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Glückliche Kinder, Was sie stark und gesund macht, Werner Bartens, Drömer

Dr. med. Werner Bartens, renommierter Wissenschaftsjournalist der „Süddeutschen Zeitung“, ist selbst fünffacher Vater und kennt die Unsicherheiten, mit denen sich besorgte Eltern unter Druck setzen. Und gerade dadurch verhalten sich viele falsch. Werner Bartens gibt einen leichtverständlichen Überblick über neueste Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Disziplinen. Er trägt zusammen, was Kinder zu starken, an Körper, Seele und Geist gesunden Menschen heranreifen lässt, die in der Lage sind, jahrzehntelang den Stürmen des Lebens zu trotzen. Robustheit gegenüber Stress, psychischen und körperlichen Erkrankungen, eine optimistische Grundeinstellung und Lebensfreude wurzeln sehr oft in einer glücklichen Kindheit. Nach den Bestsellern »Körperglück« und »Glücksmedizin« wendet sich Werner Bartens den »Glücklichen Kindern« und ihren Eltern zu.

Das sagt der Klappentext zum Buch, was ich gerade als Rezensionsexemplar gelesen habe. (an dieser Stelle beim Verfassen dieses Blogbeitrags hat der Sterngucker geweint und brauchte mich. Ich habe an den Mann übergeben, doch bitte schonmal weiter zu schreiben. Er hatte das Buch ebenfalls in seinen Fingern. Hier seine Kurze Rezension:)

Ich hab meine Kopfhörer reingesteckt, aber der Ton hat nicht funktioniert. Da half alles Suchen in den Foren nichts. Ich mußte am Ende das Buch selbst lesen. So wie früher.
Nun zum Inhalt. Ich habs quer gelesen. Also das Buch nicht aufrecht gehalten, sondern halt so quer. Das war recht anstrengend und hat mir so manche Inhalte nicht vollständig erschlossen. Kurzum: Ich hab keine Ahnung, was da drin steht. Fragen wir mal Frau Jademondin:

Ramona, was ist deine Meinung zu dem Buch?
Hm, das Buch liest sich gut, ist einfach und übersichtlich geschrieben, in schlüssige Themen/Kapitel unterteilt. Keine unverständliche Fachsprache, keine Ideologien, keine Polarisierung. Für die breite Masse tauglich. Gesunder Menschenverstand. Nix Extremes. Jedes Thema ist am Ende es Kapitels nochmal zum Schnell-Lesen in Stichpunkten aufbereitet. So kann man gut querlesen oder gezielt die Themen ansteuern, die einen interessieren.
Bartens schreibt undogmatisch und ohne erhobenen Zeigefinger, zitiert gern Largo und stellt zu den diversen Themen die ein oder andere Studie vor. Dabei gibt er selten Ratschläge, sondern überlässt es dem Leser selbst, was draus zu machen und über seinen eignen Erziehungsstil und Gewohnheiten zu reflektieren.
Den Titel finde ich dem Buch nicht gerecht. Aus irgendeinem Grund passen Inhalt und Titel für mich nicht zusammen. Mir fällt aber grad auch kein passenderer ein.

Und was nimmst du für deinen Umgang mit deinen Kindern mit?
Nichts. Ich empfinde das Buch nicht als Ratgeber. Aber vielleicht bin ich auch die falsche Zielgruppe. Es stehen interessante Studien drin. Über Ernährung, Rauchen, Schreien, Stillen, Schlafen etc. Nichts, was ich nicht irgendwoher schon kannte, aber für manch einen sehr interessant sein könnte. Eher so zum beruhigen von Eltern, die sich zu viele Sorgen machen. Er räumt mit Mythen auf („wenn man schielt, bleiben die Augen stehen“, „vom Lesen im Dunklen bekommt man schlechte Augen“ etc) – diese Sachen fand ich interessant zu lesen.
Insgesamt fehlte mir etwas über Beziehungen. Zu Kindern. Das Miteinander. Das, was m.E. glückliche Kinder ausmacht. Da ist es total unwichtig, ob ich mein Kind impfe oder nicht impfe, es Fleisch isst oder Vegetarier ist, es stillt, schreit, schnullert, Videospiele spielt oder schlechte Noten nach Hause bringt. Viel wichtiger ist doch, wie ich mit einem Kind bin. Wie ich in Kontakt bleiben kann. Wie die Bedürfnisse aller Familienmitglieder geachtet werden können.

Gibt es Punkte, in denen du Werner Bartens nicht zustimmen magst?
Er schreibt selbst, daß oft gehörige Portionen Weltanschauung und Ideologie mitspielen (er bezog es aufs Essen, ich weite das aus). Etwas verwirrt hat mich das Wort „gehorchen“ in Zusammenhang einer Eltern-Kind-Beziehung. Ansonsten gibt es kaum etwas, wo ich zu- oder gegenstimmen muss, denn er bezieht im Buch nicht so oft Stellung zu irgendwelchen Themen sondern bewegt sich schön in der Mitte und bezieht sich immer wieder auf Studien. Als würde er zwischen all den Ideologien, Lebensentwürfen und Weltanschauungen vermitteln und einen gesunden Mittelweg vorschlagen wollen. Quasi als Rezept für glückliche und gesunde Kinder. Seine Meinung kann man jedoch zwischen den Zeilen herauslesen. Es gibt es genug Freiraum für eigne Meinung und Rückschlüsse, wenn man des Denkens selbst mächtig ist.

Was gibst du deinen Leserinnen mit?
Das Buch ist eine nette, leichte Nebenbei-Lektüre. Ich selbst würde es nicht als Ratgeber konsultieren, wenn ich ein konkretes Problem habe. Es eignet sich gut dafür, Sorgen und Ängste etwas zu mildern und den Blick aus der eignen Ideologie-Ecke wieder mehr Richtung Bodenständigkeit zu rücken. Zu allen Themen würde ich immer noch andere Lektüre konsultieren, um mir ein eignes Bild zu zeichnen.

Wenn du Werner Bartens fragen könntest, was wäre dein Anliegen?
Kein Anliegen. Ich habe das Gefühl, wir sind nicht auf einer Wellenlänge.

Mein Fazit: Nette Lektüre, aber ich gehöre nicht zur Zielgruppe.

Möchtest du das Buch haben? Ich gebe es weiter.

4 Kommentare

  • Laura

    Danke, dass Du die Rezension Deines Mannes „drin gelassen“ hast! So lustig, ich musste laut lachen. Ebenso wie bei Eurem gemeinsamen Podcast. Es war total unterhaltsam Euch zuzuhören (Deine Solo-Podcast mag ich aber auch gern!). Liebe Grüße, Laura

  • Claudia

    Hallo, Ramona!
    Ich weiß zwar nicht, ob ich zur Zielgruppe gehöre, aber ich würde das Buch gerne lesen. Viele Grüsse, und danke für die Rezension!

    Claudia.

  • Sh

    Ich habe in letzter Zeit viel von Arno Gruen gelesen. Das hat mir in vielerlei Hinsicht noch einmal zu einzelnen Themen die Augen geöffnet. Sehr empfehlenswert!

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