gemalt :: My inner Warrior

gemalt :: My inner Warrior

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Nach einer gefühlt ewig langen Durststrecke hatte ich endlich mal wieder Zeit und Muse, eine neue Aufgabe aus Lifebook 2015 zu machen. Dazu schaue ich mir das Tutorial Video an und beginne, meist schon parallel, an meinen eigenen Entwürfen zu arbeiten. Die Aufgabe war, unsere innere Kriegerin zu malen. Ich habe mich dabei an die Grundidee und das vorgegebene Layout gehalten, bin jedoch stilistisch vom Tutorial abgewichen. Ich wollte auf jeden Fall typografische Elemente im Bild haben und keine von anderen Völkern abgeschaute Kriegsbemalung verwenden. Am meisten hat mir Spaß gemacht, mir die Symbolik der Kriegerin auszudenken. Was gibt mir Kraft? Was stärkt und erhellt mich? Was macht eine – meine – Kriegerin aus. Allein schon die Notizen dafür zu sammeln, hat mich so sehr mit mir selbst verbunden und mich so zu mir zurück geführt. Ein wunderbares Gefühl.

Im Tutorial sollte die Figur eine Krone aus diesen Dingen tragen. Begonnen habe ich mit dem Mond und der Kalligrafie-Feder. Dann habe ich nach und nach Dinge, die mir lieb, schön und wichtig sind hinzugefügt, Dinge die mir Kraft geben, aber auch Symbole für Eigenschaften, an die ich mich erinnern möchte. Da sind Sandorn und Vogelbeeren, aber auch Weide (->Weyde, mein Name :-) und Lavendel. Federn (zB die vom Eichelhäher neulich) und Regenbogen, ein Schwert, Pfeile (den Bogen dazu hab ich nicht untergebracht) und eine Fackel mit Licht/einer Flamme. Und Schmetterlinge für Transformation und Metamorphose, für die Fähigkeit, sich zu wandeln. Als Schutzschild habe ich einen Gong gemalt, den Urklang, das Universum und in ihn eingraviert die Bedeutung meines spirituellen Namens, mit dem ich gerade immer wieder hadere.

Im ganzen Bild sind lauter Worte mit den Qualitäten einer Kriegerin untergebracht, sei es als Hintergrund-Textur oder im Haar als ornamentale Verzierung: Flexibilität, Können, Kreativität, Wachsamkeit/Gewahrsein, Glaube, Stärke, Liebe, Verpflichtung/Commitment, Absicht/Ziel, Fokus, Disziplin, Courage, Mitgefühl.

Der Prozess des Malens und Recherchierens, die Auseinandersetzung mit dem Bild und dem Thema war sehr kraftvoll, stärkend und heilsam für mich. Und genau darum geht es doch, oder?

Die Dame hat noch Wimpern bekommen. Das hab ich jetzt erst beim Schreiben gesehen, daß sie fehlen. Würde ich es nochmal zeichnen, würde ich die Augen kleiner machen. Aber am Anfang wusste ich noch nicht, wohin mich dieses Bild führen wird. Deshalb ist es gut, wie es ist.

9 Gedanken zu „gemalt :: My inner Warrior

  1. so ein fantastisches bild mit einer klaren, sanften und starken ausstrahlung. wunderschön, wie du (deine) schrift, farben und symbole zu dieser kraftvollen krone kombiniert hast. sie sieht viel, deine kriegerin und schaut auffordernd direkt ins herz.
    ein lieber unbekannter gruß,
    eva

  2. Unglaublich wie du zeichnen kannst und was für einen Ausdruck deine Bilder haben ….
    gern hätte ich ein Bild von dir hier hängen….

    Lieber Gruß

  3. Oh, Ramona, was für ein Bild! Beim Betrachten hat es schon eine so belebende und verbindende Wirkung… Wie muss es da erst beim Malen gewesen sein!?
    Sei ganz herzlich gegrüßt von
    Jana

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