Struggels, Wut und Dankbarkeit

Struggels, Wut und Dankbarkeit

Es ist wieder so eine Phase bei mir, wo es mir nicht gut geht. Das stete auf und ab. Ich erlebe mich innen drin gestresst, mein Nervensystem spielt verrückt. Mal bin ich total angespannt, dann wieder schlapp. Das kenne ich nun schon, macht es aber nicht leichter zu ertragen.

Heute morgen hab ich erstmal heulend in den Armen des Mannes gelegen, der geduldig (und auch etwas hilflos – das lässt er sich aber nicht so anmerken) mein Leid erträgt. Er hatte auch tröstende Worte und einen Verdacht, was mich gerade innerlich so stresst. Ich hab dann auf der Couch gesessen und beschlossen, heute nichts zu tun. Kein Job, kein Müssen. Einfach nichts tun und mich erholen, entstressen.

Wut und Dankbarkeit

In solchen Zuständen kann ich wütend auf mich werden. Diese Wut ist noch recht neu, die kenne ich nicht, die habe ich vorher noch nie so gespürt. Die Wut, dass ich nicht funktioniere, dass die Dinge nicht gehen, wie ich sie mir vorstelle, dass ich keine Kraft und keinen Antrieb habe. So war das auch heut Morgen. Und dann ist was passiert. Während ich mich um unser Feuer kümmerte (es ist kalt hier), kam ein kleiner vager Gedanke, ein kleines Gefühl hochgeploppt, was gesagt hat: „Ich bin dankbar dafür, dass mein Körper mir zeigt, dass da noch Themen sind, die angeschaut werden wollen. Dass ich eine Pause brauche. Dass ich für mich sorgen muss. Langsam gehen. Innehalten.“ So verrückt das klingt, es war wie ein Schalter, der sich umgelegt hat. Es ging mir danach direkt besser. Also so richtig körperlich. Nun interessiert mich natürlich, was da in mir drin passiert ist. Habe ich eine Entscheidung getroffen? Der Mann hat mich daran erinnert, dass Dankbarkeit eine andere Schwingung in unserem Energiefeld macht (hier erzählt er darüber in seinem Podcast). Aber so spürbar?! Wow!

Ich mache heute trotzdem langsam und Pause. Das wollte ich nur teilen, weil es mich so fasziniert hat.

Was ich gerade lese

Was mich gerade freut

handgeschriebene Herzensbriefe, mein neues altes Nachthemd, Novemberluft, frisches Dinkelvollkornbrot, herzige Schokoladenkekse, der frische Haarschnitt des Sternguckers und so vieles mehr

Was ich gerade werkele

Adventskalender, Socken, Briefe und einige Aufträge

 

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7 Gedanken zu „Struggels, Wut und Dankbarkeit

  1. Ach liebe Ramona, ich fühle mit Dir!!!
    Ich glaube es geht darum das alle Gefühle „einfach“ durchgefühlt werden wollen.Gerade die,die wir nicht haben wollen oder unsere Eltern damals nicht an uns sehen wollten.Ich glaube die WUT ist da ein Gefühl was gerne alle einfach weghaben wollen…
    Ich zumindest übe mich mit ihr gut Freund zu werden,seit dem ich Kinder habe eröffnete dich mir ein großes Übungsfeld ;-).
    Meine Erfahrung; wenn ich mich dem Gefühl hingebe, es annehme, dann wandelt es sich urplötzlich und kann sich doch oft sogar ganz auflösen…
    Danke für Dein Teilen, es ist sooooo wertvoll!!!

    Herzliche Grüsse,
    Ines D.aus dem hohen Norden

  2. sehe ich ganz genauso. vor dem loslassen kommt bei mir immer das dasein lassen. das annehmen. und manchmal ist das eher ein aufgeben, eine kapitulation vor der stärke des gefühls und dem schmerz des widerstandes. dann sink ich auf den boden in meinem seelensee und STILLE. und während ich dies schreibe fällt mir zum ersten mal in meinem leben auf, das stille und stillen eine wurzel haben. eine herkunft, eine quelle. wunderbar. danke ramona, danke universum.

  3. Liebe Ramona, auch mir tut diese Ehrlichkeit so gut
    Ich beginne gerade eine Psychotherapie und ich merke, dass da soviel gesagt und gehört werden will. Ich will selbst immer funktionieren, keine Schwäche zeigen. Aber das will, muss und darf ich ändern. Dir alles Gute, Tanja

  4. Hallo Ramona, wurde bei Dir mal der Vitamin-D-Spiegel gecheckt? Ist meiner Ansicht nach das Allererste, das Ärzte bei Depressionen tun sollten, weil unser Körper hier in unseren Breitengraden selbst im Sommer nicht genug Vitamin D abbekommt und es bei der Entstehung von Depressionen eine große Rolle spielt.

  5. Liebe Ramona,

    ich bewundere, dass du so offen auch über solche dunklen Momente schreiben kannst. Im Moment versuche ich auch immer wieder kleine Meditationen in meinen Alltag einzubauen und bin immer wieder überrascht, was dabei passiert. Gedanken und Ideen, die hochkommen; letztens ein Eichelhäher im Garten, nachdem ich schon ganz lange keine außergewöhnlichen Vögel mehr dort gesehen hatte…
    Fühl dich ganz fest gedrückt,
    liebe Grüße, Micha

  6. Liebe Ramona, ich kenne das…leider…es hilft Dir jetzt nicht wirklich, aber…
    Dumme Frage, aber hast Du deine Schilddrüse auch richtig gecheckt? Es klingt nach Hashimoto – eine echt fiese Krankheit…
    Fühl Dich umgearmt…

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