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Nachdem das Aufräumbuch von Marie Kondo schon monatelang durch meine Internetfilterblase hypte, schlich ich auch drumherum und kaufte es mir schlussendlich neulich im Bahnhofsbuchladen in Heidelberg. Es las sich leicht als Reiselektüre, doch ich war insgesamt enttäuscht und gelangweilt vom Buch (oder waren meine Erwartungen durch den Hype so hoch).

Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert, Marie Kondo, rororo, 9,99 Euro*

Es dauerte über 70 Seiten Vorgeplänkel, bis Konmari endlich tatsächlich zum Aufräumen kam. Man hätte die Essenz des Buches in weit weniger Seiten packen können. Ich mochte weder die Struktur des Buches noch den Schreibstil. Es hat kein „jetzt möchte ich unbedingt loslegen“ Gefühl ausgelöst, wie damals, als ich „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags*“ gelesen habe. Allerdings stand ich möglicherweise damals auch an einem ganz anderen Punkt als heute.

Meine Essenz des Buches:

  1. Nach Kategorien aufräumen (Kleidung, Bücher, etc)
  2. Jedes Ding zur Hand nehmen und fragen „Macht es mich glücklich?“
  3. Entscheiden, ob behalten oder wegwerfen
  4. Dinge, die dich nicht glücklich machen, wegwerfen
  5. Für die Dinge, die bleiben, einen festen Platz finden
  6. Dinge einer Kategorie an einem Platz aufbewahren
  7. Dich bei den Dingen bedanken. Auch bei den DIngen, die weggeworfen werden. Sie haben ihren Dienst einmal erfüllt (und sei es nur, dir zu zeigen, was du nicht möchtest) „Es war einmal nützlich und hat seinen Zweck erfüllt. Danke“
  8. Jedes Familienmitglied bekommt einen Ort, wo es seine Dinge aufbewahren kann und sich drum kümmern kann, daß sie in Ordnung gehalten werden. Das kann ein Schrank oder ein abgeteilter Bereich der Wohnung sein.
  9. Dankbarkeit und achtsame Behandlung der Dinge führt zu längerer Haltbarkeit und größerer Freude mit den Dingen.

Hast du das Buch gelesen? Wie hat es dir gefallen? Was hat es in dir bewirkt?

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4 Kommentare

  • andrea

    danke für deine rezension. das buch war mir auch schon aufgefallen, aber der entscheidende kaufdrive hatte gefehlt. nun freue ich mich über deine quintessenz. die wird ausgedruckt und gut. ich glaub, marie kondo kanns verschmerzen. hab ein schönes wochenende, andrea

  • Sabrina

    Ich habe das Buch im Mai letzten Jahres gelesen und da wir eh für unsere Hochzeitsgäste die Wohnung ultra-aufräumen wollten, kam es mir gerade recht. Innerhalb von ein paar Tagen haben wir dann mit dem Buch als eine Art Richtschnur auch tatsächlich richtig ordentlich aufgeräumt bzw. eher im großen Umfang ausgemistet. Ergebnis waren 8 Umzugskisten voll Kram für das Sozialkaufhaus, 7 Säcke für die Kleidersammlung und natürlich diverse volle Müllsäcke.
    Insgesamt war das schon eine sehr berührende Erfahrung, die ich ohne das Buch bestimmt nicht in diesem Umfang gehabt hätte. Allerdings habe ich jedoch nicht alle Punkte aus dem Buch auch tatsächlich umgesetzt (z.B. jede Sache einzeln in die Hand nehmen und mich bedanken).
    Heute, etwas mehr als ein Jahr später wirkt sich das Buch immer noch auf unsere Wohnung aus, besondern folgende Regeln habe ich mittleweile schon ganz gut in meinen Alltag integrieren können:

    – Entscheiden, ob behalten oder wegwerfen
    – Dinge, die dich nicht glücklich machen, wegwerfen
    – Für die Dinge, die bleiben, einen festen Platz finden
    – Dinge einer Kategorie an einem Platz aufbewahren

    Besonders letzter Punkt sorgt definitiv dafür, dass nix mehr einfach so „rumfliegt“ und die ganze Optik schon alleine dadurch sauberer wirkt.

    PS:Wir haben „nur“ zwei Katzen und keine Kinder in unserem Haushalt, vermutlich ist der Schwierigkeitsgrad beim Einhalten der „Regeln“ dann doch etwas niedriger ;-)

  • Mariana

    Hallo! Danke für den interessanten Beitrag! Ich habe das Buch nicht gelesen, aber ich habe eine ähnliche Methode kennengelernt, und zwar von Allie Casazza (the purposeful housewife.com). In ihrem Kurs geht es darum, minimalistisch zu leben mit den Dingen, die man braucht, die das Leben wertvoller machen und die man liebt. Man soll dadurch befreit werden von er ständigen Überforderung durch das Aufräumen. Es scheint mir sehr ähnlich zu Kondos Methode zu sein. Man hat hier drei Möglichkeiten beim Aussortieren: 1. Behalten, 2. Spenden, 3. Wegschmeißen. Ziel ist, dass man viel mehr Zeit hat, denn: Jedes Ding, das wir besitzen, besitzt uns. Casazza sagt, sie hat dadurch quasi nix mehr im Haushalt zu tun sondern nur noch Zeit für ihre Familie. Klar machen die Kinder Unordnung, aber da sie nur wenig besitzen, ist auch das schnell aufgeräumt. Ich mache das nun seit einigen Wochen und muss sagen, es hat einiges vereinfacht und fühlt sich toll an, aber ich bin noch lange nicht am Ziel. Heute war zumindest der Lieferwagen vom Brockenhaus (Secondhand-Laden) hier und hat unseren halben Keller mitgenommen. Der Punkt mit der Dankbarkeit ist ganz schön und hat mir noch einen anderen Aspekt nahegebracht, dankeschön!

  • Franziska Harder

    Hallo, Mir ist es genau gleich wie Dir ergangen; ich war auch sehr enttäuscht vom Buch von Marie Kondo. Und ebenfalls wie Dich hat mich dafür „Feng Shui gegen den Gerümpel des Alltag“ voll gepackt und zum sofortigen Entrümpeln angespornt. LG Franziska

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