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Über das Bloggen, Websites und Social Media

Heute Morgen während in meinem Tagebuch die Worte so aus mir herausflossen, tauchte plötzlich das Thema Blog und meine Websites vor mir auf. Ich habe mich gefragt, ob da eine Veränderung ansteht. Ich schreibe ja hier in meinem guten alten gewachsenen Jademond Blog. Der hat beschauliche 1000 Zugriffe am Tag, wenn ich eine Weile nicht schreibe 700, wenn ich regelmässig Alltags-blogge auch 1500. Werden nicht mehr, aber auch nicht weniger. Natürlich schaue ich auch mal nach links und rechts, vergleiche mich und meine Zahlen. Was machen andere anders, bin ich uninteressant, tralala. Aber das hält zum Glück nie lange an, denn ich will schreiben, worüber ich Lust habe, nicht um irgendwelche Zahlen zu erreichen. Gleichzeitig gibt es natürlich einen Teil in mir, der Zahlen mag. Kurven, Statistiken. Und sich fragt: Was haben andere, was ich nicht habe. So Vergleichskram eben.

Aber zurück zu meinen Gedanken im Morgenjournal. Ich habe also diese beiden Websites und Blogs (und dazugehörige Instagram Accounts), eigentlich sind es drei: jademond.de mit meinem persönlichen Blog über Alltag, ein bisschen Familienleben, Essen und was mich so beschäftigt. Dann meine berufliche Website kallimagie.de mit einem kreativen Blog über die Sachen, die ich gestalte und erschaffe, entdecke und womit ich mich beschäftige. Zu dieser Website gehört sein Anfang des Jahres noch der Wirkraum, dort habe ich meine Kurse laufen, damit die Hauptseite im Hintergrund wieder übersichtlicher wird. Kallimagie hat nicht viele Zugriffe. Da kommen so um die 100 Besucher pro Tag vorbei. Das ist eher meine Visitenkarte für meine künstlerische Arbeit.

Im Laufe meiner Entwicklung und meiner Überlegungen kommen mir die Gedanken, warum ich beides trennen will/muss. Mich trennen will. Ich bin Künstlerin und drücke mich in allem aus, was ich tue. Das sind Worte und Bilder, gezeichnetes, geschriebenes und geklebtes. Stückwerk. Ich erzähle Geschichten. Meine Geschichten. Über mich, meinen Alltag, meine Gedanken, mein Erleben. In meiner Arbeit wie in meinem Blog. Kann ich meine Arbeit wirklich von meiner Person trennen? Wäre es nicht besser, alles unter einem Dach zu vereinen und mein Sein ganzheitlich zu erfassen? Keine Trennung von Expertentum und Privatem. Ist es nicht eh so, dass die Grenzen immer mehr verschwimmen? Dass wir, indem wir unseren Schmerz zeigen, unsere Verletzlichkeit zulassen, zugänglicher und greifbarer sind? Auch in unserer Profession?

„Unser Leben ist keine Privatsache. Eine Geschichte, die du erlebt hast, kann auch für andere hilfreich sein, aber nur, wenn du sie erzählst.“ Dan Millman in „Der Pfad des friedvollen Kriegers“

Ich habe meine Gedanken darüber noch nicht zu Ende gedacht. Was das im Umkehrschluss bedeutet. Für mein Schreiben, mein mich-zeigen. Ich hänge auch an meinen Websites, an den Namen, die über die Jahre Teil meiner Identität, meines Labels geworden sind. Jademond, Kallimagie. Was gebe ich auf, wenn ich die beiden (unter neuem Namen?) vereine? Was gewinne ich? Wird es Zeit, eine alte Haut abzustreifen und zumindest äußerlich einen anderen Mantel überzustreifen? Was ist, wenn ich die Website einfach nach meinem Namen benenne? Bin ich dann immer noch Jademond? Bin ich überhaupt noch Jademond?

Ich bin gespannt, was sich aus diesen Gedanken entwickelt!


Noch bis Ende Mai sammle ich für das Projekt Every Mother Counts, um medizinische Versorgung für schwangere und junge Mütter zu gewährleisten. Ich freue mich über jede noch so kleine Gabe, entweder über die Teekasse oder meine Fundraising Seite.

 

5 Kommentare

  • Frau L.

    Wir kennen uns nicht, aber das, was ich von dir kenne, läuft für mich unter „Jademond“ und das, was ich über dich erfahren darf in deinem Blog, zeigt mir, dass du unglaublich vielschichtig, vielseitig und vielgestaltig bist. Ich könnte mir wohl vorstellen, dass du all deine Seiten und Internetauftritte unter einem Dach vereinen könntest – unter deinem echten Namen – und dann hätten alle, die dir folgen, die Möglichkeit, das zu besuchen, zu lesen, zu buchen, kaufen etc., was sie mögen. Das würde in meinen Augen nicht mit einem Identitätsverlust einhergehen. Natürlich bist du noch Jademond, auch wenn du heute anders schreibst als vor 5 Jahren – aber genau das ist für mich als Leserin spannend und schön! Ich freue mich jedes Mal, etwas Neues von dir zu lesen.

  • Heidi

    Spannende Gedanken, aber vor allem: ein wunderschönes Bild über Deinem Text!
    Danke für die immerwährende Inspiration hier auf Deiner Seite und in Deinen Kursen.
    Liebe Grüße, Heidi

  • Micha

    Für mich bist du auf jeden Fall mit dem Namen „Jademond“ verbunden ;-). Und die Trennung der beiden Seiten finde ich sehr nachvollziehbar. Aber vielleicht ist es manchmal wirklich Zeit für etwas Neues.

    LG, Micha

  • Andrea

    Hallo,

    gerade bin ich auf Kur und lese wenig online. Aber heute habe ich ein paar Gedanken formuliert und in meinem Instagram account auch ein wenig von mir preisgegeben. Mutig sei ich, schrieb eine Freundin. Dein Zitat dazu finde ich sehr passend. Es weiter erzählen hilft auch anderen. Mir hilft es immer, bei anderen zu lesen und für mich zu finden. Ich würde also sehr gerne weiter bei dir lesen. Privat. Ich lese gerne in den Alltag von anderen rein, das trägt mich so herrlich.

    Viele Grüße
    Die Großfamilienmama

  • amberlight

    Wie sehr ich deine Lebenseinblicke mag, weißt du schon und ich bin gespannt, wohin dich dein Weg führen wird. Wenn dabei die private Gedankenwelt ein bisschen offen bleibt, wäre das wunderbar, aber du allein wirst entscheiden … ich bin gespannt

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