monatsmotto

Januar – Pray and Play

Zugegeben, ich freue mich schon darauf, wenn hier wieder Alltag ist. Struktur und Rhythmus. Ein Ende des Rumlungerns, ungesund essens und des Familienchaos. Die Kinder wissen nach zwei Wochen Ferien und Weihnachtsaufregung nicht wohin mit sich, wir Erwachsenen suchen kleine Zeitslots für Arbeiten, die anstehen. Denn nächste Woche geht es wieder los. Da wollen Dinge organisiert und Zeit geplant sein.

Ich mache weiter mit den Monatsmottos, die sich idealerweise dem Jahresmotto „Use what you have“ unterordnen. Momentan suche ich den roten Faden, den Anfang in dieses Jahr. Erfahrungsgemäss dauert das bis in den Februar hinein. Wie draussen, wo die Blumenspitzen erst nach dem Winter langsam wieder ihren Weg ins Freie finden. Wie lange werden diese Natur-Metaphern noch funktionieren? Draussen sind jetzt schon die Frühblüher mit dem Grün über der Erde. Neulich las ich auf Twitter, dass jemand Kinderbücher sucht, wo Weihnachten nicht als schneeweisse Idylle dargestellt wird, sondern die der Realität angepasst sind. Denn mal ehrlich, wann schneit es an Weihnachten schon noch? Das ist mir noch gar nicht gekommen, dass wir den Kindern da mittlerweile ein vollkommen realitätsfremdes Bild vermitteln. Aber ich schweife ab. Oder doch nicht? Eigentlich ist es die perfekte Überleitung zu meinem nächsten Thema: Wenn du das Buch der Möglichkeiten bestellt hast, da gibt es ja auch einen Artikel über den zehnten Teil, über das Weitergeben, über Dashvand.

Der zehnte Teil

Ein Euro pro verkauftem Arbeitsbuch spende ich. Letztes Jahr ging meine Spende an Le Courage du Togo – ein Verein, der sich unter anderem um den Aufbau von Schulen in Togo kümmert. Manuaela Samlan ist Königin von Togo und lebt hier in der näheren Umgebung. Ihre Geschichte kannst du in dem Buch „Sika, die weisse Königin“ lesen. Zur ihr bringen wir auch unsere nicht mehr benötigten Kindersachen und Schulbedarf.

Bäume pflanzen

Dieses Jahr möchte ich Bäume pflanzen helfen und die Arbeit von Sabrina unterstützen. Unter dem Motto „Eine bessere Welt ist pflanzbar“ setzt sich Sabrina von ganzem Herzen für Permakultur, Bäume pflanzen und Artenerhaltung ein. Sie klärt auf, gibt Tipps und Beratungen (Hier auf Instagram kannst du ihr folgen). Ich bin begeistert von ihrem Engagement und dem, was sie möglich macht und bewegt.

Aus diversen Büchern und Vorträgen, die ich in letzter Zeit gelesen bzw gehört habe, aber auch in Unterhaltungen und bei meinen Recherchen für die Artikel im Buch der Möglichkeiten, wo es um den zehnten Teil ging, ist ein Impuls bei mir hängengeblieben: der zehnte Teil meiner Zeit für Gott. Der Gedanke lässt mich nicht los. Das sind ca 2,5 h am Tag. Das ist übrigens ungefähr die Zeit, die das Aquarian Sadhana (Japji, Yogaset, Mantren singen) bei den Kundalini Yogis dauert. Ein radikaler Gedanke. 2,5 h Gott zu widmen. Abgesehen davon, was das bewirkt, was das mit meiner Anbindung und Ausrichtung macht, frage ich mich, wie das gehen kann. Ist nicht unser Tag eh schon voll, kaum Zeitressourcen vorhanden? Wo soll da noch Platz für Gebet und zeit mit Gott sein? Auf der anderen Seite: was kann wichtiger sein, als mich direkt an der Quelle zu nähren?

„Täglich eine halbe Stunde auf Gott zu horchen ist wichtig, außer wenn man sehr viel zu tun hat.
Dann ist eine ganze Stunde nötig.“ Franz von Sales

Was bedeutet das denn, Zeit mit Gott zu verbringen? Das heisst ja nicht, dass ich morgens 2,5 h dasitzen und beten muss. Ich kann diese 2,5 h ja auch über den Tag verteilen. Und wirklich, ob ich jetzt 3 Stunden Zeit am Handy verdaddele oder 2,5 h in Gebet verbringe – ich denke, das macht einen großen Unterschied. So habe ich mir also mindestens 20 Möglichkeiten notiert, wie ich Gott nah sein kann. Da gibt es nämlich so viel mehr als Gebet und Bibel lesen. Und davon lassen sich einige täglich umsetzen. Das ist mein Plan. Am nächsten bin Ihmihr übrigens im Spiel. Deshalb habe ich als Monatsmotto für Januar Pray & Play gewählt.

Pray and Play

Mit Spielen meine ich nicht, ein Brettspiel zu spielen oder mit den Kindern zu zocken. Sondern all jene Tätigkeiten, die mich aus dem Kopf rein ins Herz bringen. Tanzen, laut Juhu rufen, wenn die Blätter im Wald umherwirbeln, auf dem Boden kullern wie ein kleines Kind, wenn mir danach ist, absichtslos auf dem Papier experimentieren, neuigierig sein, erforschen und mich hingeben. So Dinge, die im Alltag oft unter „macht man doch nicht“ und „was sollen die Leute denken“ oder „jetzt ist keine Zeit dafür“ untergehen. Und dann bin ich neugierig, wie es mir gelingt, was es mit mir macht. Ganz absichtslos.

Wah, jetzt ist es aber ganz schön aus mir rausgesprudelt!

Hast du auch ein Monatsmotto? Verlinke das gern bei Sonja. Von ihr habe ich die Monatsmotto-Idee.


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