monatsmotto

Hallo April 2021 – Auf(er)stehen

Meine Fastenzeit hat mir gut getan. Wie schön, dass es nun noch einen Übergang in Form der Osterfeiertage gibt. Schon letztes Jahr habe ich die Osterzeit sehr intensiv wahrgenommen. Als ein Aufrichten, Aufstehen, Auferstehen. Ob es was mit dem Frühling und der Zeitqualität zu tun hat? Oder mit der intensiven Beschäftigung mit dem Thema selbst?

Ich habe jedenfalls große Pläne (also für mich selbst). Ich ringe immer wieder um Balance, um Richtung und Orientierung. Die gleichen Lebensthemen spiralen sich durch meinen Alltag, mein Leben, meine Arbeit. Immer wieder bin ich alles. Und es ist ein stetes Ringen in mir. Ich bin Struktur und Chaos, Lachen und Weinen, Disziplin und Nachlässigkeit, Freude und Trauer. Und gleichzeitig merke ich immer deutlicher: es geht. Ich kann alles sein. Ich brauche nur einen Wege und die Erlaubnis von mir selbst, mich nicht so eng zu sehen, mich nicht vorschnell zu definieren. Das würde ich gern, mich einordnen, kategorisieren, sortieren. Aber das geht nicht.

Aber bevor ich jetzt in lebensphilosophisches Gehader abdrifte, die Gefahr besteht heute, schreibe ich lieber von meinen Aprilplänen. Den Monat stelle ich tatsächlich unter das Thema „Auf(er)stehen“.

Zum einen möchte ich mal eine zeitlang so eine Art Morgenroutine verfolgen, wie sie immerzu in den tollen Achiever-Büchern gepriesen wird. Mit stiller Zeit, Sport, Journaling und so Dingen. Ich betrachte es nicht als Ziel, sondern als Experiment. Tut es mir gut, morgens früher auszustehen und dafür Zeit ganz nur für mich zu haben, in Stille in den Tag kommen und meine Ausrichtung klar zu haben? Oder fehlt mir dann Schlaf, den ich nicht wieder aufholen kann? Schleppe ich mich müde durch den Tag? Muss es 5 Uhr sein oder reicht auch 6 Uhr? Was ist mein warum? Was erhoffe ich mir von dem Experiment. Aufstehen also, als rein physischer Akt.

Ich möchte aber auch symbolisch aufstehen und ein paar Dinge anpacken, um die ich mich die ganze Zeit gedrückt habe. Herumgemogele. Aufgestanden soll auch meine Haltung sein. Mich nicht niederdrücken lassen von meinen Geistern, von der Schwere in mir drin.

April

Die Welt riecht süß
nach Gestern.
Düfte sind dauerhaft.

Du öffnest das Fenster.
Alle Frühlinge
kommen herein mit diesem.

Frühling der mehr ist
als grüne Blätter.
Ein Kuß birgt alle Küsse.

Immer dieser glänzend glatte
Himmel über der Stadt,
in den die Straßen fließen.

Du weißt, der Winter
und der Schmerz
sind nichts, was umbringt.

Die Luft riecht heute süß
nach Gestern –
das süß nach Heute roch.

Hilde Domin

Was ich im April machen werde

  • ein fröhliches Osterfest feiern: Backen, Eier bemalen, ein Osterbrunch geniessen
  • Bücher zur Bibliothek zurück bringen
  • jede Woche an einem Thema unseres Künstlerpakts arbeiten und mich über Post dazu freuen
  • das Abschlusstreffen mit meiner Mut-Pilgergruppe haben
  • ein Monatsdate mit dem Mann daheim am Küchentisch
  • Posaunenchor-Proben für Himmelfahrt
  • Jeden Dienstag im Kreativ-Salon werkeln
  • den Schriftzauber-Kurs für Anfängerinnen starten
  • mir selbst im Coaching auf die Schliche kommen
  • ein Elterngespräch mit der Wolf-Lehrerin und dem Mann führen
  • dankbar für meine Therapie sein
  • Briefe schreiben
  • mit dem Mann täglich spazieren gehen

 


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