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gelesen :: Das Yoga-Buch vom Leben und Sterben

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Als ich den neuen Titel in einem der Yoga-Newsletter, die ich so erhalte, sah, war ich sofort daran interessiert, das Buch zu lesen. Das Thema Tod und Sterben drängt sich mir immer mehr auf. Im positiven Sinne. Ich möchte darüber lesen, lernen, erfahren. Mein Wunsch für die nächsten Jahre, ist die Ausbildung zur yogischen Sterbebegleitung und Krisenintervention, Dharmatraining, mitzumachen. Das Thema finde ich in vielerlei Hinsicht total interessant. Vielleicht, weil die Menschen um mich herum (und auch ich) älter werden. Weil mir durch viele Geschichten von nahestehenden Menschen bewusst wird, wie fragil eiegntlich dieses Leben ist. Und welche Sichtweise wir auf den Tod haben (und haben könnten). Ich stehe da noch ganz am Anfang meiner Reise. Aber irgendwie habe ich sie wohl auch schon begonnen. Doch zurück zum Buch. ich habe es also gelesen und teile meine Rezension mit dir.

Das Yoga-Buch vom Leben und Sterben, Satya Singh
Titel, Aufmachung, Gestaltung und Gliederung des Buches gefallen mir ausgesprochen gut. Das Buch ist ein weinrotes Hardcover mit einem dezent gestalteten Schutzumschlag. Es hat zwei Zeichenbänder (Lesebändchen), eins in Weiss, eins in Rot. Im vorderen Teil des Buches befinden sich die Kapitel und Texte, im hinteren Teil die zugehörigen bebilderten Übungsreihen und Meditationen. Die Texte sind gut gegliedert und lesefreundlich aufbereitet. Aufgelockert durch Aufzählungen, Merkkästen und Absätze. Zwischen den einzelnen Themenblöcken gibt es wunderschöne Illustrationen von Ram Ravi Kaur.

Inhaltlich bin ich etwas unschlüssig. Es erschliesst sich mir nicht genau, für welche Zielgruppe das Buch geschrieben wurde. Für Yogalehrer finde ich es zu oberflächlich, für nicht-Yogis nicht bodenständig genug. Satyas Sprache ist sehr blumig und im Detail beschreibend. Man kann sich die Begeisterung der Erzählung mit einem seeligen Lächeln auf den Lippen lebhaft vorstellen. Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt.

  • Teil1: Der Reisende
    Hier erklärt Satya Singh, was in welchen Stufen passiert, wenn man stirbt. Der ganze Weg vom Sterben bis hin zur Wiedergeburt aus yogischer Sicht. Am liebsten mochte ich die Zitate und Geschichten zu Beginn eines jeden Kapitels. Geschichten aus Nahtoderfahrungen und wissenschaftliche Untersuchungen. Es hätte mich auch interessiert, wie man dazu kommt, daß die Reise genau so abläuft und an welchen Stellen welche Wege gegangen werden. Satya schreibt es mit glaubhafter Sicherheit, aber trotzdem bleiben mir noch Fragen offen.
    Aufgefallen ist mir an manchen Stellen eine Art „Überheblichkeit“. Als würde man auf der Inkarnationsleiter als Yogalehrer automatisch den anderen eine Stufe voraus sein.

„Wählst du den Weg, der zur warmen, gemütlichen unterkunft führt, wo viele deiner Verwandten und Freunde auf dich warten und sich begrüßen wollen, dann landest du im dritten Äther, wie alle leute, die die Weggabelung gar nicht gesehen haben.
Wählst du den Weg, der hoch und einsam in die Berge führt, wo der Schnee viel licht reflektiert, und wo vielleicht auch einige deiner spirituell bewussten Vorfahren und Freunde und dein Yogalehrer am Anfang stehen, um dich zu umarmen, dann gebibst du dich in den vierten Äther.“

  • Teil 2: Die Zurückbleibenden
    Hier geht es um Trauer und Trauerarbeit. Diesen Teil hätte ich mir länger und tiefer gewünscht. Er hat mich am meisten angesprochen und interessiert, vielleicht weil er am greifbarsten ist. Für Zurückbleibende und für eigene Trauerarbeit.
  • Teil 3: Übungen und Meditationen
    Anhang mit zahlreichen bebilderten Übungsreihen und Meditationen aus dem Kundalini Yoga. Zu den einzelnen Übungen und Meditationen kann ich nichts sagen, da ich sie (noch) nicht gemacht/geübt habe.

Mein Fazit:

Satya schreibt am Anfang des Buches, daß er der Bitte einer alten Frau nachkommt, etwas über den Tod zu schreiben, um den Menschen die Angst davor zu nehmen. Nun weiss ich zwar, daß der Tod nur eine Transformation ist und ich mich darauf vorbereiten kann, aber die Angst ist dadurch nicht weniger geworden. Das Buch war jedoch ein guter Einstieg in das Thema überhaupt und sicher nicht das letzte in die Richtung. Ich habe das Buch gelesen, aber abgesehen vom Kofferspiel, ist mir nichts nachhaltig hängengeblieben. Ich werde es sicher nochmal zur Hand nehmen.

2 Kommentare

  • Sybille

    Vielleicht schreibst ja du mal ein Buch über dieses Thema, würde ich dir zutrauen… gestaltet mit deinen wunderschönen Schriftzügen und Zeichnungen/Collagen, das wär was Feines.
    Mir gefallen die Abbildungen in diesem Buch hier oben jetzt nicht so besonders, wirken auf mich irgendwie kühl…

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