzwerkstatt der Schule zugange ist und schon zweimal eine Prüfung in Technik abgelegt hat. Das kann sie echt gut. So richtig fiel uns aber eben noch kein Projekt ein (ausser ein Hochbeet, aber das ist eine andere Geschichte). Der Wolf bohrte Löcher in einen Holzklotz. Sollte mal ein Insektenhotel werden. Liess das Projekt aber angefangen und vergessen rumliegen. Und -schwupps- waren die Löcher bewohnt. Sehr cool!

Ich mag Wörter. Neulich sass ich wieder mit einer Freundin und philosophierte über Gott und die Welt. Und über Bedeutungen und Assozationen hinter Begriffen und Wörtern. Und da war er geboren, der Wortfunken-Inspirationskurs. Was das ist, hab ich hier geschrieben.

Das Schöne daran: Es fühlt sich gut an, eine Idee zu haben und daraus etwas zu entwickeln und andere Menschen damit zu begeistern. Jedesmal, wenn jemand den Kurs bucht, macht mich das freudig kribbelig, weil ich meine Begeisterung teilen kann.

In den letzten Tagen habe ich viel Elternarbeitszeit geleistet. Beim Ramadama* geputzt, in der Schulküche geschnippelt und beim Kochen geholfen für das jährliche Teamessen (die Eltern kochen für das Lehrerteam als Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit). Heute war ich beim Arbeitsnachmittag im Kindergarten. Das läuft genau so ab wie in der Schule: es gibt gemeinsames Mittagessen und dann hängt eine To-Do-Liste aus, wo sich jeder was aussucht und dann tut. Da werden Dinge repariert und wieder schön gemacht, ausgebessert und erneuert.

Auch wenn es anstrengend ist, geht es mir nach solchen Aktionen immer gut. Sinnvolles Tun, schöne Menschen, gemeinsames Essen und Gemeinschaft. Das empfinde ich immer wieder als so nährend. Hat mich direkt zurück in mein Gleichgewicht gebracht.

*Bayrisch für (auf)räumen-tun-wir (rama da ma). So heisst die jährliche großputzaktion mit gemeinsamen Mittagessen und langer To-Do-Liste, um das Schulhaus schön haben.

Und Maiglöckchen gab es obendrauf. Von denen musste ein Teil aus dem Kindergartenbeet weichen. Die hab ich mir für die Vase gerettet (und ein paar für den Garten) Das hat mich direkt an meine Kindheit erinnert. Da war ich im Mai morgens im Wald, um auch so dicke Maiglöckchensträuße zu pflücken. Weil ich den Duft in die Zartheit dieser Blumen so gern mag. Und ja, ich weiss, dass sie giftig sind.

Morgen ist Klassenzimmerputz an der Wolfschule dran. Und Geburtstagsgeschenke besorgen. Und Arbeiten sowieso.

2 Kommentare

  • Linnea

    Es ist schön, bei dir in einen ganz anderen Alltag schauen zu können. Ich spüre viele Kontraste zu dem, wie wir und auch all unsere Freunde hier aktuell mit den Kindern leben. Wir sind von 7 bis 17 Uhr mindestens nicht zuhause, nur am Wochenende trifft man sich mal, und die Tage verlaufen dadurch ganz anders. So etwas wie regelmäßige Arbeitseinsätze in der Kita gibt es hier nicht. Ich mag die Inspiration durch deine ganz andere Lebensweise. Danke!

  • andrea

    ich lese auch so gern bei dir und habe gleich beschlossen, das ramadama und das wertschätzungskochen hier an die schule zu holen. so fetzig die idee. vielen dank dafür!
    wegen der bienlein, hier finden sich ausführliche infos, was es zu beachten gibt, damit die
    feinen flügelein nicht reissen und die eier auch gut versorgt sind. vielleicht mag ja der wolf da nochmal nachforschen: http://insektenhotel-selber-bauen.de/ liebe grüße und ein feines wochenende,
    andrea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.