monatsmotto

Hallo Februar 2021 – Licht

Anfang Februar ist Lichtmess. Es ist schon deutlich heller, die Temperaturen sind noch etwas wechselhaft. Letzte Woche hatten wir noch Schnee, jetzt regnet es viel und der Schnee sammelt sich als Wasserlachen auf den Feldern. Ich mache nach wie vor jeden Tag einen Spaziergang. Das tut mir gut und hält mich bei Laune. Insgesamt fühle ich mich gerade ganz ausgeglichen und stabil, wenn auch etwas verspannt von zu viel Arbeit am Bildschirm.

Neulich fragte Mama Notes auf Twitter:

Darüber habe ich ein bisschen nachgedacht und festgestellt, dass ich mich auf jeden Tag freue:

“Ich freue mich jeden Tag auf meinen Spaziergang, auf Lesezeit, auf und über Gespräche mit meinem Mann, auf gutes Essen, auf Zoomcalls oder Treffen mit Freundinnen, auf eigentlich alles, was ich mir vornehme. Ich finde ganz viel Freude im Alltag.”

Im Februar werde ich

  • mit meiner Therapeutin telefonieren
  • drei mal an meinem Sensory Awareness Kurs per Zoom teilnehmen
  • zwei mal Coaching haben
  • eine Freundin treffen
  • meinen Schriftenteppiche-Onlinekurs weiter begleiten mit drei abendlichen Zoom-Treffen
  • am Zoom-Kurs mit Jurgen Vercaemst “Jan Rossey Letters” teilnehmen
  • den Sketchbooking-Kurs mit Lewis Rossignol beginnen
  • den Journaling Kurs von Susannah Conway fortführen
  • ein Online Kursleitertreffen der Schule haben
  • ein Telefonat mit meiner Businessmate führen
  • ein paar neue Kurs- und Angebotsideen umsetzen und meinen Wirkraum ausbauen
  • hoffentlich weiter täglich spazieren gehen
  • und viel Zeichnen
  • täglich Morgenseiten schreiben

Die monatelangen Schließungen von Yogaschulen, Seminarhäusern etc. machen sich auch bei uns bemerkbar. Vorallem für den Mann und seine Seminare, aber auch auf meine Arbeit hat es Auswirkungen. Wir hangeln uns hier von Monat zu Monat und versuchen uns gegenseitig bei Laune zu halten. Da bin ich wirklich dankbar, dass wir da so ein gutes Team sind.

Die Tochter hat heute erfahren, dass sie ab morgen wieder zur Schule muss. Begeistert ist sie davon nicht. Ihr hat der Onlineunterricht gut getaugt. Immerhin konnte sie sich so täglich über 2h Fahrtzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sparen.

Wie wir uns bei Laune halten

Mit dem Mann hatte ich neulich ein langes Gespräch darüber, wie wir durch diese anstrengende Zeit kommen. Ganz oben auf meiner Liste steht: keine Nachrichten anschauen oder lesen. Ich informiere mich nur sehr punktuell über das Geschehen und möchte nicht in Angst oder Stress geraten. Ich schätze es ausserdem gerade sehr, dass wir uns damals für einen anderen Schulentwurf entschieden haben und uns beide einig sind, dass uns nicht wichtig ist, welche Leistungen die Kinder bringen. Wir haben keine Angst, dass die Kinder Wissenslücken oder andere Defizite haben werden. Im Leben zählen andere Werte, und sie werden ihren Weg auf jeden Fall gehen. Auch an der Schule steht der Kontakt zu den SchülerInnen an oberster Stelle, keine Noten (die gibts bei uns eh nicht) oder erbrachte Leistungen. Das nimmt ganz viel Druck raus.

Die Schulen und unsere Wohnsituation auf dem Lande sind durchaus große Priviliegien, die wir zu schätzen wissen. Nichtsdestotrotz haben wir hin und wieder einen kleinen Lagerkoller und wir motzen uns an.

Im Februar freue ich mich auch im übertragenen Sinne auf Licht.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

2 Kommentare

  • andrea

    Hallo Ramona, ich halte es hier ähnlich. Ich freue mich jeden Tag über meine unspektakulären Pläne. Gerade eben ein paar Krokusse gesetzt auf die Wiese vorm Haus. Ein bisschen Müll aufgesammelt auf der Hunderunde. Und dabei immer wieder den Himmel angestaunt. Und am Sportplatz weht der Wind die Pfützen zu Wellen und alles glitzert und funkelt. Das ist ganz grosses Kino für mich.

    Ich hoffe, Eure finanzielle Situation bleibt händelbar und ihr gesund.

    Liebe Grüße, Andrea

  • Natascha Klaucke

    Liebe Ramona, hier ist es eher ambivalent! Unser Sohn geht zur Waldorfschule und ist im Moment im wöchentlichen Wechselunterricht. Das ist sehr gut! Die Schule ist klasse und der Druck wird rausgenommen. Den gibt es dort aber ohnehin nicht. Wir sind unendlich froh über diese Schulsituation. Seine Zwillingsschwester ist am Evangelischen Gymnasium und hat über Teams Unterricht nach Stundenplan, aber ohne Hausaufgaben. Das ist ganz ok, weil sie gut geschult wurde und überwiegend selbständig arbeitet. Unse Zweitjüngste geht zur Grundschule und das ist ÄTZEND, weil schlecht organisiert. Es wird Druck mit der Menge der Aufgaben und der Zeit erzeugt. Es werden alle Arbeiten nachgehalten, korrigiert und evtl. noch einmal neu eingefordert. Viel zu viel und unorganisiert! Zudem vergleichen die Eltern in WhatsApp Gruppen die Aufgaben der Kids und kommentieren die Arbeit der Lehrer. Unsere Kleinste wäre in der Kita, ist aber zu Hause. Sie hat täglich Online Morgenkreis und ein Padlet von ihrer Gruppe. Dennoch will sie lieber spielen und Freunde treffen. Ihr ist immer langweilig und sie hat ständig Hunger. Nicht einfach, sie bei Laune zu halten. Ich selbst bin auch Lehrerin ,mache täglich VKs und korrigiere mich verrückt und meine Kollegen überbieten sich mit Onlineangeboten für die Kinder.Alles in allem sind wir hier noch ganz gut dran. Wir wohnen am Wald, haben ein großes Haus, die Kids treffen sich mit den Nachbarskindern und wir müssen uns keine finanziellen Sorgen machen. Nachrichten höre ich nur einmal am Tag. Das reicht! Wir strukturieren den Tag und essen vernünftig. Dennoch reicht es so langsam. Ich teile deine Einstellung! An kann das Lernen bei Kindern nicht verhindern! Nur die öde Wissensanhäufung.
    LG Natascha

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